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    <title>ravenhorst - Anonymität</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/</link>
    <description>Wenn Du das Weblog liest, wirst Du nie wieder ruhig schlafen.</description>
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    <title>NoScript und DNT</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1846-NoScript-und-DNT.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Browser</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
            <category>Ökonomie</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Gerade kam ein Update von &lt;a href=&quot;http://noscript.net/&quot;&gt;NoScript&lt;/a&gt; für die &quot;Do Not Track&quot; (DNT) Opt-out Header Funktion, die seit 2.0.9 enthalten ist - sprich Browser sendet an jede Website zusätzlichen Tracking Opt-out Header.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Lt. &lt;a href=&quot;http://hackademix.net/2010/12/28/x-do-not-track-support-in-noscript/&quot;&gt;X-Do-Not-Track support in NoScript&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;From now on, a web browser with NoScript installed warns every HTTP server it contacts that its user does not want to be tracked, i.e. that his data must not be collected for profiling and persistent identification purposes. I believe this is a safe assumption about the feelings of most if not all NoScript users.&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;As stupid as it may sound (why parties who are interested in tracking you would comply?),&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Eben. Stupid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;a mean to clearly express your will of not being tracked is going to be useful, especially when backed by law or industry self-regulation, as explained here.&quot;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nicht &quot;besonders&quot;, sondern ausschließlich dann, &lt;em&gt;wenn&lt;/em&gt; oder sobald die Auswertung und Beachtung von DNT gesetzlich vorgeschrieben ist. Selbstregulierung ist keine Option, sondern nur eine Taktik von Unternehmen und der Politik, einer gesetzlichen Regulierung im Interesse von Internetnutzern, Bürgern und Kunden zu entgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;Therefore it seems in the interest of NoScript users and privacy-concerned netizens in general to participate in this effort.&quot;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nein. Solange die obige Bedingung nicht erfüllt ist, trägt der Header nur zum &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1818-Panopticlick-Experimente-gegen-Web-Tracking.html&quot;&gt;Browser Fingerprint&lt;/a&gt; bei und identifiziert die User, die Anti-Tracking Erweiterungen installiert haben. Der DNT Header wird damit selbst zum Tracking Opt-in Header. Außerdem ist es wenig sinnvoll, wenn Erweiterungen anfangen, schlecht dokumentierte oder von Browseranwendern nicht beachtete bzw. nicht zu ändernde Header Manipulationen durchzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne rate ich dazu, &lt;em&gt;noscript.doNotTrack.enabled&lt;/em&gt; auf &lt;strong&gt;false&lt;/strong&gt; zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Privoxy einsetzt - in die Filterdatei einsetzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
CLIENT-HEADER-FILTER: kill-optout-header Header filter to remove Do-Not-Track headers.&lt;br /&gt;
s@^X-(?:Behavioral-Ad-Opt-Out|Do-Not-Track):.*@@i
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In eine Actiondatei (z. B. match-all.action) einsetzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
+client-header-filter{kill-optout-header} \&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
bewirkt dann global das:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Re-Filter: filtering &#039;X-Behavioral-Ad-Opt-Out: 1&#039; (size 26) with &#039;kill-optout-header&#039; ...&lt;br /&gt;
Header: Transforming &quot;X-Behavioral-Ad-Opt-Out: 1&quot; to &quot;&quot;&lt;br /&gt;
Re-Filter: ... produced 1 hits (new size 0).&lt;br /&gt;
Header: Removing empty header&lt;br /&gt;
Re-Filter: filtering &#039;X-Do-Not-Track: 1&#039; (size 17) with &#039;kill-optout-header&#039; ...&lt;br /&gt;
Header: Transforming &quot;X-Do-Not-Track: 1&quot; to &quot;&quot;&lt;br /&gt;
Re-Filter: ... produced 1 hits (new size 0).&lt;br /&gt;
Header: Removing empty header
 
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    <pubDate>Mon, 03 Jan 2011 06:49:48 +0100</pubDate>
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    <title>Scheinbare und wirkliche Vermummungen in der Zukunft</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1844-Scheinbare-und-wirkliche-Vermummungen-in-der-Zukunft.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
            <category>Mail / News</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    In &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vermummungsverbot-im-Internet-Vom-neuen-Personalausweis-und-Pseudonymen-1136589.html&quot;&gt;&quot;Vermummungsverbot im Internet&quot;: Vom neuen Personalausweis und Pseudonymen&lt;/a&gt; singt Detlef Borchers das hohe Lied vom nPA Pseudonym. Schön und gut, vielleicht auch gut gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Der Schlüsselsatz ist imo aber &quot;Anbieter, die die Pseudonym-Funktion unterstützen, werden normalerweise eine Erstregistrierung auf ihren Seiten einpflegen, bei der sich ein Nutzer mit einem frei wählbaren Namen und/oder einer E-Mail-Adresse  einträgt.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nicht &quot;und/oder&quot;, denn mehrheitlich wird eine E-Mail Adresse anzugeben sein, denn irgendwohin wird der Anbieter Meldungen zur Bestätigung, später bei Fehlern im System, neuen Funktionen usw. usf. senden müssen und wollen. Also brauchen wir auch eine (zumindest) pseudonyme E-Mail Adresse, denn das Angebot soll ja pseudonym und müsste anonym genutzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nun stellen wir uns ganz dumm oder die ideale Welt vor, die sich auch der ansgesprochene CDU-Politiker Axel E. Fischer eträumt. In dieser Welt gibt es keine x-beliebigen E-Mail Anbieter mehr, die ohne vorherige korrekte Identifizierung des neuen Kunden mir nichts, dir nichts E-Mail Adressen und Konten verschenken und die Nutzung ihres Dientes anonymisiert erlauben. In dieser Welt soll das Schule machen, was man De-Mail nennt. Ein Modell für die Welt. Also De-Mail oder De-Mail-artige E-Mail Anbieter, bei denen die Eröffnung und Nutzung von E-Mail Konten ebenfalls an vorherige Identifizierung gebunden ist - am Besten mit so etwas wie dem nPA. Aber die De-Mail hat ja auch ein schönes pseudonymes Feature - die Einrichtung pseudonymer E-Mail Adressen. Die sind aber per De-Mail Gesetz nicht nur als solche zu kennzeichnen, sondern sie müssen zwingend aufdeckbar sein. Und mit so einer pseudonymen E-Mail Adresse meldet man sich dann in dieser idealen Welt mit seinem nPA beim Dienste-Anbieter an, um ein pseudonymes Dienste-Konto zu erhalten. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 15 Nov 2010 20:00:23 +0100</pubDate>
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    <title>Wenn man YouTube per Tor und die Türkei besucht</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1840-Wenn-man-YouTube-per-Tor-und-die-Tuerkei-besucht.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Grundrecht</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Zensur / Filter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 650px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/29-06-10-zensur_tuerkei.gif&quot; alt=&quot;Stopp-Schild a la Türkei&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;407&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
&quot;Stopp-Schild&quot; nach Machart der türkischen Regierung, als ich gerade nach YouTube via Tor wollte und wohl über einen türkischen Tor Exit Node stolperte, mit Hinweis zur &lt;a href=&quot;http://www.ihbarweb.org.tr/index_en.html&quot;&gt;&quot;Internet-Hotline&quot;&lt;/a&gt; des &lt;a href=&quot;http://www.tib.gov.tr/&quot;&gt;türkischen Ministeriums für Telekommunikation&lt;/a&gt;, über die man alle Websites petzen soll, die irgendwie nach Zitat &quot;Provocation for committing suicide, Sexual exploitation of children, To ease the usage of drugs, Supplying drugs which are dangerous for health, Obscenity, Prostitution, To provide place and opportunity for online gambling, Crimes mentioned in the Law on Crimes Against Atatürk numbered 5816&quot; ausschauen. U. a. Heise hatte dazu vor kurzem in &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/OSZE-kritisiert-tuerkische-Internetzensur-1027419.html&quot; /&gt;OSZE kritisiert türkische Internetzensur&lt;/a&gt; und der Index on Censorship in &lt;a href=&quot;http://www.indexoncensorship.org/2010/06/free-speech-turkey-versus-google/&quot;&gt;Free speech: Turkey versus Google&lt;/a&gt; berichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das letztgenannte Gesetz ist übrigens ein ähnlich unsägliches Zensur-Gesetz zur Unterbindung von Kritik und Meinungsfreiheit, indem man den Schutz des Staatsgründers Atatürk vor Verunglimpfung vorschiebt, wie zum Beispiel die Gesetze gegen &quot;Majestätsbeleididigung&quot; in &lt;a href=&quot;http://facthai.wordpress.com/&quot;&gt;Thailand&lt;/a&gt;. Etwas gibt es ja immer, um Internet &amp;#38; Web &quot;durchzuregulieren&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ne, wenn ich so etwas sehe, würde ich auch sagen, die Türkei ist noch nocht reif für die Europäische Union, wenn es nicht in allen Mitgliedsstaaten und ausgehend von der EU-Kommission gleichartige Bestrebungen und praktische Durchführungen zur Zensur geben würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P. S.: ExludeExitNodes {tr} in torrc.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch auf der Zensur Unterseite im &lt;a href=&quot;http://anonymitaet-im-inter.net/wiki/&quot;&gt;AnonWiki&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://anonymitaet-im-inter.net/wiki/zensur#tuerkei&quot;&gt;Türkei&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://anonymitaet-im-inter.net/wiki/zensur#thailand&quot;&gt;Thailand&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 29 Jun 2010 15:12:55 +0200</pubDate>
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    <title>Scroogle - Google - Tor</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1837-Scroogle-Google-Tor.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Browser</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Netz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Der beliebte und bekannte Scroogle Proxy Dienst hat aktuell Probleme mit Google, wie zu lesen ist, wenn man &lt;a href=&quot;https://ssl.scroogle.org/&quot;&gt;Scroogle&lt;/a&gt; aufruft bzw. eine Suchanfrage absetzt:
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
We regret to announce that our Google scraper may have to be permanently retired, thanks to a change at Google. It depends on whether Google is willing to restore the simple interface that we&#039;ve been scraping since Scroogle started five years ago. Actually, we&#039;ve been using that interface for scraping since Google-Watch.org began in 2002.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
This interface (here&#039;s a sample from years ago) was remarkably stable all that time. During those eight years there were only about five changes that required some programming adjustments. Also, this interface was available at every Google data center in exactly the same form, which allowed us to use 700 IP addresses for Google.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
That interface was at www.google.com/ie but on May 10, 2010 they took it down and inserted a redirect to /toolbar/ie8/sidebar.html. It used to have a search box, and the results it showed were generic during that entire time. It didn&#039;t show the snippets unless you moused-over the links it produced (they were there for our program, so that was okay), and it has never had any ads. Our impression was that these results were from Google&#039;s basic algorithms, and that extra features and ads were added on top of these generic results. Three years ago Google launched &quot;Universal Search,&quot; which meant that they added results from other Google services on their pages. But this simple interface we were using was not affected at all.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
usw.
