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    <title>ravenhorst - DNA</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/</link>
    <description>Wenn Du das Weblog liest, wirst Du nie wieder ruhig schlafen.</description>
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    <title>Digitale DNA und Fingerabdrücke für DARPAs Cyber Genome Programm</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1817-Digitale-DNA-und-Fingerabdruecke-fuer-DARPAs-Cyber-Genome-Programm.html</link>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
            <category>Rüstung</category>
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            <category>Terror</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;&quot;Ziel des Cyber Genome Programms ist es, revolutionäre Techniken für Cyber-Verteidigung und -Ermittlungen zur Sammlung, Identifizierung, Charakterisierung und Einordnung der Eigenschaften und Verbindungen von digitalen Artefakten zu entwicklen, die von Software, Daten und / oder Nutzern erfasst wurden, um die Strafverfolgungsbehörden, Spionageabwehr und  Cyber-Verteidigungsteams des US-Verteidigungsministeriums zu unterstützen. Digitale Artefakte können von aktuellen Systemen (traditionelle Computer, PDAs und / oder verteilten Informationssystemen wie &quot;Cloud Computer&quot;) erfasst werden, von kabelgebundenen und Fun-Netzwerken oder von Speichermedien. Die zu erfassenden Formate können elektronische Dokumente oder Software (um bösartige Software - Malware einzuschließen) umfassen. Das Cyber Genome Programm wird verschiedene Programmphasen und Technikfelder umspannen. Jedes der Technikfelder wird das Cyber Äquivalent zu Fingerabdrücken oder zur DNA entwicklen, um das digitale Gegenstück zu Genotypen genauso wie zu beobachteten und von ihnen abgeleiteten Phänotypen zu entwickeln, um Identität, Abstammung und den Ursprung digitaler Artefakte und Butzer zu bestimmen.&quot;&lt;/div&gt;
So lautet die verquaste und nebulöse &lt;a href=&quot;https://www.fbo.gov/index?s=opportunity&amp;amp;mode=form&amp;amp;id=0efff97ec44aada63117f050bc43d86f&amp;amp;tab=core&amp;amp;_cview=0&amp;amp;cck=1&amp;amp;au=&amp;amp;ck=&quot;&gt;Zielbeschreibung&lt;/a&gt; eines der neuen Programme des &lt;a href=&quot;http://www.darpa.mil/sto/&quot;&gt;Strategic Technology Office&lt;/a&gt; der DARPA, die sie ständig ausstößt, anlässlich der Einladung zu einer ersten Informationsveranstaltung für interessierte Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die während der vierjährigen Laufzeit von den 43 Millionen US$ profitieren wollen, die für das Cyber Genome Programm von der DARPA ausgeschüttet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Diskussionen, Programme und Politik zu Cyber-Defense, Cyber-Crime, Cyber-Spionage, Cyber-Terrorismus und Cyber-War haben ja international und insbesondere in den USA zur Zeit Hochkonjunktur. Nach den konventionellen Kriegen der Vergangenheit und Gegenwart, den Drohungen von Kriegen und Anschlägen mit ABC-Waffen, nachdem auch der Orbit mit Spionagesatelliten und militärischen Abwehrsystemen kolonisiert wurde und die kleine oder organisierten Kriminalität im Real-Life plagt, drängen sich seit einiger Zeit die militärischen und polizeilichen Fronten im Internet und in Netzwerken in den Mittelpunkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Je nach Ausrichtung sind es mal wieder die &quot;Horden der gelben Gefahr&quot;, die ihre Hacker- und Spionagebrigaden ins virtuelle Feld führen oder die &quot;ausländischen Spione des Westens&quot;, die zu &quot;Cyber&quot; Krieg und &quot;Cyber&quot; Spionage blasen. Übergreifend geeint im Krieg gegen einen nicht-staatlichen &quot;Cyber&quot; Terrorismus als Fortsetzung des &quot;Krieges gegen den Terror&quot; mit Militär- und Polizeinsatz außerhalb der Netze, der bis jetzt mehr als Schreckgespenst existiert. Und wäre es nicht schrecklich genug, gibt es auch noch das große Feld der &quot;Cyber&quot; Kriminellen, denen &amp;#8211; wenn man den Pressemeldungen und -mitteilungen folgen will &amp;#8211; tagtäglich Millionen zum Opfer fallen und die Millionen von Internetnutzern, die sich &quot;cyber-kriminell&quot; betätigen können oder das Potential zum &quot;Cyber-Kriminellen&quot; oder &quot;Cyber-Terroristen&quot; in sich bergen, wenn man sie und das Netz nicht der fürsorgenden und strengen  Regulierung, Kontrolle, Überwachung und Strafverfolgung unterwirft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich gibt es vieles vom &quot;Cyber-Bösen&quot; &amp;#8211; mehr oder weniger. Eben vieles, was auch außerhalb der Netze und Netzwerke existiert und sich technisch umsetzen lässt. Ist ja eine Binsenweisheit. Deshalb ist verständlich, dass man auch in Unternehmen, staatlichen Institutionen, Netzwerken und im Internet tatsächlichen Bedrohungen und Gefahren mit sinnvollen und abgewogenen Maßnahmen und Techniken begegnet. Das sich darüber alle Geister streiten und das Pendel im letzten Jahrzehnt immer mehr und einseitig in Richtung Sicherheit und Ordnung ausgeschlagen ist, dürfte klar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So mag auch ein Projekt wie das &quot;Cyber Genome Programm&quot; wie viele ähnliche Programme nur ein zweckmäßiger Ansatz zur Bekämpfung des &quot;Cyber-Bösen&quot; sein, wenn es nicht schon aufgrund seiner nebulösen Umschreibung nach Dingen wie &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1770-Zukunftsplaene-des-EU-Innen-und-Justizministerrats.html&quot;&gt;Techniken zur &quot;Online-Durchsuchung&quot;&lt;/a&gt;, der &lt;a href=&quot;http://wiki.kairaven.de/open/surv/dpi&quot;&gt;Deep Packet Inspection&lt;/a&gt; Durchleuchtung in Systemen wie &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1644-Spione-und-Heimatschuetzer-lassen-zur-Cybersecurity-Initiative-ein-wenig-die-Hosen-runter.html&quot;&gt;Einstein&lt;/a&gt;, dem Durchsieben des Netzwerkverkehrs mit &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1668-Was-die-NSA-Abhoerprogramme-wirklich-belauschen.html&quot;&gt;Überwachungsprogrammen&lt;/a&gt;, der &lt;a href=&quot;http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/events/3468.en.html&quot; title=&quot;26c3: Practical Attacks Against Authorship Recognition Techniques&quot;&gt;Nutzeridentifizierung&lt;/a&gt; oder der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1640-Wie-waere-es-mit-weltweiter-IP-Spurverfolgung-gegen-die-Anonymitaet.html&quot;&gt;IP-Spurverfolgung&lt;/a&gt; stinken würde. Zumal, wenn eine eine Behörde des US-Militärs, das sich auf dem Gebiet der &quot;Sammlung, Identifizierung, Charakterisierung und Einordnung&quot; biometrischer Merkmale &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1807-Naechste-Generation-der-biometrischen-Vollerfassung-in-den-USA-gestartet.html&quot;&gt;sehr engagiert&lt;/a&gt; zeigt, davon anfängt, Begriffe und Techniken der DNA- und Genom-Analyse auf uns und unsere Daten zu übertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
NewScientist - &lt;a href=&quot;http://www.newscientist.com/article/mg20527465.500-a-telescope-that-sets-its-sights-on-cybercrime.html&quot;&gt;A telescope that sets its sights on cyber-crime&lt;/a&gt; (04.02.2010)&lt;br /&gt;
Federal Computer Week - &lt;a href=&quot;http://fcw.com/articles/2010/01/29/web-darpa-cyber-genome.aspx&quot;&gt;DARPA: Calling all cyber geneticists&lt;/a&gt; (29.01.2010)&lt;br /&gt;