&lt;/div&gt;
Da Scroogle immer ganz praktisch bei der Nutzung von Tor war, um den lästigen &quot;We&#039;re sorry&quot; Meldungen und Captcha Anfragen zu entgehen, muss schnell ein temporärer Ersatz her: Entweder man nimmt &lt;a href=&quot;https://eu.ixquick.com/&quot;&gt;Ixquick&lt;/a&gt; oder man &lt;a href=&quot;http://mycroft.mozdev.org/search-engines.html?name=google&quot;&gt;sucht sich bei Mycroft&lt;/a&gt; einen anderen Ersatz und kann dann dort direkt das passende Search Engine Plugin in Firefox installieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit zwei Anonymouse oder auch dem &quot;Ninja&quot; Plugin klappt das ganz gut. Und da eh alle Suchanfragen bei mir per Privoxy und Tor gefiltert und anonymisiert an den Suchdienst rausgehen... Aber mir wäre lieber, wenn das Scroogle wieder geregelt bekommt &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Nur wenn man einen Suchdienst erwischt, den Google selbst als &quot;Gefährder&quot; einstuft oder der Suchdienst die IP des Tor Exit Node an Google weiterreicht, kann man wieder schlechte Karten bei Google haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Update: Mal wieder viel Geschrei um nix, laut &lt;a href=&quot;http://www.theregister.co.uk/2010/05/12/scroogle_returns/&quot;&gt;Scroogle scrapes back to life&lt;/a&gt; kann wieder gescroogelt werden &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschuetzer-fordern-echte-Anonymisierung-von-Suchanfragen-1009196.html&quot;&gt;EU-Datenschützer fordern echte Anonymisierung von Suchanfragen&lt;/a&gt; (27.05.2010) 
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    <pubDate>Tue, 11 May 2010 18:37:47 +0200</pubDate>
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    <title>Das vorläufige Stopp-Schild für die Vorratsdatenspeicherung</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1833-Das-vorlaeufige-Stopp-Schild-fuer-die-Vorratsdatenspeicherung.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Grundrecht</category>
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            <category>Kryptografie</category>
            <category>Politik</category>
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            <category>VDS</category>
    
    <comments>http://blog.kairaven.de/archives/1833-Das-vorlaeufige-Stopp-Schild-fuer-die-Vorratsdatenspeicherung.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Anlässlich des &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1803-Der-Beschluss-des-EuGH-zur-Vorratsdatenspeicherung-am-Tag-danach.html&quot;&gt;Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; Anfang 2009 und vor dem Abschluss der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1812-Vor-der-Koalitionseinigung-zur-Inneren-Sicherheit.html&quot;&gt;Koalitionsverhandlungen zum Bereich der inneren Sicherheit&lt;/a&gt; im September 2009 hatte ich zuletzt versucht, einen Blick auf den möglichen Ausgang der heutigen &lt;a href=&quot;http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html&quot;&gt;Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; zu werfen. Dem waren seit 2002 Beiträge zur Vorratsdatenspeicherung &lt;a href=&quot;http://hp.kairaven.de/law/eu-datenvorratsspeicherung.html&quot;&gt;auf der Homepage&lt;/a&gt; und später hier &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/categories/51-VDS&quot;&gt;im Blog&lt;/a&gt; vorangegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Höhepunkte im langjährigen Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung stellten ohne Zweifel die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1671-Leuchtfeuer-gegen-den-Polizeistaat-im-globalen-Dorf-und-in-Berlin.html&quot;&gt;Freiheit statt Angst Demonstrationen&lt;/a&gt; und die Durchführung der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/911-Beschwert-Euch-gegen-die-VDS-in-Karlsruhe.html&quot;&gt;Sammel-Verfassungsbeschwerde&lt;/a&gt; dar, die u. a. vom &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/&quot;&gt;Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; wie so viele andere Aktionen organisiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Großen und Ganzen entsprach die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht meinen Erwartungen. Wie bereits zuvor bei ähnlichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts auch hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Titel der &lt;a href=&quot;http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html&quot;&gt;Pressemitteilung zum Urteil &amp;#8211; Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung
nicht verfassungsgemäß &amp;#8211;&lt;/a&gt;, auf die sich dieser Beitrag stützt, brachte die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts eigentlich schon sehr gut auf den Punkt. Sprich, die bisherige Umsetzung der EU-Richtlinie 2006/24/EG zur Vorratsdatenspeicherung in das Telekommunikationsgesetz (im Kern § 113a TKG und § 113b TKG) und die Strafprozessordnung (im Kern § 100g StPO), sowie die Anwendung der Gesetze und Nutzung der auf Vorrat gespeicherten Verkehrs- und Internetzugangsdaten ist zunächst einmal für nichtig und verfassungswidrig erklärt worden. Das schließt positiv auch ein, dass alle seit Inkrafttreten des Gesetzes gespeicherten und genutzten Vorratsdaten bei Providern und staatlichen Stellen unverzüglich zu löschen sind! Das heißt, es muss reinen Tisch mit allen Daten gemacht werden und der Stand bleibt bis zu einer Novellierung der gesetzlichen Vorschriften bei 0, was bereits einen guten Erfolg der Verfassungsbeschwerden darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Vorratsdatenspeicherung ist jedoch &amp;#8211; wie erwartet &amp;#8211; laut des Gerichts nicht an sich verfassungswidrig, denn das Gericht stellte fest, dass &quot;eine Speicherungspflicht in dem vorgesehenen Umfang nicht von vornherein schlechthin verfassungswidrig ist&quot;, in Bezug zur EU-Richtlinie und der abgewiesenen Vorlage an den Europäischen Gerichtshof, dass mit dem Inhalt der EU-Richtline, &quot;die Richtlinie ohne Verstoß gegen die Grundrechte des Grundgesetzes umgesetzt werden kann&quot; und &quot;das Grundgesetz eine solche Speicherung nicht unter allen Umständen verbietet&quot;. Später heißt es in Bezug zum Art. 10 GG (&quot;Telekommunikationsgeheimnis&quot;) weiter, dass die Vorratsdatenspeicherung &quot;für qualifizierte Verwendungen im Rahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr und der Aufgaben der Nachrichtendienste (...) mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar ist&quot; und &quot;bei einer Ausgestaltung, die dem besonderen Gewicht des hierin liegenden Eingriffs hinreichend Rechnung trägt, eine anlasslose Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten nicht schon als solche dem strikten Verbot einer Speicherung von Daten auf Vorrat im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unterfällt&quot;, denn &quot;eingebunden in eine dem Eingriff adäquate gesetzliche Ausgestaltung kann sie den Verhältnismäßigkeitsanforderungen genügen&quot;. Auch den wiederholt vorgebrachten Argumenten der Strafverfolgungs- und Geheimdienstbehörden, dass für sie angesichts der steigenden Vernetzung, Nutzung des Internets und der Mobilfunkkommunikation die Vorratsdatenspeicherung unerlässlich sei, folgte das Gericht mit der Feststellung, dass &quot;eine Rekonstruktion gerade der Telekommunikationsverbindungen daher für eine effektive Strafverfolgung und Gefahrenabwehr von besonderer Bedeutung ist.&quot;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sprich, macht die Regierung zukünftig ihre Aufgaben richtig und folgt den Rüffeln und Vorgaben des Urteils, wird die Vorratsdatenspeicherung nach der Novellierung fortgesetzt und nicht durch das reine Quick Freeze Verfahren für Verkehrsdaten ersetzt. Es sei denn, das neue Gesetz würde seinerseits neue Angriffspunkte bieten oder die EU-Richtlinie würde signifikant geändert oder gar aufgehoben werden, womit wohl nicht zu rechnen ist. Wie groß die Auswirkungen der beabsichtigten Überprüfung der EU-Richtlinie sind, die von &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,680686,00.html&quot;&gt;der EU-Justizkommissarin Viviane Reding&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/ausland/article6642536/EU-Richtlinie-zur-Datenspeicherung-wird-ueberprueft.html&quot;&gt;der EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström&lt;/a&gt; angekündigt wurde, steht noch in den Sternen. Es wäre aber vielleicht intelligent und vorteilhaft für die Bundesregierung, das Ergebnis dieser Überprüfung abzuwarten und ggf. bei der Novellierung zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Also eine Atempause, mit Aussicht auf eine Vorratsdatenspeicherung, die verhältnismäßiger, zweckgebundener, eingeschränkter und &quot;abgesicherter&quot; durchgezogen wird, mit dem Auftrag an jeden einzelnen Internet- und Telekommunikationsteilnehmer, sich weiter praktisch mittels Anonymisierungs- und Verschlüsselungstechniken und entsprechenden Verhaltensweisen um die Umgehung und Verhinderung der Erhebung seiner Daten für die Vorratsdatenspeicherung zu bemühen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das die Bundesregierung und die zustimmenden Parteimitglieder des Bundestages wie so oft zuvor bei der Sicherheitsgesetzgebung mit dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung schludrig, im Schnellschuss und verfassungswidrig gehandelt haben, stellte das Bundesverfassungsgericht mit der Kennzeichnug der jetzigen Vorratsdatenspeicherung fest:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;unzureichende Ausgestaltung der Verhältnismäßigkeit&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;unzureichende Datensicherheit für die gespeicherten Daten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;unzureichende Begrenzung der Verwendungszwecke der gespeicherten Daten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;unzureichende Transparenz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;unzureichender Rechtsschutz&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Der jetzigen Form der Vorratsdatenspeicherung stellte das Gericht Kennzeichen, Anforderungen und Beschränkungen einer zukünftigen Vorratsdatenspeicherung gegenüber:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die Nutzung der VDS-Daten muss die Ausnahme bleiben&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die VDS an sich begrenzt den Spielraum für zukünftige anlasslose Datensammlungen auch über den Weg der Europäischen Union (&quot;das Maß ist voll&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;sie muss sich durch für die zum Speichern Verpflichteten verbindliche, normenklare, konkrete und effektive Maßnahmen zur technischen Sicherung des gesamten Vorratsdatenspeicherprozesses von der Erhebung bis zum Abruf auszeichnen (&quot;hohes Sicherheitsniveau&quot;) und nicht durch Hinweise auf Sorgfaltspflichten der Speicherungsverpflichteten und Wirtschaftlichkeitserwägungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der unmittelbare Abruf der VDS-Daten durch Strafverfolgungsbehörden setzt den bestimmte Tatsachen begründeten Verdacht einer auch im Einzelfall schwerwiegenden Straftat voraus und nicht Straftaten, die &quot;nur&quot; von erheblicher Bedeutung sind oder allgemein &quot;jede mittels Telekommunikation begangene Straftat&quot;, mit der das jetzige VDS-Gesetz weit über die Zielsetzungen der EU-Richtlinie hinausgegangen war&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der Abruf der VDS-Daten zur Gefahrenabwehr und Gefahrenprävention durch Geheimdienst- und Polizeibehörden unterliegt einer engen Zweckbindung (konkrete Gefahr für eine Person, für den Bestand/