Federal Computer Week - &lt;a href=&quot;http://fcw.com/articles/2010/01/26/web-darpa-cyber-genome-program.aspx&quot;&gt;DARPA eyes digital fingerprints to track computer attacks&lt;/a&gt; (26.01.2010)&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Europaeischer-Polizeikongress-Deutschland-stellt-sich-der-Cyber-Herausforderung-920614.html&quot;&gt;Europäischer Polizeikongress: Deutschland stellt sich der Cyber-Herausforderung&lt;/a&gt; (02.02.2010) 
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    <pubDate>Wed, 27 Jan 2010 11:16:18 +0100</pubDate>
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    <title>Wie sich die EU an die Fingerabdrücke von Kindern heranmacht</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1685-Wie-sich-die-EU-an-die-Fingerabdruecke-von-Kindern-heranmacht.html</link>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
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            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    In den Mitgliedstaaten der EU tasten sich die Regierungen nach und nach an das frühestmögliche Alter von Kindern heran, denen man ihre Fingerabdrücke abnehmen will. Im Jahr 2008 lag der Konsens aller Institutionen der EU bei 12 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1322-Das-BIODEV-II-Projekt-fuer-die-zentrale-biometrische-Vollerfassung.html&quot;&gt;BIODEV II Projekt&lt;/a&gt; dient nicht nur dazu, die Erfassung, Speicherung und den Abgleich biomterischer Merkmale von Visumsantragstellern zu testen und zu optimieren, sondern auch der Beantwortung der Frage, ab welchem Alter man Menschen Fingerabdrücke abnehmen und sie weiterverarbeiten kann. Das geht aus dem &lt;a href=&quot;http://www.statewatch.org/news/2008/oct/eu-com-fp-children-rep.pdf&quot;&gt;Zwischenbericht des BIODEV II Projekts über &quot;Children Fingerprinting&quot; an die EU-Kommission vom 5. September&lt;/a&gt; hervor. Der Bericht stellt zwei Probleme bei der Nutzung von Kinderfingerabdrücken heraus: Die Größe von Kinderfingerabdrücken zum Zeitpunkt ihrer Erfassung und die Veränderung ihrer Größe durch das Wachstum, die eine Identifizierung und den späteren Abgleich erschweren.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 450px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/16-10-08-biodev_fingerprint.jpg&quot; alt=&quot;Kinderfingerabdrücke BIODEV II&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abbildung aus dem BIODEV II Zwischenbericht.
&lt;/div&gt;
Nach Auswertung von Testdaten der Fingerabdrücke der Kinder von Visumsantragstellern, die in den Konsulaten der am BIODEV II Projekt beteiligten Staaten biometrisch erfasst wurden, stellt der Bericht fest, dass sich zwar zwischen 6 und 14 Jahren die Qualität von Kinderfingerabdrücken verbessert und Fingerabdruck-Scanner mit hoher Auflösung (mindestens 500dpi) nötig sind, aber die Beamten der Konsulate keine Probleme gehabt hätten, die Fingerabdrücke von 6 - 12-jährigen Kindern zu erfassen und die Qualität der Fingerabdrücke von 6-Jährigen ausreichend sei, um beim direkten 1:1 Abgleich eine hohe Erfolgsrate zu erreichen. Der 1:N Abgleich (Abgleich eines Kinderfingerabdrucks gegen viele/alle Kinderfingerabdrücke) wurde nicht gestestet, weil &quot;nicht genügend Informationen vorlagen&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Es gäbe auch keine &quot;signifikanten Unterschiede&quot; bei der Nutzung von Kinder- oder Erwachsenen-Fingerabdrücken auf &quot;praktischer Ebene&quot; (Erfassung und Abgeich in Kosnulaten, Grenzkontrollstellen usw.) trotz der Größenänderung aufgrund des Wachstums bei Kindern. Die BIODEV II Macher ziehen deshalb den Schluß, dass &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;obschon das Training der Konsulatsbeamten und die Scanner-Software zu verbessern ist, um Fingerabdrücke mit besserer Qualität zu erhalten, die BIODEV Experimente die Machbarkeit und Zuverlässigkeit der Fingerabdrucknutzung von 6-jährigen Kindern gezeigt hätten.&lt;/span&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie werden sich also langfristig nach Experimenten an Einwandererkindern, &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1256-Weg-frei-fuer-Fingerprinting-an-britischen-Schulen.html&quot;&gt;Schülern&lt;/a&gt; und den 12-jährigen Kindern an die Fingerabdrücke 6-jähriger Kinder für Visa, ePässe, ePAs und polizeiliche und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/663-Die-Totalueberwachung-der-britischen-Kinder.html&quot;&gt;Kinder-Datenbanken&lt;/a&gt; heranmachen, trotz &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1611-Wie-Wahnsinnige-mit-Fingerabdruecken-jonglieren.html&quot;&gt;kritischer Untersuchungen&lt;/a&gt; und Bedenken zum Datenschutz und zur Datensicherheit gespeicherter Biometrie-Merkmale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Laut des &lt;a href=&quot;http://www.statewatch.org/news/2008/dec/ep-libe-finger-printing-children-report.pdf&quot;&gt;Berichts und Kompromisentwurfs&lt;/a&gt; zur &quot;Regulation of the European Parliament and of the Council amending Council Regulation (EC) No 2252/2004 on standards for security features and
biometrics in passports and travel documents issued by Member States&quot; des LIBE Ausschusses des Europäischen Parlaments vom 03.12.2008 hat man sich auf folgende Änderungen geeinigt: Vorerst werden Kindern ab 12 Jahren für ePässe die Fingerabdrücke abgenommen. Die Mitgliedsstaaten, die bereits eine Abnahme ab 6 Jahren in ihren Gesetzen verankert haben, dürfen das auch weitere vier Jahre tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da laut der im Bericht enthaltenen gemeinsamen Erklärung des Rates und des Parlaments &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;der Pass selbst nur ein Glied einer Sicherheitskette darstellt, die bei der Vorlage der Geburtsurkunden beginnt, über die Erfassung biometrischer Daten geht und beim Abgleich an den Grenzkontrollpunkten endet, diese Kette nur so sicher wie ihr schwächstes Glied ist&quot;&lt;/span&gt; und die Geburtsurkunden das Ziel von Fälschungen sind, wird man auch die Dokumente, die Identität und Abtsammung nach der Geburt ausweisen, zusätzlich technisch aufrüsten. Das könnte dann nach Vorbild des ePasses ein digitales Geburtsdokument sein. Die Frage ist, wie man die Elternschaft bzw. Abstammung / Verwandtschaft in so einem Dokument nachweisen will. Da biometrische Gesichtsbilder und Fingerabdrücke bei Neugeborenen keinen Sinn machen, würde sich eigentlich nur die DNA anbieten und damit genau der Weg des Verwandtschaftabgleichs, der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1404-Die-Gier-nach-DNA-in-Grossbritannien.html&quot;&gt;in Großbritannien&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1324-Frankreichs-Immigranten-als-Versuchskaninchen-fuer-die-DNA-Erfassung.html&quot;&gt;in Frankreich&lt;/a&gt; beschritten wurde. Aus Sicht der Sicherheitsfanatiker in der EU wäre eine Eltern-Kind Datenbank und ein digitales Geburtsdokument mit einem Chip, in denen die DNA Profile von Eltern und Kindern gespeichert und miteinander verknüpft wären, das Optimum.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