Sicherheit des Bundes/Bundeslandes, gemeine Gefahr), während der Abruf der VDS-Daten für die Aufklärung im Vorfeld von Gefahren durch die Geheimdienste in vielen Fällen ausscheidet. Keine grobe Benennung allgemeiner Zielsetzungen und Aufgabenfelder wie bisher, die zur Erstellung allgemeiner und offener &quot;Datenpools&quot; bei den Sicherheitsbehörden einluden&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;grundsätzliches Übermittlungsverbot (aber nicht Erhebungsverbot) für die VDS-Daten von Personen, Behörden und Organisationen in sozialen oder kirchlichen Bereichen mit telefonischer Beratung in seelischen oder sozialen Notlagen, aber nicht zum Beispiel für Journalisten (&quot;Quellen- und Informantenschutz&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;der Abruf und die Verwendung der VDS-Daten soll vom Grundsatz her offen und mit Benachrichtigung der Betroffenen erfolgen (&quot;wirksame Transparenzregeln&quot;) und nicht mit der grundsätzlichen Möglichkeit für Behörden, Abrufe ohne Wissen der Betroffenen durchzuführen, ist aber mit den üblichen und bekannten Ausnahme- und Umgehungsmöglichkeiten für Sicherheitsbehörden verbunden, so dass es &amp;#8211; wenn überhaupt und wie bisher &amp;#8211; bei der nachträglichen Benachrichtigung von Betroffenen im Rahmen der Strafverfolgung und der richterlichen Kontrolle der Ausnahmen bleibt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Übermittlung und Nutzung von VDS-Daten stehen grundsätzlich unter dem Richtervorbehalt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;nachträgliche Beschreitung des Rechtswegs und gerichtliche Kontrolle für Betroffene&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;wirksame Sanktionen für unzulässige Verletzungen des Telekommunikationsgeheimnisses und Persönlichkeitsrechts im Rahmen der VDS-Nutzung, aber mit &quot;weitem Gestaltungsspielraum&quot; für den Gesetzgeber&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Zur reinen Auflösung bzw. Rückverfolgung einer IP-Adresse im Rahmen behördlicher Auskunftsanfragen mit der mittelbaren Nutzung der Vorratsdaten in Daten zum Inhaber des Anschlusses, dem die bereits bekannte IP-Adresse zugeordnet war, stellte das Gericht ein paar Beschränkungen, aber auch Lockerungen im Verhältnis zur Nutzung aller Vorratsdaten fest, die geradezu zur vollumfänglichen Anwendung und Nutzung der gesamten Palette von Anonymisierungstechniken &quot;auffordern&quot;:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;sie begrenzen den Umfang der Anonymität von Kommunikationsbedingungen und führen zur Ermittlung der Identität von Internetnutzern in weitem Umfang&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;keine Übermittlung kompletter Datensätze der VDS-Daten, sondern Beschränkung auf personenbeogene Daten (&quot;Namen und Adresse&quot;)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Auskunftsersuchen können ohne engere Zweckbindung (schwerwiegende Straftat, Verletzung eines Rechtsgutes eines definierten Rechtsgüterkatalogs) zur Strafverfolgung, Gefahrenabwehr, Gefahrenprävention und Vorfeldaufklärung durch Polizei- und Geheimdienstbehörden erfolgen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Auskunftsersuchen sind aber an einen hinreichenden Anfangsverdacht, Vorliegen einer konkreten Gefahr oder besonders gewichtige Ordnungswidrigkeit als Eingriffsschwellen gebunden und dürfen nicht pauschal gestellt werden, z. B. für das präventive und allgemeine Anlegen von Persönlichkeits- Bewegungs- oder Kommunikationsprofilen (z. B. allgemeine &quot;Staubsauger&quot; Überwachung wie der NSA in den USA oder der GCHQ in Großbritannien)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Auskunftsersuchen können durch Polizei- und Geheimdienstbehörden ohne richterliche Genehmigung (&quot;Richtervorbehalt&quot;) erfolgen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;alle Betroffenen müssen nachträglich von der Einholung einer Auskunft benachrichtigt werden&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;  
Die Feststellung des Gerichts, dass für eine mit Art. 10 GG vereinbare Vorratsdatenspeicherung &quot;maßgeblich ist&quot;, dass sie &quot;nicht direkt durch den Staat, sondern durch eine Verpflichtung der privaten Diensteanbieter verwirklicht wird&quot;, ist am Rande auch wichtig, gab es doch in der Vergangenheit und in anderen europäischen Staaten wie Großbritannien Überlegungen, die Vorratsdaten aller Provider direkt einer zentralen, staatlichen Sammelstelle zuzuführen und dort zu verwalten. Solchen Ansinnen hat das Gericht schon einmal vorbeugend einen Riegel vorgeschoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die großen Verlierer des Urteils sind alle Diensteanbieter und Provider, die zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet sind, denn der bisherigen Strategie vor Gerichten, der Vorratsdatenspeicherung sei aufgrund der hohen Kosten, der Wettbewerbsverzerrungen und des steigenden Personal- und Hardareaufwands zu begegnen, erteilte das Gericht im Punkt &quot;Vereinbarkeit mit Art. 12 GG&quot; eine Abfuhr: Die Vorratsdatenspeicherung hält das Gericht für die Betroffenen &quot;für nicht übermäßig belastend&quot;, sie ist bezüglich der &quot;finanziellen Lasten nicht unverhältnismäßig&quot; und &quot;gegen die erwachsenden Kostenlasten bestehen keine grundsätzlichen Bedenken&quot;, denn die Kosten werden ja vom Gesetzgeber nur &quot;insgesamt in den Markt verlagert&quot; und so, wie &quot;neue Chancen der Telekommunikationstechnik zur Gewinnerzielung&quot; genutzt werden können, müssen die Telekommunikationsunternehmen halt auch &quot;die Kosten übernehmen und in ihren Preisen verarbeiten&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit dürfte klar sein, dass zukünftigen Klagen gegen die Umsetzung der &quot;neuen&quot; Vorratsdatenspeicherung seitens verpflichteter Diensteanbieter wegen unverhältnismäßiger Kosten und Aufwände kein Erfolg beschieden sein wird, aber auch, dass letztendlich wir als Kunden über die Preise einen Anteil der Kosten für die technische und personelle Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung und damit unserer eigenen Überwachung mitzutragen haben. Aber das war bisher schon bei allen anderen technischen Überwachungs-Infrastrukturen so, die Telekommunikationsunternehmen aufgrund neuer Sicherheitsgesetze umzusetzen hatten und gilt auch für die Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alles in allem also eine Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung, die, wie gesagt, zu erwarten war. Eine kräftige Ohrfeige und Warnung für die Bundesregierung, die sich schon darin ausdrückt, dass die gesetzlichen Grundlagen und die aktuelle Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung nicht nur für verfassungswidrig, sondern komplett für nichtig erklärt wurden. Auf Seiten des Bundesverfassungsgerichts scheint man auch mit Blick auf die Gesetzgeber und die Exekutive der Europäischen Union, aber auch mit Blick auf die Zukunft der technischen Entwicklungen im Bereich der Überwachung den Punkt erreicht zu haben, wo es heißt &quot;Bis hierhin, aber nicht weiter&quot;. Mit der Vorratsdatenspeicherung muss für das Gericht ein Schlusstrich gezogen werden, darüber hinausgehende Eingriffe in die Grundrechte der Bürger verbieten sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, es würden auch nur noch die zusätzliche Speicherung, Abfrage und Auswertung aller Inhalts- und Nutzungsdaten aller Internet- und Telekommunikationsdienste und die Verfolgung aller Maßnahmen zur Umgehung und Verhinderung der Telekommunikationsüberwachung und Vorratsdatenspeicherung fehlen, um vollends in einem Polizeistaat aufzuwachen. Schlimm genug, dass es in Zukunft eine neue Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung geben wird und man nicht auf Quick Freeze setzt, auch wenn sie durch das Gericht eine Menge von Sperrriegeln und Grenzen verpasst bekommen hat. Abzulehnen bleibt sie auch weiterhin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alle bisher angefallenen Vorratsdaten zusammen mit der &quot;alten&quot; Vorratsdatenspeicherung gelöscht werden und den Erhalt der Sperrriegel und Grenzziehungen haben wir aber nur einer fortgesetzten kritischen Aufklärungs- und Berichtsarbeit, dem praktischen Engagement vieler Leute und Organisationen, den Demonstrationen, dem Anwachsen einer Datenschutzbewegung und ihrer Internationalisierung, den Sammel-Verfassungsbeschwerden und Einzel-Verfassungsbeschwerden, den kritischen Stimmen aus Verbänden, von einzelnen Politikern im Bundestag und Journalisten in den Medien, aber nicht zuletzt auch den Richtern des Bundesverfassungsgerichts zu verdanken. Erinnern wir uns immer daran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als Nachtrag zur Frage der Speicherungspflichten von Anonymisierungsdiensten hier noch drei Stellen aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die sich auf &quot;die Beschwerdeführerin&quot; beziehen, die &quot;Software für einen kommerziellen Internet-Anonymisierungsdienst entwickle und vertreibe. Der Dienst werde im Zusammenwirken mit anderen unabhängigen Betreibern erbracht, auf deren Servern ihre Software genutzt werde. Dabei betreibe die Beschwerdeführerin auch selbst einen öffentlich zugänglichen Anonymisierungsserver.&quot;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Abs. 294 wird noch einmal festgestellt, dass zu den Speicherungsverpflichteten die Anonymisierungsdienste zählen, die öffentlich zugänglich und kommerziell betrieben werden:
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
Die Speicherungspflichten richten sich an solche Diensteanbieter, die öffentlich zugänglich Telekommunikationsdienste in der Regel gegen Entgelt für Endnutzer erbringen (vgl. § 113a Abs. 1, § 3 Nr. 24 TKG) und damit an Dienstleister, die die Dienste jedenfalls typischerweise zu Erwerbszwecken anbieten.
&lt;/div&gt;
In Abs. 295 erklärt das Bundesverfassungsgericht &amp;#8211; wenn man es genau nimmt &amp;#8211; ziemlich verkürzend, dass der hauptsächliche Zweck von Anonymisierungsdiensten in der Anonymisierung von statischen IP-Adressen (hat das BverfG dabei bereits IPv6 im Blick gehabt?) gegenüber privaten Webservern und im Schutz vor illegalen Zugriffen durch Dritte liegt, aber nicht aller IP-Adressen gegenüber allen Gegenstellen und für alle Internetdienste. Bei kommerziellen Anonymisierungsdiensten hat die Anonymisierung nur solange Bestand, wie Strafverfolgungsbehörden keine unmittelbaren Abfragen kompletter VDS-Daten bei Vorlage eines &quot;bestimmte Tatsachen begründeten Verdachts einer auch im Einzelfall schwerwiegenden Straftat&quot; vornehmen wollen. Die reine Auflösung von IP-Adressen in Name und Adresse (falls diese Beziehung überhaupt bei einem kommerziellen Anonymisierungsdienst existiert und nicht durch die anonyme Nutzung eines &quot;Nutzerkontos&quot; und anonyme Bezahlung unterbunden ist) durch Auskunftsersuchen mit niedrigeren Eingriffsschwellen (s. o.) berührt der Absatz nicht.
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
Jedoch führt die Speicherungspflicht nach § 113a Abs. 6 TKG nicht dazu, dass Anonymisierungsdienste grundsätzlich nicht mehr betrieben werden können. Die Anonymisierungsdienste können ihren Nutzern weiterhin anbieten, ohne Identifizierungsmöglichkeit der IP-Adresse durch Private im Internet zu surfen. Sie ermöglichen damit Nutzern, die eine statische (und folglich offene) IP-Adresse haben, ihre Identität zu verbergen und schützen andere Nutzer vor Hackern oder sonstigem illegalen Zugriff. Aufgehoben wird die Anonymität nur gegenüber den staatlichen Behörden und dabei auch nur dann, wenn nach den engen Voraussetzungen für die unmittelbare Verwendung der nach § 113a TKG gespeicherten Verkehrsdaten ein Datenabruf ausnahmsweise erlaubt ist. Abgehalten werden damit folglich allein Kunden, deren Anonymisierungsinteresse sich gegen die in solchen besonders schwerwiegenden Fällen ermittelnden Behörden richtet. Das Angebot eines Anonymisierungsdienstes wird dadurch nicht insgesamt hinfällig.
&lt;/div&gt;
In Abs. 295 erklärt das Bundesverfassungsgericht, dass man als Betreiber eines kommerziellen  Anonymisierungsdienste konkrete Beweise zu finanziellen Belastungen aufgrund der Umsetzung und Anwendung der VDS vorlegen muss, um existenzbedrohende Eingriffe in Art. 12 Abs. 1 GG (&quot;Berufsfreiheit&quot;) zu belegen und das Bundesverfassungsgericht zu veranlassen, dieser Argumentation zu folgen.
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
Insbesondere hat sie [die Beschwerdeführerin] auch in Bezug auf Anonymisierungsdienste eine über die bei den sonstigen Telekommunikationsunternehmen hinausgehende Belastung weder für sich noch für andere Anbieter solcher Dienste hinreichend nachvollziehbar durch konkrete Zahlen belegt. Nur unter dieser Voraussetzung ließe sich aber eine Überschreitung des gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums bei der Indienstnahme der Anonymisierungsdienste feststellen. Solange die Einschätzung des Gesetzgebers nur durch Vermutungen und Behauptungen in Frage gestellt wird, kann das Bundesverfassungsgericht dieser Frage nicht nachgehen.