Statewatch - &lt;a href=&quot;http://www.statewatch.org/news/2008/oct/ep-ludford-letter-fp-children.pdf&quot;&gt;Fingerprinting children for EU passports: The European Parliament Civil Liberties Committee voted in favour of fingerprinting children from the age of 12&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Statewatch - &lt;a href=&quot;http://www.statewatch.org/news/2008/sep/eu-passports-fingerprinting-children-12-ep-prel.pdf&quot;&gt;Background: Civil Liberties Committee votes for finger-printing children from the age of 12 and above for EU passports (EP press release)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bundesinnenminister Schäuble - &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Reden/2008/10/BM__Schengen__Europaunion.html&quot;&gt;Schengen nach der Erweiterung – eine erste Bilanz&lt;/a&gt; Rede anlässlich des &lt;a href=&quot;http://www.europa-union.de/fileadmin/files_eud/PDF-Dateien_EUD/EUD_Veranstaltungen/2008/EUD_PRO_KOOP_dbb_Einladung_15.10.08.pdf&quot;&gt;Europäischen Abends&lt;/a&gt; der &lt;a href=&quot;http://www.europa-union.de/&quot;&gt;Europa-Union Deutschland&lt;/a&gt; am 15.10.2008, der ganz im Zeichen von &quot;Schengen und dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität&quot; stand&lt;br /&gt;
Futurezone - &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1501647/&quot;&gt;Chip-Reisepass (und Fingerabdrücke) für Kinder ab zwölf&lt;/a&gt; (14.01.2009) 
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    <pubDate>Thu, 16 Oct 2008 12:31:21 +0200</pubDate>
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    <title>Ausblicke auf die Identifizierung der nächsten Generation</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1625-Ausblicke-auf-die-Identifizierung-der-naechsten-Generation.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Im Sommer 2008 sprach das Signal Magazin für den Artikel &lt;a href=&quot;http://www.afcea.org/signal/articles/templates/Signal_Article_template.asp?articleid=1694&amp;amp;zoneid=241&quot;&gt;Bureau Beefs Up Biometrics Capabilities&lt;/a&gt;
 mit Thomas E. Bush III, dem stellvertretenden Direktor der &lt;a href=&quot;http://www.fbi.gov/hq/cjisd/cjis.htm&quot;&gt;FBI Criminal Justice Information Services (CJIS)&lt;/a&gt;, die u. a. die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1497-Biometrische-Vollerfassung-und-Identifizierung-fuer-Interpol-und-darueber-hinaus.html&quot;&gt;IAFIS &lt;/a&gt;Finger- und Handlächenabdruck-Datenbank des FBI betreiben und mit &lt;a href=&quot;http://www.washingtontechnology.com/print/23_04/32392-1.html&quot; title=&quot;A conversation with Barbara Humpton&quot;&gt;Barbara Humpton&lt;/a&gt;, verantwortliche Direktorin in der &lt;a href=&quot;http://www.lockheedmartin.com/isgs/tss/&quot;&gt;Abteilung für Transport und Sicherheitslösungen&lt;/a&gt; bei &lt;a href=&quot;http://www.lockheedmartin.com/products/Biometrics/index.html&quot; title=&quot;Lockheed Martin - Biometrics&quot;&gt;Lockheed Martin&lt;/a&gt;, über das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1189-ID-Nummern-fuer-den-UEberwachungsstaat.html&quot;&gt;Next Generation Identification (NGI) Projekt&lt;/a&gt;. Beim FBI ist das CJIS federführend für das NGI, während Lockheed Martin das Firmenkonsortium führt, das mit der Entwicklung des NGI Rahmenwerks beauftragt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Laut des Artikels und der Aussagen der beiden Verantwortlichen unterteilt sich das Next Generation Identification Projekt in mehrere Baustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Humpton wird das NGI System für das FBI und Nutzer des NGI schrittweise zu einem &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Serviceorientierte_Architektur&quot; title=&quot;Wikipedia: Serviceorientierte Architektur&quot;&gt;SOA&lt;/a&gt;-Rahmenwerk aufgebaut, das auf Standards zur Speicherung und Verarbeitung aller jetzt und zukünftig zu erfassenden biometrischen Merkmale beruht und anbieterneutral die leistungsfähigsten und zuverlässigsten Algorithmen für Erkennungs- und Abgleichprozesse integriert. Wie Humpton sagt, erhält der FBI Stab mit dem NGI Möglichkeiten, &quot;verschiedenste [multimodal-biometrische] Techniken per Plug an Play zu nutzen, ohne an irgendeinen speziellen Anbieter gebunden zu sein und mit der Zeit neu aufkommende, führende [biometrische] Techniken für das NGI zu adaptieren.