&lt;/div&gt;
Siehe auch (als Auswahl):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung - &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=355&amp;amp;Itemid=55&quot;&gt;Nach Urteil: AK Vorratsdatenspeicherung fordert Aufhebung der Vorratsdatenspeicherung in ganz Europa&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
FoeBuD e.V. - &lt;a href=&quot;http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/vds-verfassungswidrig&quot;&gt;Urteil des Bundesverfassungsgerichtes: Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - &lt;a href=&quot;http://www.bfdi.bund.de/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2010/09_UrteilVorratsdaten.html&quot;&gt;Lob für das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Deutscher Anwaltverein - &lt;a href=&quot;http://anwaltverein.de/interessenvertretung/pressemitteilungen/pm-0710&quot;&gt;DAV zum Vorratsdatenspeicherungs-Urteil: Jetzt muss die Politik nachbessern!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Deutscher Anwaltverein - &lt;a href=&quot;http://anwaltverein.de/interessenvertretung/pressemitteilungen/pm-0810&quot;&gt;DAV: Bezüglich Vorratsdatenspeicherung EU-Richtlinie ändern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Repoter ohne Grenzen - &lt;a href=&quot;http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/reporter-ohne-grenzen-begruesst-urteil-zur-vorratsdatenspeicherung.html&quot;&gt;Reporter ohne Grenzen begrüßt Urteil zur Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
eco e. V. - &lt;a href=&quot;http://www.eco.de/verband/202_7556.htm&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig und nichtig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
eco e. V. - &lt;a href=&quot;http://www.eco.de/verband/202_7557.htm&quot;&gt;Jetzt brauchen wir die volle Kostenerstattung für die Vorratsdatenspeicherung!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
BITKOM e. V. - &lt;a href=&quot;http://www.bitkom.org/de/presse/8477_62650.aspx&quot;&gt;BITKOM begrüßt Entscheidung des Verfassungsgerichts&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Gewerkschaft der Polizei (NRW) - &lt;a href=&quot;http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/ID/D792EDB4CED5EB06C12576DA00401F0D?Open&quot;&gt;Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verfassungskonform machen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Polizeigewerkschaft - &lt;a href=&quot;http://www.dpolg.de/front_content.php?idcatart=929&quot;&gt;Polizei kann sich nicht mehr auf Gesetzgeber verlassen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bund Deutscher Kriminalbeamter - &lt;a href=&quot;http://www.bdk.de/pressemitteilungen/artikel/strafverfolgung-und-gefahrenabwehr-werden-im-www-verfassungsrechtlich-bis-zur-gesetzlichen-neuregelung-aufgegeben&quot;&gt;Strafverfolgung und Gefahrenabwehr werden im &quot;www&quot; verfassungsrechtlich bis zur gesetzlichen Neuregelung aufgegeben&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundesverband Musikindustrie e. V. - &lt;a href=&quot;http://www.musikindustrie.de/aktuell_einzel/back/84/news/urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-ermoeglicht-fairen-ausgleich-zwischen-datenschutz-und-interessen-v/&quot;&gt;Urteil zur Vorratsdatenspeicherung ermöglicht fairen Ausgleich zwischen Datenschutz und Interessen von Rechteinhabern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Humanistische Union - &lt;a href=&quot;http://www.humanistische-union.de/presse/2010/pressedetail_2010/back/presse-2010/article/karlsruhe-hat-gesprochen-aber-die-vorratsdatenspeicherung-ist-damit-noch-nicht-endgueltig-vom-tisch/&quot;&gt;Karlsruhe hat gesprochen, aber die Vorratsdatenspeicherung ist damit noch nicht endgültig vom Tisch&lt;/a&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bundesministerium des Innern - &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/ohneMarginalspalte/03/bverfg_ds.html&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung: Stellungnahme des Bundesinnenministers&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundesministerium der Justiz - &lt;a href=&quot;http://www.bmj.de/enid/e29b82c6cba907227d8d0f95b4738f7a,1a58476d6f6465092d09093a09636f6e5f6964092d0936353639/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html&quot;&gt;Herausragender Tag für Grundrechte und Datenschutz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Deutscher Bundestag - &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_03/2010_063/01.html&quot;&gt;Innenausschuss debattierte über Urteil zu Vorratsdatenspeicherung (plus Auswirkungen auf SWIFT-Abkommen und PNR-Deals)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundestagsfraktion Die Linke - &lt;a href=&quot;http://linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1290143230&quot;&gt;Technischer K.o. für den Big Brother&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - &lt;a href=&quot;http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/329/329680.kampf_gegen_vorratsdatenspeicherung_war@de.html&quot;&gt;Kampf gegen Vorratsdatenspeicherung war erfolgreich&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundestagsfraktion FDP - &lt;a href=&quot;http://www.fdp-fraktion.de/Epochaler-Sieg-fuer-die-Buergerrechte/760c631i1p6/index.html&quot;&gt;Epochaler Sieg für die Bürgerrechte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundestagsfraktion SPD - &lt;a href=&quot;http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,51096,00.html&quot;&gt;Freiheitsrechte sind auch im Internetzeitalter zu berücksichtigen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundestagsfraktion CDUCSU - &lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__vorratsdatenspeicherung_weiter_moeglich_zuegig_neue_rechtsgrundlage_schaffen/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__14953/Inhalte.aspx&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung weiter möglich – zügig neue Rechtsgrundlage schaffen&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__endlich_rechtssicherheit_durch_die_entscheidung_des_bundesverfassungsgerichts/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__14950/Inhalte.aspx&quot;&gt;Endlich Rechtssicherheit durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__vorratsdatenspeicherung_nicht_per_se_verfassungswidrig/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__14949/Inhalte.aspx&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung nicht per se verfassungswidrig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Piratenpartei - &lt;a href=&quot;http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100302-Ein-Sieg-der-Buergerrechte-Vorratsdatenspeicherung-ist-verfassungswidrig&quot;&gt;Ein Sieg der Bürgerrechte - Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig&lt;/a&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; 
Netzpolitik / Markus Beckedahl - &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2010/kommentar-zum-vorratsdatenspeicherungs-urteil/&quot;&gt;Kommentar zum Vorratsdatenspeicherungs-Urteil&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Telemedicus / Adrian Schneider - &lt;a href=&quot;http://www.telemedicus.info/article/1663-BVerfG-zu-Vorratsdatenspeicherung-Was-geht,-was-geht-nicht.html&quot;&gt;BVerfG zu Vorratsdatenspeicherung: Was geht, was geht nicht?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
unwatched.org - &lt;a href=&quot;http://www.unwatched.org/node/1740&quot;&gt;VDS: Ein guter Tag für den Datenschutz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Save-Privacy - &lt;a href=&quot;http://blog.save-privacy.de/index.php?/archives/48-Auf-dem-Weg-zu-einer-wegweisenden-Entscheidung.html&quot;&gt;Auf dem Weg zu einer wegweisenden Entscheidung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Für weitere Beiträge surfe man die &lt;a href=&quot;http://rivva.de/http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html&quot;&gt;Rivva Resonanzen auf die Pressemitteilung des BverfG&lt;/a&gt; an.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Sueddeutsche - &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/1/505205/text/&quot;&gt;&quot;Die Normen fallen nicht vom Himmel&quot; - Interview mit Hans-Jürgen Papier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Sueddeutsche / Heribert Prantl - &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/577/504786/text/&quot;&gt;Urteil zur Vorratsdatenspeicherung: Gruslige Aussichten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Spiegel / Christian Stöcker - &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,681325,00.html&quot;&gt;Vorratsdatenurteil - Firewall für die Rasterfahnder&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
FAZ / Frank Rieger (CCC) - &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E4D4A9C13CB064211A7DF99CD5A805483~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Ein grundlegendes Urteil&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Zeit / Kai Biermann - &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2010-03/vorratsdaten-bverfg-karlsruhe&quot;&gt;Karlsruhe drückt den Reset-Knopf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Focus / die Presseagenturen - &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/vorratsdatenspeicherung-bka-will-schnell-ein-neues-gesetz_aid_486040.html&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung: BKA will schnell ein neues Gesetz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Financial Times - &lt;a href=&quot;http://www.ftd.de/politik/deutschland/:vorratsdatenspeicherung-das-ende-des-sicherheitswahns/50082686.html&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung: Das Ende des Sicherheitswahns&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
taz / Julia Seeliger - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/kurs-auf-strassburg/&quot;&gt;Kurs auf Straßburg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
taz / Christian Rath - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/ein-guter-tag-fuer-die-buergerrechte/&quot;&gt;Das Vorratsdaten-Urteil - Guter Tag für Bürgerrechte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Freitag / Julian Heißler - &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de/politik/1008-vorratsdatenspeicherung-bundesverfassungsgericht-eu-fdp-cdu&quot;&gt;Mit Sicherheit mehr Freiheit&lt;/a&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:07:07 +0100</pubDate>
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    <title>Von Datenbriefen und Internet-Führerscheinen</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1831-Von-Datenbriefen-und-Internet-Fuehrerscheinen.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Chips</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Grundrecht</category>
            <category>Infofreiheit</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Bundesinnenminister De Maizière hat im Tagesspiegel vom 28.02.2010 den Gastbeitrag &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Internet-Selbstbestimmung-Sicherheit;art141,3043666&quot;&gt;Digitaler Datenverkehr&lt;/a&gt; veröffentlicht, den man &amp;#8211; da als Meinung und Kommentar deklariert &amp;#8211; wie &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1826-de-Maiziere-ueber-Abhoerzentralen,-Sicherheitsgesetze-und-Europol.html&quot;&gt;andere Statements zuvor&lt;/a&gt;, als seine persönlichen &quot;Eckpfeiler der Internet- und Netzpolitik&quot; bezeichnen kann oder in Anlehnung an die &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/de/updates/2009/pm-spickzettel&quot;&gt;Arbeitsliste&lt;/a&gt;, die der CCC vor den Koalitionsverhandlungen ausgestellt hatte, als aktuelle Sammlung der Punkte, die er gerade auf seinem &quot;Spickzettel&quot; notiert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Was davon in die tatsächliche Internet- und Netzpolitik der Bundesregierung einfließen wird, steht noch auf einem anderen Blatt, denn dazu wird der Koalitionspartner FDP auch ein Wörtchen mitreden wollen, es gibt jenseits von De Maizière in der CDU auch noch andere Leute wie Uhl und Bosbach und die Realpolitik sieht dann auch wieder anders aus, wie zum Beispiel De Maizière &lt;a href=&quot;http://www.golem.de/0911/71554.html&quot;&gt;Abstimmungsverhalten&lt;/a&gt; zur SWIFT-Geschichte zeigte.
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
&quot;Ich hätte mir ein anderes Urteil gewünscht, aber das Urteil des Bundesverfassungsgerichts gilt. Das Gericht hat gesagt: So geht es nicht, aber anders geht es. Und ich füge hinzu: Und so muss es dann auch gehen.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bundesinnenminister De Maizière in seiner &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/ohneMarginalspalte/03/bverfg_ds.html&quot;&gt;Stellungnahme&lt;/a&gt; zum &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1833-Das-vorlaeufige-Stopp-Schild-fuer-die-Vorratsdatenspeicherung.html&quot;&gt;Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung am 02.03.2010&lt;/a&gt;.
&lt;/div&gt;