&quot; Bush verwies mit Blick auf die seit 2001 ausgebauten Beziehungen zwischen CJIS und dem &quot;Biometric Fusion Center&quot; der &lt;a href=&quot;http://www.biometrics.dod.mil/&quot;&gt;Biometric Task Force (BTF) des US-Verteidigungsministeriums&lt;/a&gt; auf das &quot;Next Generation AFIS (NG-AFIS)&quot; System, dem in der Entwicklung befindlichen Parallelsystem  der U. S. Army zum NGI, auf die Bedeutung der Entwicklung und Nutzung gemeinsamer Standards für die Interoperabilität zwischen NGI und NG-AFIS.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 143px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/01-09-08-btclogo.gif&quot; alt=&quot;BTF Logo&quot; width=&quot;143&quot; height=&quot;150&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BTF Logo.
&lt;/div&gt;
Das bedeutet, dass man sich für das NGI zunächst auf ein verbessertes Fingerabdrucksystem konzentriert, da das bisherige IAFIS-System wegen des Anstiegs auf 57 Millionen gespeicherter Abdrücke (lt. Bush) und der Notwendigkeit der Beschleunigung der Abgleichprozesse, die ebenfalls aufgrund neu hinzugekommener &quot;Nutzer&quot; drastisch angestiegen sind, an seine Limits angelangt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Danach wird das NGI-System laut Bush und Humpton immer wieder um neue Techniken zur Identifizierung und für den Abgleich von Handflächen, Augeniris, Gesichtern, Stimmen, der Gangart oder auch der Ohrläppchengeometrie ergänzt werden, sobald Entwickler und Anbieter Algorithmen vorweisen können, die sich für das NGI als zuverlässig genug erweisen. Neben den CJIS und der Biometric Task Force spielt für die Standardisierung, Tests und Auswahl biometrischer Algorithmen udn Programme für das NGI das National Institute of Standards and Technology (NIST) eine &lt;a href=&quot;http://www.nist.gov/public_affairs/factsheet/biometrics.htm&quot;&gt;entscheidende Rolle&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Später könne laut Bush auch die DNA als weiteres &quot;biometrisches Tool&quot; hinzukommen, sobald &quot;medizinische, gesetzliche und datenschutzrechtliche Fragen geklärt seien&quot;, denn schließlich gäbe es für verschiedene Straftaten die Erlaubnis zur DNA-Erfassung, worauf sich das NGI einstellen muss. Das heißt, zukunftorientiert und offen wird später mit dem NGI-System (und dem NG-AFIS der Army) die gesamte Bandbreite aller biometrischen Merkmale gespeichert und abgeglichen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächste Stufe, wenn der Aufbau von NGI und NG-AFIS abgeschlossen ist, besteht laut Bush in der engeren Einbindung des NGI in die Geheimdienst-Community und dann in die internationale Gemeinde. Man habe schon immer eine Menge bilateraler Übereinkünfte zur Übermittlung und Überprüfung von Abdrücken per Fax oder Versand gehabt, sagt Bush und fährt fort, &quot;dass wir aber irgendetwas brauchen, das sicherer ist, das die Privatsphäre von Individuen schützt, das all den Datenaustauschgesetzen entspricht, die es gibt. Es gibt eine Menge Interesse daran und ich glaube eine Menge Bedarf, das mit effizienten Methoden in Echtzeit zu machen.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Bush als nächte Stufe bezeichnet und umschreibt, ist der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1189-ID-Nummern-fuer-den-UEberwachungsstaat.html&quot;&gt;internationale &quot;Server In The Sky&quot; Datenbank- und Netzwerkverbund&lt;/a&gt; zwischen NGI/NG-AFIS und den Biometriedatenbanken aller anderen Staaten, über den in Zukunft statt per Fax, E-Mail oder Luftpost der Austausch und Abgleich biometrischer Daten weltweit erfolgen soll. 