Aber wenn wir mal davon absehen und uns an den reinen Wortlaut dieser Veröffentlichung halten, was steht denn so in diesem Spickzettel?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zuerst einmal, dass der Bundesinnenminister nichts von &quot;Internet-Führerscheinen&quot; und einem &quot;Internet-TÜV&quot; hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Begriff des &quot;Internet-Führerscheins&quot; hat aus meiner Sicht zwei Ausformungen: Im Zusammenhang mit einem &quot;Internet-TÜV&quot; eine zwingend vorgeschriebene oder freiwillige Ausbildung &quot;am Gerät&quot;, sprich die Erlernung des Umgangs mit dem Computer, der Software im Zusammenhang mit der Nutzung von Internetanwendungen und -diensten, mit anschließender Prüfung und Auffrischungen erworbener Kenntnisse und Ausstellung einer &quot;Nutzungs- und Betriebserlaubnis&quot;. Auf Anbieter von Internetinhalten bezogen, könnten das Kennzeichnungspflichten oder gar &lt;a href=&quot;http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article//neue-plaene-fuer-verschaerfte-internetzensur.html&quot;&gt;Anmeldepflichten wie in China&lt;/a&gt; sein, mit Kontrolle durch staatliche Behörden, die regelmäßig nachschauen, ob auch alles seine Richtigkeit hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Über die erste Ausformung könnte man sogar in anderer Gestalt nachdenken. An einigen Schulen laufen ja bereits Projekte, um Schülern die nötige Kompetenz im Umgang mit dem Computer, dem Internet, den Medien und den eigenen Daten zu vermitteln, besonders auf &quot;Silver Surfer&quot; abgestellte Kurse oder Kurse für interessierte Bürger an Volkshochschulen vermitteln &quot;Senioren&quot; und &quot;Newbies&quot; Kenntnisse und Tipps für den Umgang mit dem Internet. Das kann man ruhig ausbauen und wenn Teilnehmer am Ende ein nett gestaltetes Zertifikat mit dem Titel &quot;Internet-Führerschein&quot; erhalten, dass sie sich an die Wand pinnen oder abheften können, warum nicht. Da man es in Deutschland gerne mit Zwängen, Verordnungen, Prüfung und Kontrolle hat, verbunden mit der Absage, auch daraus wieder ein Fach zu machen, für das es Noten, Bestrafung oder staatliche Sanktionen und Kontrolle für diejenigen gibt, die nicht in das Bild des korrekten Internetnutzers passen. Es wäre auch absurd und nicht umsetzbar, die Internetnutzung jedes Bürgers vom Erhalt eines staatlichen &quot;Internet-Führerscheins&quot; oder &quot;Internet-Zeugnisses&quot; abhängig zu machen. Das wären mit den Worten des Innenministers gesprochen die &quot;Karten&quot;, &quot;Navigationssysteme&quot;, &quot;Orintierungshilfen&quot; und &quot;Aufklärung&quot;, die sich die Bürger &quot;selbtbestimmt&quot; in &quot;Privatautonomie&quot; aneignen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die zweite Ausformung denke ich gar nicht nach, sondern lehne es ab, bis vielleicht auf die bekannten und expliziten &quot;ab 18 Bereiche&quot;. Zwangskennzeichnungen, Anmeldepflichten wie in China und Betriebsprüfungen von Inhalteanbietern wären auch in Deutschland entweder Vorstufen und Vorbereitungen oder Bestandteile von &lt;a href=&quot;http://ak-zensur.de/&quot;&gt;Zensur-Infrastrukturen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Form des &quot;Internet-Führerscheins&quot;, so wie er zum Beispiel auch von Leuten aus den Branchen für Biometrie- und Netzwerksicherheit-Lösungen oder Bereichen der Cyber-Kriminalitätsbekämpfung &lt;a href=&quot;http://www.gulli.com/news/cyberwar-kontroverse-sicherheitskonzepte-vorgestellt-2010-02-02&quot;&gt;immer wieder angedacht&lt;/a&gt; wird, wäre die technische Umsetzung einer Identifizierungs- und Authentifizierungs-Infrastruktur, die vor jedem Internet-Zugang und bei jeder Nutzung von Internet-Diensten den permanenten Identitäts-Nachweis und die Möglichkeit der jederzeitigen Rückverfolgbarkeit und Aufdeckung der Identität zwingend voraussetzt &amp;#8211; u. a. mittels eines &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1422-Die-sicheren-eCards.html&quot;&gt;&quot;Identitäts-Token&quot;&lt;/a&gt; wie dem auch vom Bundesinnenministerium geförderten &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1806-Final-Countdown-Startschuss-fuer-biometrische-Vollerfassung-und-Elektro-Perso.html&quot;&gt;elektronisch-biometrischen Personalausweises (ePA)&lt;/a&gt; oder &quot;neuen Personalausweises&quot; (nPA), wie er jetzt im Neusprech-Sprachgebrauch heißt und kontrollierter Internet-Dienste wie der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1801-No-De-Mail.html&quot;&gt;De-Mail&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ob sich der Einzug biometrischer Identifizierungsmittel und elektronischer Identitäts-Dokumente nicht in diese Richtung mit den möglichen Kollateralschäden in Gestalt weiterer Eingriffe in das Telekommunikationsgeheimnis und Aushebelung anonymisierter Nutzungsmöglichkeiten des Internets auswirken wird, kann auch der aktuelle Bundesinnenminister weder garantieren, noch ausschließen. Es bleibt auf lange Sicht gesehen fraglich, ob es in Zukunft dabei bleiben wird, dass &quot;die Bürger selbstbestimmen, ob und in welchem Umfang sie diesen elektronischen Identitätsnachweis nutzen&quot; und ob staatlich kontrollierte und reglementierte Dienste, wie es die De-Mail nun mal ist, langfristig nur &quot;zusätzlichen Möglichkeiten&quot; bleiben.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zum Komplex Datenschutz, Rechtsschutz Datenkontrolle nehme ich mal die Diskussion um den Datenbrief heraus, einer &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/datenbrief&quot;&gt;Idee des CCC&lt;/a&gt;, die De Maizière nach seinem &lt;a href=&quot;http://www.e-konsultation.de/&quot;&gt;&quot;Dialog mit der Netz-Community&quot;&lt;/a&gt; auch in diesem Spickzettel aufgreift.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst einmal ist positiv zu vermerken, dass der Bundesinnenminister feststellt, dass &quot;die Nutzer eine echte Wahl haben müssen, ob sie etwa die Weitergabe ihrer Daten akzeptieren oder nicht&quot;, denn wenn dieser Feststellung gefolgt wird, bedeutet sie die grundsätzliche Absage an jede &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Opt-out_%28Permission_Marketing%29&quot;&gt;Opt-Out&lt;/a&gt; Stategie und das grundsätzliche &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Opt-in&quot;&gt;Opt-In&lt;/a&gt;, sprich es können Daten nicht erst erhoben, gesammelt und weitergegeben werden und der Kunde, Nutzer muss seine Verneinung äußern, sondern es ist immer die Einwilligung des Kunden und Nutzers nötig. Würde aber auch bedeuten, dass Opt-In in vollem Umfang gilt und man keine Ausnahmen gewährt, wodurch sich wieder Schutzlücken auftun und Datenschutz verwässert wird. Das kennen wir ja bereits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ob er sich damit immer gegen Lobbys wie die der Werbeindustrie und die Kollegen der eigenen Partei und des Koalitionspartners durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Ich würde auch nicht defensiv darauf warten und setzen, dass sich auf Seiten der Datensammler aller Art &quot;freiwillig&quot; und &quot;selbstverpflichtend&quot; in der Hinsicht etwas bewegt. Das mag dem eigentlich positiven Grundtenor entsprechen, zuerst den Dialog zu suchen und Überlegungen anzustellen, anstatt alles sofort mit Gesetzen und Verordnungen regeln zu wollen und es entspricht auch den politischen Prinzipien der CDU und FDP, den privatwirtschaftlichen Bereich möglichst nicht zu behelligen und erst einmal selbst wurschteln zu lassen. Aber ich kann mich leider nicht an positive Entwicklungen und Resultate erinnern, die auf Selbstverpflichtungen und den Willen basierten, sich freiwillig zu reglementieren und zu beschränken. Das bleibt nicht zielführend und erfolgversprechend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Was mir zu diesem Punkt, wie auch zum Punkt der nachträglichen Datenschutzkontrolle per Datenbrief in den Ausführungen De Maizières fehlen, sind eindeutige Positionen zur staatlichen Datensammelei und Kontrolle der Daten, die staatliche Stellen gesammelt haben. Die Prinzipien der Datensparsamkeit und Datenvermeidung werden zwar angetippt, aber sie zu Eckpfeilern staatlichen Handelns zu machen und darzustellen, wo und wie sie umgesetzt werden sollen, war für mich nicht erkennbar. Dabei wäre es gerade im Angesicht der SWIFT-Debatten, dem Flugpassagierdatenaustausch, der Vorratsdatenspeicherung und auch dem von De Maizière verfolgtem Ziel, den europäischen und internationalen Datenaustausch und Vernetzungsgrad der Sicherheitsbehörden weiter voranzutreiben, äußerst interessant gewesen, wie dazu De Maizières Positionen aussehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was den Datenbrief angeht, zeichnen sich De Maizières Ausführungen wiederum dadurch aus, dass er zu gleichartigen Verpflichtungen von Stellen und Behörden des Bundes, der Länder und Kommunen nichts ausführt. Ich kann mich an die Veröffentlichungen von Datenschutz-Checkheften der Landesdatenschutzbehörden erinnern, in denen der Bürger Karten finden kann, mit denen er bei einzelnen Stellen manuell anfordern muss, welche Daten von ihm gespeichert wurden. So sollte es nicht weitergehen, sondern die staatliche Sektoren müssen auch in das Datenbrief-Konzept integriert sein &amp;#8211; wenn es zu einer Umsetzung des Datenbrief-Konzeptes kommen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Generell finde ich die Idee des Datenbriefs positiv. Schon alleine deshalb, weil an die Stelle der Holschuld des Bürgers und Kunden, um an die Auskunft zu den Daten zu gelangen, die erhoben, gespeichert, gesammelt und weitergegeben wurden, die Bringschuld des Staates und der Wirtschaft gesetzt würde. Das betrifft zum Beispiel auch die Daten einer Schufa, die man sich ab dem 1. April einmal im Jahr &lt;a href=&quot;http://www.schufa.de/de/presse/aktuellepressemitteilungen/100204.jsp&quot;&gt;selbst abholen&lt;/a&gt; muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Datenbrief steckt laut De Maizière &quot;der Teufel im Detail&quot;. Es werden mehrere Teufel sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ein Teufel wäre die Frage, wie ich an den oder die Datenbriefe komme? Ein zentraler Datenbrief, der alle Datensätze, Quellen und Ziele von der Datenerhebung bis zur Datenweitergabe in sich vereinigen würde, verbietet sich schon von selbst, denn ein besseres Gesamtprofil könnte man sich nicht vorstellen. Datenbriefe dürften nicht zu neuen Möglichkeiten führen, direkt oder über Verknüpfungen Gesamtprofile zu erstellen. Ein zentraler Datenbrief-Index, ähnlich wie man es uns bei den Antiterrordatenbanken vorgemacht hat, der Querverweise zu den eigentlichen Datenbriefen oder Meldungen zu neuen Datenbriefen enthält, die aber so gestaltet wären, dass sich trotzdem ein Dritter, der Einsicht haben könnte, kein Gesamtprofil erschließen kann, sondern nur der eigentliche Datenbriefempfänger (pseudonyme Kennungen, die der Datenbrief-Empfänger zu Klartext-Verweisen entschlüsselt?), schon eher, wenn dieser Index technisch so abgesichert werden kann, dass er nur dem Datenschutz-Empfänger zugänglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Oder setzt man sofort oder besser auf vollständige Dezentralisierung? Dann würde man entweder von jedem Unternehmen und jeder staatlichen Stelle entweder postalisch per Brief oder per signierter und verschlüsselter E-Mail die jeweiligen Datenbriefe zugestellt bekommen. Eigentlich eine der möglichen &quot;Killer-Anwendungen&quot; für die De-Mail und De-Datentresore, wenn man denn vom nPA und den De-Mail und De-Datentresor Konzepten überzeugt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Daraus dann aber die Wege und Weitergaben wirklich nachzuvollziehen, was ja auch ein Anstoß des Datenbriefs war, dürfte sich schwierig gestalten, genauso wie das Management aller erhaltenen Datenbriefe. Geht man den elektronischen Weg, wären dafür neue Anwendungen nötig, aber aus meiner Sicht auch möglich. Geht man den Papierweg, sind volle Aktenordner und Aktenwälzen angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Staat, aber auch für den Bürger, ist auch hier die Frage der Ausnahmen von Interesse. In den Sicherheitsgesetzen und innerhalb der politischen Kontrollstrukturen gibt es ja Regelungen, die für den Erfolg von Ermittlungen und nationalen Sicherheitsinteressen, Geheimhaltungspflichten und -möglichkeiten den Zugang zu Daten 
behindern, einschränken oder versagen. Hier den Ausgleich zwischen legitimen Sicherheitsinteressen des Staates und der Gefahr, dass sich der Staat zu sehr von einer Datenbrief-Pflicht herausnimmt, zu finden, wäre ein weiteres Teufelchen. Das war nur eine kleine Auswahl von Teufeln, die mir auf Anhieb einfielen. Es gibt mit Sicherheit mehr davon, aber keine Teufel, die man aus meiner Sicht nicht im Dialog, mit den vom CCC angesprochenen Beratungen mit Datenschutz- und Datensicherheitsexperten, politisch wie auch praktisch-technisch bewältigen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch, einen dicken &quot;Teufel&quot; in Sachen Datenbrief gibt es noch und das ist die sogenannte &quot;Bürgerrechtspartei&quot; FDP. Deren innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, ist im Ergänzungsartikel &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Internet-Datenschutz-Thomas-de-Maizi%E8re;art122,3043714&quot;&gt;CDU: Mehr Kontrolle von Internetdaten&lt;/a&gt; (warum hat man ihr nicht die Gelegenheit einer ausführlichen und differenzierten Gegen-Meinung gegeben?) mit den Statements zu vernehmen, dass &quot;&#039;ein solcher bürokratischer Aufwand, der mit hohen Kosten für die Unternehmen verbunden ist, durch nichts gerechtfertigt ist.&#039; Zwar teile sie die Forderung des Innenministers nach mehr Transparenz, aber &#039;man muss prüfen, ob es nicht weniger bürokratische und effektivere Wege als den Datenbrief gibt&#039;. Piltz forderte, in erster Linie müssten die Unternehmen möglichst kostenlos Daten zur Verfügung stellen, diese sollten aber von den Firmen nicht ungefragt und automatisch versendet werden müssen.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es überrascht mich natürlich nicht, dass die FDP dort mit Bürgerrechten und Datenschutz Halt macht, wo die Interessen ihrer Klienten anfangen. Zu den Statements von Gisela Piltz ist zu sagen, dass &quot;Unternehmen&quot; auch keine Kosten und keinen bürokratischen Aufwand scheuen, wenn es darum geht, für Werbezwecke, Kundenprofile, Verbesserungen der Marktpositionen und Erhöhung des Profits Daten zu erheben, zu speichern, zu sammeln, weiterzugeben oder zu verschachern. Und ohne vorherige Klärung des tatsächlichen Umsetzungaufwandes eines Datenbriefes oder den Möglichkeiten, Datenbrief-Funktionen in bestehende Strukturen zu integrieren, sofort von einem ungerechtfertigten Aufwand loszuplärren, spricht genauso eine deutliche Sprache wie ihr Bild vom Bürger und Kunden, der weiterhin als Bittsteller mit Holschuld seiner Daten habhaft werden soll. Und wo sie gerade von Transparenz spricht, sei an dieser Stelle an den von ihr eingebrachten Bundesparteitagsbeschluss &lt;a href=&quot;http://www.gisela-piltz.de/files/6076/BPT-Datenschutz.pdf&quot;&gt;Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich verbessern&lt;/a&gt; der FDP von Mitte 2008 erinnert. Wie heißt es dort so schön:
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
Die FDP fordert, die gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich mit dem Ziel zu überarbeiten, den Grundsatz der Datensparsamkeit zu stärken und seine Achtung zu gewährleisten, die Transparenz der Datenverarbeitung größtmöglich zu erhöhen und somit mehr eigenverantwortliches Handeln der
betroffenen Personen zu fördern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Datenschutzrechtliche Regelungen im nicht-öffentlichen Bereich sollen vor allem das Fundament für Transparenz und Überprüfbarkeit der Verarbeitungsprozesse legen. Nur dann können die Beteiligten eigenverantwortlich über ihre Daten bestimmen. Für die FDP ist daher insbesondere zentral, dass die Verbraucher darüber informiert werden, welche Daten zu welchem Zweck erhoben, gespeichert und verwendet
werden, wie sie diese einsehen und ggf. korrigieren können und wer die verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung ist.
&lt;/div&gt;
Ich denke, eine Umsetzung des Datenbrief-Konzepts würde gehörig zu einer &quot;größtmöglichen Transparenz der Datenverarbeitung&quot; beitragen und &quot;zentral&quot; für die Information der Verbraucher sein. Aber schöne Worte und Forderungen kann man für die Profilierung als &quot;Bürgerrechtspartei&quot; vor Wahlen und Teilhabe an der politischen Macht immer aufstellen, danach gelten das Gegenteil und die Interessen anderer Kreise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
tageszeitung (CCC) - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/denn-sie-sagen-nicht-was-sie-tun/&quot;&gt;Denn sie sagen nicht, was sie tun&lt;/a&gt; (12.03.2010)&lt;br /&gt;
FDP-Bundestagsfraktion - &lt;a href=&quot;http://www.fdp-fraktion.de/Piltz-Klares-Ja-fuer-mehr-Transparenz/752c623i1p63/index.html&quot;&gt;Piltz: Klares &quot;Ja&quot; für mehr Transparenz&lt;/a&gt; (01.03.2010)&lt;br /&gt;
tageszeitung - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/vier-minister-fuer-datenbrief/&quot;&gt;Kritik aus Wirtschaftsflügeln, vier Minister für Datenbrief&lt;/a&gt; (04.03.2010) 
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    <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:39:27 +0100</pubDate>
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    <title>Panopticlick Experimente gegen Web-Tracking</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1818-Panopticlick-Experimente-gegen-Web-Tracking.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Browser</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Die Electronic Frontier Foundation (EFF) bietet mit &lt;a href=&quot;https://panopticlick.eff.org/&quot;&gt;Panopticlick&lt;/a&gt; ein nettes Spielchen (oder Experiment) mit ernstem Hintergrund für alle Internetuser an, die sich für die Anonymisierung ihrer Browser- bzw. WWW-Nutzung interessieren oder anders gesagt, wie ihr Webbrowser konfiguriert ist und deshalb welche Informationen ausspuckt, die er mit einer Teilmenge der Browser anderer Nutzer in einer gegebenen Gesamtmenge gemeinsam hat oder auch nicht. Noch einfacher: &quot;Zeig mir, welchen Browser und wie Du ihn nutzt und ich sage Dir, wer Du bist und wo Du bist&quot;. Die meisten Internetnutzer dürfte es nicht interessieren &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ernsten &lt;a href=&quot;http://www.eff.org/deeplinks/2010/01/tracking-by-user-agent&quot;&gt;Hintergrund&lt;/a&gt; bildet die Identifizierung und Wiedererkennung von Webbrowsernutzern - das Optimum wäre: stets ein und desselben Nutzers, Verfolgung der Nutzung oder des Konsums von Webseiteninhalten über Webseiten und Websites hinweg und seine Geolokalisierung, an der sich Nutznießer und Auftraggeber der Werbeindustrie, manche Internet-Zugangsprovider, Dienste- und Inhalteanbieter oder auch Geheimdienste versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich wie beim &lt;a href=&quot;http://anonymous-proxy-servers.net/de/anontest&quot;&gt;Anontest&lt;/a&gt; vom &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1783-AN.ON,-JonDonym-Co-und-die-Vorratsdatenspeicherung.html&quot;&gt;JonDonym Anonymisierungsdienst&lt;/a&gt; oder bei &lt;a href=&quot;http://browserspy.dk/&quot;&gt;browserspy.dk&lt;/a&gt; wertet Panopticlick den charakteristischen User-Agent und HTTP_ACCEPT Header aus und sofern Javascript aktiviert ist (was bereits ein Kriterium an sich ist), installierte Browser Plugins, Zeitzone, Bildschirmauflösung, Farbtiefe, Systemschriften, ob Cookies und &quot;Supercookies&quot; per &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Cookie&quot;&gt; Flash LSOs&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/DOM_storage&quot;&gt;DOM-Storage&lt;/a&gt; möglich sind.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 564px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/27-01-10-panopticlick.jpg&quot; alt=&quot;EFFs Panopticlick&quot; width=&quot;564&quot; height=&quot;602&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Bei EFFs Panopticlick werden die Daten aber nicht nur für jeden einzelnen User ausgewertet, angezeigt und wieder verworfen, sondern anonymisiert in einer Datenbank gespeichert und mit den Datensätzen aller anderen User &lt;a href=&quot;http://www.eff.org/deeplinks/2010/01/primer-information-theory-and-privacy&quot;&gt;abgeglichen&lt;/a&gt;, um zur besagten Aussage zu kommen, wie einzigartig und identifizierbar man in der Gesamtmenge ist. Also die gleiche Aussage, an der auch die angesprochenen Kreise interessiert sind. Je mehr und länger User mit ihren verschiedenen Betribessystemen, Browsern und Konfigurationen &lt;a href=&quot;http://www.eff.org/deeplinks/2010/01/help-eff-research-web-browser-tracking&quot;&gt;mitmachen&lt;/a&gt;, desto aussagekräftiger wird der Scorewert, den man nach dem Panoption Test erhält und desto aussagekräftiger die Antwort, die man sich von dem Panopticlick Experiment seitens der EFF erhofft: Wie gut lassen sich mit &quot;Web-Tracking&quot; Methoden digitale Fingerabdrücke für Browsernutzer erstellen und wie effektiv sind sie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Einschränkend muss man sagen, dass man eigentlich umso besser in der Menge aller Browsernutzer verschwinden müsste, je mehr man den eigenen Browser genauso nutzt wie die Mehrheit oder zumindest der Durchschnitt aller Internetnutzer - wie ich annehme: mit veralteten Versionen, mit allen nur denkbaren Plugins und Erweiterungen vollgeknallt bis zum Anschlag, Javascript und Flash schön aufgedreht, Cookies immer dabei und natürlich ohne &lt;a href=&quot;http://hp.kairaven.de/bigb/asurf.html&quot;&gt;Anonymisierung&lt;/a&gt; &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleiner Tipp zur neuesten Firefox-Version am Rande: Die finden ja nicht nur diese überflüssigen Minimalthemes names &quot;Personas&quot; ganz toll, sondern auch die Geo-Lokalisierung per Google Lokalisierungsdienste, die man aber laut &lt;a href=&quot;http://www.mozilla.com/en-US/firefox/geolocation/&quot;&gt;Anleitung&lt;/a&gt; einfach und generell deaktivieren kann. Wird aber auch nur eine Teilmenge der Teilmenge abschalten, wie ich die feature-geilen Internetuser kenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
EFF - &lt;a href=&quot;http://www.eff.org/press/archives/2010/05/13&quot;&gt;Web Browsers Leave &#039;Fingerprints&#039; Behind as You Surf the Net&lt;/a&gt; (17.05.2010) 
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    <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:29:34 +0100</pubDate>
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    <title>Peers</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1814-Peers.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
            <category>Kryptografie</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Zensur / Filter</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 147px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/26-10-09-i2ppeers.jpg&quot; width=&quot;147&quot; height=&quot;829&quot; alt=&quot;I2P Peerliste&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Momentaufnahme der Peers in &lt;a href=&quot;http://www.i2p2.de/&quot;&gt;I2P&lt;/a&gt;. Nur mal so von wegen Three Strikes, Zensurgesetzen und den Big Brothers in Frankreich und im Europäischen Parlament. Es muss ja nicht immer Tor, Freenet oder eine andere schöne Lösung sein. 
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    <pubDate>Mon, 26 Oct 2009 19:49:15 +0100</pubDate>
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    <title>Nächste Generation der biometrischen Vollerfassung in den USA gestartet</title>
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            <category>Anonymität</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>CCTV / Video</category>
            <category>Chips</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Gesellschaft</category>
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            <category>Terror</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Wie die Biometrics Task Force des US-Verteidigungsministeriums in ihrer aktuellen &lt;a href=&quot;http://www.biometrics.dod.mil/Newsletter/Issues/2009/Jan/v5issue1.html&quot;&gt;Aussendung&lt;/a&gt; mitteilte, wurde am 30. Januar 2009 das &quot;Next Generation Automated Biometric Identification System&quot; (ABIS) (NGA) in Betrieb genommen und das bisherige &quot;Automated Biometric Information System&quot; (ABIS) aufs Altenteil geschickt, sprich es wird als Backup für das ABIS NGA dienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1189-ID-Nummern-fuer-den-UEberwachungsstaat.html&quot;&gt;militärische ABIS NGA für alle US-Streitkräfte und das zivile &quot;Next Generation Identification System&quot; (NGI)&lt;/a&gt; für alle Polizei- und Geheimdienstbehörden sind die beiden Multimilliarden-Dollar &quot;Manhattan Projekte&quot; auf dem Gebiet der Biometrie, die unter der Bush-Regierung angestoßen wurden und für die Bush Mitte 2008 noch schnell eine &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1578-Bush-zeichnet-noch-schnell-Direktive-zur-biometrischen-Vollerfassung.html&quot;&gt;unterstützende Direktive erlassen&lt;/a&gt; hatte. Im Grunde sind ABIS NGA und NGI nur zwei Seiten eines Systems zur Erfassung, Speicherung, dem Austausch und der Nutzung &lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;aller&lt;/span&gt; biometrischen Merkmale, deren man habhaft werden kann, denn beide System sollen aufgrund der gleichen Datenbanken, Protokolle und Formate vollständig komplementär zueinander funktionieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Langfristig sollen die beiden Systeme mit weiteren Datenbanken in einer gigantischen Plattform fusionieren, an die dann in einem weiteren Schritt Biometrie-Datenbanken von Staaten oder Gemeinschaften wie der EU angebunden werden, um so zu einem verteilten, den Globus umspannenden Biometrie Datenbank-Verbund zu mutieren, der sich dann zum Beispiel für Identifizierungs- und Authentifizierungszwecke über biometrische Erkennungssysteme in Videoüberwachungskameras, mit mobilen Überprüfungsgeräten, in Kontroll-Stellen an Grenzübergängen, Sicherheits-Schleusen in Gebäuden und dem &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1806-Final-Countdown-Startschuss-fuer-biometrische-Vollerfassung-und-Elektro-Perso.html&quot;&gt;Abgleich biometrischer Merkmale, die in elektronischen ID-Dokumenten gespeichert sind&lt;/a&gt;, von jedem angeschlossenen Staat und Streitkräften nach der Okkupation eines Landes nutzen ließe. Bedingung und Unterstützung der ehrgeizigen Langzeit-Pläne stellt die Angleichung und Harmonsierung der eingesetzten Datenbankstrukturen, Datenformate und Protokolle in allen Staaten und Staatengemeinschaften dar, die sich eines Tages in der Form zusammenschließen wollen. Ein Prozess, der zum Beispiel in der Europäischen Union mit dem Vetrag von Prüm und bilateralen Austausch-Abkommen eingesetzt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum jetzigen Anwerfen der ABIS NGA Maschinerie heißt es im &lt;a href=&quot;http://www.biometrics.dod.mil/Newsletter/Issues/2009/Jan/v5issue1_a2.html&quot;&gt;Next Generation ABIS Improves Biometric Response to Warfighter&lt;/a&gt; Beitrag der Biometrics Task Force, dass das alte ABIS ausgelegt war, 2 Millionen Einträge zu speichern und 2000 Datentransaktionen pro Tag zu bewältigen. Die ABIS Datenbanken verzeichnen aber bereits jetzt 3 Millionen Einträge, die für zu lange Antwortzeiten bei Abfragen sorgten. Demgegenüber wird ABIS NGA 4,2 Millionen Einträge speichern und 8000 Datentransaktionen pro Tag handeln können bei einer erwarteten Antwortzeit von 2 - 10 Minuten, auch wenn eine Abfrage zum Abgleich oder zur Speicherung im Irak oder in Afghanistan erfolgt, mit deren Bevölkerung die biometrische Erfassung und der Abgleich gegen das militärische Biometrie-System durchexerziert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als das alte ABIS ist das ABIS NGA von Anfang an multimodal und modular ausgelegt. Das heißt, es speichert und verarbeitet neben den biografischen persönlichen Daten biometrische Fingerabdrücke, Gesichtsbilder, Irismuster und Handabdrücke parallel nebeneinander &amp;#8211; mit der Option weitere biometrische Merkmaldaten in den Prozess einzufügen und das ABIS NGA Netzwerk mit seinen Datenbanken beliebig zu erweitern. Daneben heben die am Projekt beteiligten Techniker und Offiziere hervor, dass man neue &quot;Fusions&quot;-Algorithmen integriert habe, die zu einer geringeren Sichtung und Nachbearbeitung der biometrischen Daten durch menschliche Experten führen und den Vorgang der Durchsuchung aller biometrischer Merkmale, des Abgleichs über alle Merkmale und der Zuordnung zu einer Person drastisch automatisiert. In der Mitteilung drückte das der Produkt-Direktor für die &quot;Biometric Enterprise Core Capability (BECC)&quot; Greg Fritz so aus:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;&quot;The new technology and the fusion algorithm are the kickers, not only does the new system provide better matching algorithms against four distinct biometric modalities, it is also able to synthesize what would formerly be &#039;maybe&#039; matches (yellow resolves) in a single modality into automatic matches across multiple modalities.  This means that, around the clock, NGA will make more &#039;lights out&#039; automatic identifications, dramatically improving biometric support to Warfighters around the globe.&quot;
&lt;/div&gt; 
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    <pubDate>Fri, 13 Feb 2009 14:13:30 +0100</pubDate>
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    <title>Final Countdown Startschuss für biometrische Vollerfassung und Elektro-Perso</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1806-Final-Countdown-Startschuss-fuer-biometrische-Vollerfassung-und-Elektro-Perso.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Chips</category>
            <category>Datenschutz</category>
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            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Rein nach Datum hat jeder Bundesbürger nur noch bis zum 31. Oktober 2010 Zeit, den alten Personalausweis zu &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1145-Personalausweis-Boykott.html&quot;&gt;beantragen&lt;/a&gt;. Nach der heutigen &lt;a href=&quot;http://www.pr-inside.com/de/bundesrat-billigt-einfuehrung-elektronischer-perso-r1057645.htm&quot;&gt;Billigung&lt;/a&gt; des &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1678-Gesetzentwurf-zu-elektronischem-Personalausweis-und-elektronischer-Identifizierung.html&quot;&gt;Gesetzentwurfs über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis&lt;/a&gt; durch den Bundesrat, gibt es ab dem 1. November 2010 nur noch den elektronischen Personalausweis (ePA) mit elektronischer Identifizierungsfunktion (eID), RFID Funkchip, zwingend vorgeschriebener Erfassung eines biometrischen Gesichtsbildes, zunächst freiwilliger Erfassung biometrischer Fingerabdrücke mit Speicherung und Nutzung der biometrischen Mermale über den Chip des neuen ePA. Auch mit allen langfristigen Konsequenzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Rein nach Datum verlieren somit am 31. Oktober 2020 die letzten Pesonalausweise herkömmlicher Art ihre Gültigkeit und am 1. November 2020 beginnt die letzte Phase der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1650-Chaosradio-sendet-zum-elektronischen-Personalausweis.html&quot;&gt;biometrischen Totalerfassung&lt;/a&gt; der Bevölkerung und ihre Ausstattung mit elektronisch-funkenden ID-Dokumenten. Unter Berücksichtigung von Verzögerungen und vergesslichen Bundesbürgern dürfte diese Phase spätestens 2025 abgeschlossen sein &amp;#8211; viel Zeit, um noch einige &quot;Änderungen&quot; am ePA selbst, am Gesetz und zur Erfassung, Speicherung und Nutzung der biometrischen und elektronischen Identitäts-Daten zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
IT-Beauftragter der Bundesregierung - &lt;a href=&quot;http://www.cio.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2009/091217_finales_muster_neuer_personalausweis.html&quot;&gt;Finales Muster des neuen Personalausweises vorgestellt&lt;/a&gt; (17.12.2009)
&lt;br /&gt;
heise Newsticker - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Sicherheitsbeweis-zum-elektronischen-Personalausweis-veroeffentlicht-904255.html&quot;&gt;Sicherheitsbeweis zum elektronischen Personalausweis veröffentlicht&lt;/a&gt; (14.01.2010) 
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    <pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:03:02 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Die Expertenbefragung zur Zensur- und Filter-Infrastruktur am &quot;Tag danach&quot;</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1805-Die-Expertenbefragung-zur-Zensur-und-Filter-Infrastruktur-am-Tag-danach.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
            <category>Medien / Kultur</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Recht</category>
            <category>VDS</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Die im Beitrag &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1800-Streifzug-durch-die-Welt-der-Zensur-und-UEberwachung.html&quot;&gt;Streifzug durch die Welt der Zensur und Überwachung&lt;/a&gt; und in anderen Weblogs geäußerten Kritikpunkte an den Filter-Plänen der Bundesfamilienministerin Von der Leyen brachten auch die Experten in der Befragung des Bundestagausschusses für Neue Medien am 12.02.2009 vor. Über die Befragung und ihre Ergebnisse berichteten die Welt in &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article3194791/Machtlos-im-Kampf-gegen-Kinderpornografie.html&quot;&gt;Machtlos im Kampf gegen Kinderpornografie&lt;/a&gt;, die taz in &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/keine-webseiten-sperrung-ohne-gesetz/&quot;&gt;Keine Web-Sperrung ohne Gesetz&lt;/a&gt;, der Tagesspiegel in &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Kinderpornographie-Internet;art122,2729272&quot;&gt;Von der Leyen kämpft gegen Kinderpornographie im Netz&lt;/a&gt; Heise in &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/Experten-betrachten-geplante-Kinderporno-Sperrmassnahmen-als-wirkungslos--/meldung/132482&quot;&gt;Experten betrachten geplante Kinderporno-Sperrmaßnahmen als wirkungslos&lt;/a&gt;, Andre Meister im netzpolitik Beitrag &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2009/anhoerung-im-bundestag-internet-zensur-freiwillig-oder-per-gesetz/&quot;&gt;Anhörung im Bundestag: Internet-Zensur freiwillig oder per Gesetz?&lt;/a&gt; und die Heute im Bundestag Redaktion in &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_049/02.html&quot;&gt;Sperrung von Kinderpornografieseiten im Internet nur flankierende Maßnahme&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sich Bundesfamilien- und Bundesinnenministerium von den Aussagen der Experten beeindrucken lassen, bleibt ungewiss, wie die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1643-Notizen-zur-Sachverstaendigenanhoerung-ueber-den-Entwurf-des-BKA-Gesetzes.html&quot;&gt;Expertenbefragung zum BKA-Gesetz&lt;/a&gt; zeigte, aus der letztendlich nur die Aussagen in geringem Ausmaß Beachtung fanden, die sich für die Verabschiedung des BKA-Gesetzes nutzen ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Laut der Presseberichte und bei &quot;Berücksichtigung&quot; der Aussagen der Experten würde die &quot;Roadmap&quot; der Ministerien trotz aller Kritik so aussehen, dass die dem eco e. V. angeschlossenen Provider eine mit den Ministerien ausgearbeitete &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/updates/2009/filter-pm&quot; title=&quot;CCC: Chaos Computer Club veröffentlicht Vertrag zur Internetzensur &amp;#8211; BKA-Sperrliste soll geheim bleiben&quot;&gt;Vereinbarung mit Absichtserklärungen und unverbindlichen Selbstverpflichtungen&lt;/a&gt; unterschreiben. Da die technischen Maßnahmen wie bereits erwähnt neben zusätzlichen Aufwendungen für die Provider, die bereits durch die Vorratsdatenspeicherung belastet werden, unweigerlich mit Eingriffen in Grundrechte und das Fernmeldegeheimnis verbunden sind, werden die Ministerien die Absichten und Selbstverpflichtungen der Vereinbarung auf eine gesetzliche Grundlage stellen, was die Provider und Experten forderten und bereits vom Familienministerium angekündigt wurde. Im &lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__Das_Internet_darf_kein_moral__und_rechtsfreier_Raum_sein/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__12150/Inhalte.aspx&quot;&gt;Sprachgebrauch&lt;/a&gt; der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nennt sich das &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;den Zugang zu kinderpornographischen Seiten rechtsstaatlich abgesichert sperren&lt;/span&gt;&quot;. Wie die &quot;rechtsstaatliche&quot; Ummantelung aussieht, kann man seit Jahren bei den &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/terrorismusbekaempfung.pdf&quot;&gt;&quot;Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung seit dem 11. September 2001&quot;&lt;/a&gt; verfolgen. Nicht die Rechtsstaatlichkeit steht im Zentrum, sondern rechtsstaatliche Rechtssetzung dient, wie die CDU/CSU richtig sagt, nur noch dem Durchsetzen von Sicherheitsgesetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 Ob die &quot;rechtsstaatliche Absicherng&quot; über die reine Änderung des Telemediengesetzes durchgezogen wird, wie vom Familienministerium angekündigt oder über eine eigengesetzliche Lösung, wie vom eco e. V. gefordert, stand nach der Expterenbefragung im Raum. Auf die absurde und naive Vorstellung des BKA-Direktors Jürgen Maurers, die Analyse aller Anfragen mit anschließender Filterung einfach durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu legitmieren und sie von den Kunden abklicken zu lassen, werden sich sowohl die Ministerien, als auch die Provider nicht einlassen (können).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als technische Lösung zur Zensur von Verbindungsanfragen wird vom Familienministerium laut der Berichte zur Expertenbefragung die Methode der &quot;DNS-Manipulation&quot; beim Provider favorisiert, die auch zum &lt;a href=&quot;http://hp.kairaven.de/zensur/filterpilot2.html#top&quot;&gt;Instrumentarium der Sperrverfügungen in Nordrhein-Westfalen&lt;/a&gt; gehört. Neben der Verwendung alternativer Nameserver und direkter Einagbe von IP-Adressen kann dieser Eingriff auch durch die &lt;a href=&quot;http://hp.kairaven.de/bigb/asurf3.html#a2&quot;&gt;Weiterleitung aller Anfragen zur Namensauflösung über das Anonymisierungsnetzwerk Tor&lt;/a&gt; umgangen werden, was noch effektiver ist, da der Vorgang der Anfrage zur Namensauflösung selbst und natürlich jede angegebene IP-Adresse oder Hostnamen durch Provider nicht aufzuspüren ist, was die Relevanz der Existenz effizienter Anonymisierungslösungen unterstreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daneben möchte das Familienministerium eine informative &quot;Stopp-Anzeige&quot;, wenn die Anfrage eines Internetnutzers auf die Filter-Infrastruktur beim Provider aufschlägt, was aber mit Weiterleitungen über Proxys und damit der Zwischenspeicherung und Protokollierung der IP-Adresse des Internetnutzers verbunden ist &amp;#8211; sozusagen eine &quot;kleine Vorratsdatenspeicherng&quot; zur Zensur, für die von den Providern ebenfalls eine rechtliche Absicherung eingefordert wird. Beide Maßnahmen stehen deshalb auf dem Pogramm, weil sie am schnellsten und am billigsten zu haben wären, ohne allzu große Belastungen auf Provider- und Nutzerseite hervorzurufen, während ihre Effizienz am gerinsten ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 Eine weiter aufgerüstete Zensur- und Filter-Infrastruktur mit Deep Packet Inspektion aller Datenpakete, Analyse und Abgleich der Zusammensetzung von URLs und angefragter Dateien, Inhaltsanalysen, Wortfilter und den anderen bereits in NRW angetesteten und in China umgesetzten Mechanismen würde dagegen längere Planungs-, Test- und Umsetzungsphasen, höhrere Investitionskosten (und damit eventuelle &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1777-Hoehere-Entschaedigungs-und-Bestechungsgelder-fuer-VDS-und-TKUE.html&quot;&gt;Entschädigungszahlungen&lt;/a&gt;) mit noch tieferen Eingriffen in Grundrechte und größeren Belastungen der Netzwerkbetreiber, Internet-Provider und Internetnutzer bedeuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem persönlichen Anliegen, aktiver etwas gegen die Produktion, die Verbreitung, den Austausch und Handel von Kinderpronografie unternehmen zu wollen, was ich Frau von der Leyen sogar abnehme und abseits der verfolgten falschen Ansätze und falschen Umsetzungsstrategie teile, handelt es sich bei den derzeitigen Filter-Plänen auch um ein politisch kalkuliertes Projekt zur Profilierung in Zeiten des Wahlkampfs, Erlangung politischen Prestiges und zum Anschub eines Abstimmungsprozesses zwischen Deutschland und der EU &amp;#8211; eben nicht nur national, sondern auch auf europäischer Ebene, worauf die Äußerung des EUROPOL Direktors Max-Peter Ratzels, &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;die anderen Länder warteten auf einen Beitrag von Deutschland&lt;/span&gt;&quot;, die im Artikel des Tagesspiegels wiedergegeben wird und die Aussagen in der Rede &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1800-Streifzug-durch-die-Welt-der-Zensur-und-UEberwachung.html&quot;&gt;&quot;Radikalisierung im Internet – Herausforderung für Staat und Gesellschaft&quot;&lt;/a&gt; des Bundesinnenministers eindeutig hinweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man zur Zeit &amp;#8211; ähnlich wie im Vorfeld der Verabschiedung des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung und zur Erweiterung der BKA-Befugnisse &amp;#8211; schmerzlich vermissen kann, ist die Stille und das Ausbleiben eindeutiger Reaktionen seitens der Presse- und Journalistenverbände, die anscheinend noch nicht begriffen haben, dass eine Umsetzung und Ausweitung der Filter-Pläne auch zu handfesten Einschnitten und Eingriffen in die Pressefreiheit führt, wenn die nächste Internet-Recherche beim Provider abprallt und man sich als Journalist nicht mehr sicher sein kann, dass einem bei der Recherche nicht das Filter-System &quot;über die Schulter&quot; schaut. 
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    <pubDate>Fri, 13 Feb 2009 11:12:35 +0100</pubDate>
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    <title>Der Beschluss des EuGH zur Vorratsdatenspeicherung am &quot;Tag danach&quot;</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1803-Der-Beschluss-des-EuGH-zur-Vorratsdatenspeicherung-am-Tag-danach.html</link>
            <category>Anonymität</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Nun hat der Europäische Gerichtshof also mit seinem &lt;a href=&quot;http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=DE&amp;amp;Submit=rechercher&amp;amp;numaff=C-301/06&quot;&gt;Beschluss&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp09/aff/cp090011de.pdf&quot;&gt;entschieden&lt;/a&gt;, dass die Vorratsdatenspeicherung für alle EU-Mitgliedsstaaten formell auf der richtigen Rechtsgrundlage als &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/24/EG_%C3%BCber_die_Vorratsspeicherung_von_Daten&quot; title=&quot;Wikipedia: Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten&quot;&gt;Richtlinie&lt;/a&gt; zur Rechtsangleichung für den EU-Binnenmarkt beschlossen wurde. Übrigens nicht nur durch Rat und Kommission, sondern auch unter Mitwirkung und Ränkespielen der &quot;Großen Koalition&quot; aus Sozialdemokraten und Konservativen im Europäischen Parlament. Eine Wiederholung erleben wir gerade für die Aufweichung der Privatsphäre und des Datenschutzes im &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1593-EU-Mafia-macht-Ernst-mit-Kontrolle,-Regulierung-und-UEberwachung-des-Internets.html&quot;&gt;&quot;Telekom-Paket&quot;&lt;/a&gt;. Die Humanistische Union nahm sich bereits der rechtlichen und politischen Dimension der Entscheidung in ihrer Pressemitteilung &lt;a href=&quot;http://www.humanistische-union.de/aktuelles/neue_beitraege/neue_beitraege_detail/article/grundrechte-fuer-den-freien-binnenmarkt-verhoekert/&quot;&gt;Grundrechte für den freien Binnenmarkt verhökert?&lt;/a&gt; an und äußerte darin ihren Protest. Was zwar spannende Fragen für Historiker, Juristen und Politologen sein mag, aber mich dieses Mal nicht weiter interessiert, denn das Kind ist jetzt &quot;formal&quot; in den Brunnen gefallen und der Gerichtshof wird seine Entscheidung bestimmt nicht revidieren, so kritisch sie und das undemokratische Taktieren der EU-Institutionen mit verschiedenen Kompetenzen und Rechtsakten &lt;a href=&quot;http://www.telemedicus.info/article/1157-EuGH-Vorratsdatenspeicherung-war-harmonisierungsfaehig.html&quot; title=&quot;Telemedicus: EuGH: Vorratsdatenspeicherung war harmonisierungsfähig&quot;&gt;auch zu&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2009/07/vorratsdaten-eugh-urteil?page=all&quot; title=&quot;Zeit: Bürokraten im Talar&quot;&gt;würdigen ist&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Beschluss stellt einen schweren Schlag für alle Gegner der Vorratsdatenspeicherung dar, denn damit hat sich die Hoffnung zerstoben, dass mit einem gegenteiligen Beschluss des Gerichtshofs der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung und deren Umsetzungen in die nationalen Gesetze bereits formal die rechtliche Grundlage und Legitimation entzogen wäre, was den Widerstand und das weitere rechtliche Vorgehen gegen die nationalen Umsetzungen gestärkt hätte. Das zu beschönigen, indem man jetzt darauf herumreitet, dass der Beschluss ja &quot;nur&quot; die formelle Rechtmäßigkeit der EU VDS-Richtlinie betrifft, ist ziemlich daneben, auch wenn es der optimistischen Aufrichtung der eigenen Reihen dienlich ist. Insofern verständlich, nützlich oder vielleicht nur die Frage, wie man gerne &quot;Politk&quot; betreibt, weshalb es keiner Vertiefung bedarf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie in der Pressemitteilung des Gerichtshofs selbst formuliert und in der Pressemitteilung &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/298/79/lang,de/&quot;&gt;&quot;Nach Entscheidung zu Vorratsdatenspeicherung: Datenschützer weiter zuversichtlich&quot;&lt;/a&gt; des AK VDS oder &lt;a href=&quot;http://www.bfdi.bund.de/cln_007/nn_531002/sid_2D4277F6EC7B72477238AF2EAB1439A0/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM__06__09EuGH__Entscheidung__Vorratsdatenspeicherung.html&quot;&gt;&quot;EuGH-Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung räumt verfassungsrechtliche Zweifel nicht aus&quot;&lt;/a&gt; des Bundesdatenschutzbeauftragten aufgeriffen, geht es im Rahmen der juristischen Widerstandsmöglichkeiten nun darum, dass über die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1406-Gegen-Vorratsdatenspeicherung-ausufernde-Telekommunikationsueberwachung.html&quot;&gt;eingelegten Verfassungsbeschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; das Bundesverfassungsgericht überprüft bzw. vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lässt, ob die &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;eventuelle Verletzung der Grundrechte als Folge von mit der Richtlinie verbundenen Eingriffen in das Recht auf Privatsphäre&lt;/span&gt;&quot; durch die EU-Richtlinie selbst und das in Deutschland beschlossene &quot;Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung (Richtlinie 2006/24/EG)&quot; besteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die vom Gerichtshof angenommene Eventualität ist zu verneinen, denn das von Dir und mir permanent jeweils für sechs Monate alle Verkehrsdaten der Internet- und Telekommunikationsnutzung, Standortdaten der Handynutzung und unsere Nutzerdaten für Richter, Staatsanwälte, Polizei- und Geheimdienstbehörden zur Verfügung stehen, ist weder notwendig, noch verhältnismäßig und effektiv ist es auch nicht. Aber darüber haben nicht mehr die Regierung und die Abgeordneten der Großen Koalition im Bundestag zu befinden oder wir, sondern die Gerichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den Fortgang der Verfahren und die Entscheidungen der Gerichte knüpfen sich deshalb sowohl optimistische Erwartungen, Hoffnungen und Zweifel. Von einigen Seiten wird dabei der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Solange_II&quot; title=&quot;Wikipedia: Solange_II&quot;&gt;&quot;Solange-II-Beschluss&quot;&lt;/a&gt; des Bundesverfassungsgerichts angeführt. Verkürzt aus optimistischer Perspektive gesagt: Sieht das Bundesverfassungsgericht in Rechtsakten der EU (wie die VDS-Richtlinie), davon abgeleiteten nationalen Gesetzen (wie dem deutschen VDS-Gesetz) und Beschlüssen des Europäischen Gerichtshofs (wie zur VDS-Richtlinie) keinen wirksamen Schutz der Grundrechte gegeben, der den Grundrechten und ihrem Schutz im Grundgesetz entspricht, muss es Verfassungsbeschwerden (wie die gegen die VDS-Richtline und das VDS-Gesetz) zulassen und die darin aufgeworfenen Beschwerden und Fragen klären. Würde das Bundesverfassungsgericht das anders sehen, die Verfassungsbeschwerden nicht weiter verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun kann man bereits in der oben erwähnten Feststellung der Pressemitteilung des Gerichtshofs und seinem Beschluss den indirekten Auftrag an die nationalen Verfassungsgerichte erkennen, die Klagen bezüglich der &quot;eventuellen&quot; Grundrechtsverletzungen und das Ausmaß der Eingriffe aufzunehmen und zu verfolgen. Also: &quot;Hallo Bundesverfassungsgericht, formell ist nichts mehr am Conatiner der EU-Richtlinie zu beschliessen, aber mit dem Inhalt des Containers stimmt in Sachen Verletzung der Grundrechte und der Privatsphäre etwas nicht&quot;. Zum anderen haben Bundesgerichte &amp;#8211; darunter auch das Bundesverfassungsgericht &amp;#8211; in &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/284/79/lang,de/&quot; title=&quot;AK VDS: Bundesgerichte kritisieren Vorratsdatenspeicherung&quot;&gt;Stellungnahmen&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/274/79/lang,de/&quot; title=&quot;AK VDS: Gerichtliche Eilentscheidung: Schrittweiser Kollaps der Vorratsdatenspeicherung erwartet&quot;&gt;Eilentscheidungen&lt;/a&gt; zur Einschränkung der in Deutschland seit 2009 im vollen Umfang aktiven Vorratsdatenspeicherung erkennen lassen, dass die Vorratsdatenspeicherung mit Grundrechtseingriffen und einer präventiven Totalüberwachung verbunden ist, die Achtung des Wesensgehalts der Grundrechte und ihren ausreichenden Schutz vermissen lassen, was sich auch in &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1383-Interview-mit-dem-Praesidenten-des-Bundesverfassungsgerichts.html&quot;&gt;einigen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1534-Ex-Richter-am-Bundesverfassungsgericht-Hoffmann-Riem-zu-Sicherheitspolitik,-Vorratsdatenspeicherung-und-Online-Durchsuchung.html&quot;&gt;Äußerungen&lt;/a&gt; von Richtern des Bundesverfassungsgerichts spiegelte. Insofern ist Zuversicht und Grund zur Hoffnung durchaus angebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie das Ausmaß und die Qualität des Ausgangs der Verfassungsbeschwerden in unserem Sinne ausehen wird &amp;#8211; dazu gibt es wieder verschiedene Ansichten und Perspektiven. Statt sie lang und breit auszuwalzen, schließe ich mit meinem kleinen Glaskugelausblick. Von den gleichen Stellungnahmen, vorläufigen Beschlüssen und Interviews aus Richtung der Bundesgerichte, aber u. a. auch Beschlüssen wie zum BKA-Gesetz oder Luftsicherheitsgesetz und dem weiter bestehenden &quot;Anti-Terror &amp;#8211;&quot;Sicherheit über alles&quot; Kontext ausgehend, glaube ich nicht, dass die Gerichte die Vorratsdatenspeicherung an sich komplett scheitern lassen werden und es zum vollständigen Kollaps kommen wird, wie zum Beispiel immer wieder aus dem AK VDS zu hören ist. Als Resultat der Verfahren erwarte ich den Fortbestand der Vorratsdatenspeicherung, aber mit der Feststellung, dass sie in Teilen verfassungswidrig und deshalb Richtlinie und/oder Gesetz zur VDS durch Parlamente und Regierungsinstitutionen zu korrigieren ist und zusätzliche Beschränkungen und Kontrollen als Gegengewichte zu implementieren sind. Damit verbunden als Alternative oder Optimum, Vorratsdatenspeicherung durch &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/922-Data-Freeze-statt-VDS.html&quot;&gt;&quot;Quick Freeze&quot;&lt;/a&gt; zu ersetzen oder &quot;Quick Freeze&quot; Elemente zu integrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu dem, was 2004 ursprünglich durch den VDS-Entwurf des Quartetts Frankreich, Irland, Schweden und Großbritannien in die Welt gesetzt werden sollte und was jetzt in der Richtlinie und im deutschen Gesetz verankert ist, wären auch diese möglichen Resultate als Gewinn für Grundrechte und die Privatsphäre jedes Internet- und Telekommunikationsnutzers zu verbuchen, der aus meiner Sicht allen Aufwand im Zeitraum 2002 - 2009 gelohnt hätte, obgleich sie die Nutzer auch weiterhin nicht aus der Selbst-Verantwortung entlassen würden, mit der Unterstützung und Anwendung von Anonymisierungs- und Verschlüsselungslösungen den Selbst-Schutz ihrer Grundrechte und Privatsphäre effektiv und kreativ auszugestalten &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein P.S. muss auch noch sein. Mir ist bewußt, dass &quot;Lissabon&quot; und der aktuelle Datenschutzskandal (Bahn) an diesen Tagen im Vordergrund steht und den Beschluss des Europäischen Gerichtshofs zur EU-Richtlinie verdrängt, aber dennoch empfand ich (mal wieder) die Reaktionen und Aufnahmen auf den Beschluss in der Presse und den Sendern mit Ausnahme der hier verlinkten Beiträge als äußerst ungenügend, um nicht zu sagen erbärmlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
beck-blog - &lt;a href=&quot;http://www.blog.beck.de/2009/02/10/eugh-halt-vorratsdatenspeicherung-richtlinie-als-geeignete-rechtsgrundlage/&quot;&gt;EuGH hält Vorratsdatenspeicherung: Richtlinie als geeignete Rechtsgrundlage&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
netzpolitik - &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2009/eugh-vorratsdatenspeicherung-ist-legal/&quot;&gt;EuGH: Vorratsdatenspeicherung ist legal&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
FoeBuD - &lt;a href=&quot;http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/eugh-erklaert-vorratsdatenspeicherung-fuer-rechtskraeftig&quot;&gt;EuGH erklärt Vorratsdatenspeicherung für rechtskräftig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Futurezone - &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1502409/&quot;&gt;EuGH bestätigt Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/Europaeischer-Gerichtshof-bestaetigt-Rechtsgrundlage-fuer-Vorratsdatenspeicherung--/meldung/132247&quot;&gt;Europäischer Gerichtshof bestätigt Rechtsgrundlage für Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Wed, 11 Feb 2009 12:07:12 +0100</pubDate>
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