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    <pubDate>Mon, 01 Sep 2008 11:12:51 +0200</pubDate>
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    <title>Wie Wahnsinnige mit Fingerabdrücken jonglieren</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1611-Wie-Wahnsinnige-mit-Fingerabdruecken-jonglieren.html</link>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Chips</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Politik</category>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Der Guardian berichtet im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.guardian.co.uk/politics/2008/aug/15/idcards&quot;&gt;ID card scheme faces new hurdle&lt;/a&gt; über &quot;frische Probleme&quot; für das nationale Identitätsschema in Großbritannien und die dafür notwendige biometrische Erfassung der britischen Population. Aber was der Guardian als &quot;frische Probleme&quot; bezeichnet, ist Kritikern und kritischen Wissenschaftlern schon lange bekannt und andere Zeitungen hattten bereits im Juni über die neuen, alten Probleme berichtet &amp;#8211; wie zum Beispiel Silicon im Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.silicon.com/publicsector/0,3800010403,39249422,00.htm&quot;&gt;Warning: ID cards face fingerprint errors&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neue, alte Problem hat mit der korrekten Erfassung und dem korrekten Abgleich des biometrischen Fingerabdrucks zu tun. Für verschiedene Teile der Population ist das nicht zu gewährleisten. Neben Personen mit beschädigten oder stark verschmutzten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fingerabdruck&quot; title=&quot;Wikipedia: Fingerabdruck&quot;&gt;Minutien und Papillarleisten&lt;/a&gt; &amp;#8211; den Rillen auf der Fingerkuppe &amp;#8211; gilt dies vor allem für Kinder und Jugendliche, deren Fingerabdruckrillen sich noch ausprägen und verändern und für ältere Personen. Das hat aber zum Beispiel die EU nicht angefochten, sich auf die &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23223/1.html&quot;&gt;Erfassung der Fingerabdrücke von Kindern&lt;/a&gt; zu einigen, während sich das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/283-Loest-ihn-ab!.html&quot;&gt;neofaschistische Italien unter Berlusconi&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article2157628/Italien_will_Fingerabdruecke_von_Roma-Kindern.html&quot;&gt;zuerst an die Fingerabdrücke der Roma-Kinder&lt;/a&gt; heranmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf das bekannte Problem hatte die Biometrics Assurance Group (BAG), einem wissenschaftlichen Beratungsgremium, das 2005 auf Anregung des Innenausschusses des britischen Parlaments eingerichtet wurde, um die Entwicklung des &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/467-NO2ID-kaempft-gegen-ID-Cards.html&quot;&gt;Identitätsschemas&lt;/a&gt; zu begleiten, in ihrem &lt;a href=&quot;http://www.ips.gov.uk/identity/downloads/FINAL-BAG-annual-report-2007-v1_0.pdf&quot;&gt;Jahresbericht 2007 vom Juni 2008&lt;/a&gt; deutlich hingewiesen. Dort heißt es:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;False match effects on large databases:&lt;/span&gt; BAG raised concerns regarding the statements made by John Daugman in the media regarding the false match rates in large databases.&lt;br /&gt;
IPS [Anm.: &lt;a href=&quot;http://www.ips.gov.uk/&quot;&gt;Identity &amp;#38; Passport Service&lt;/a&gt; des Innenministeriums] explained that the figures used by Daugman appeared to be based on the &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/NIST&quot; title=&quot;Wikipedia: NIST&quot;&gt;NIST&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/432-Mission-US-VISIT-completed.html&quot;&gt;US-VISIT programme&lt;/a&gt; which uses two fingerprints rather than the ten which will be used in the NIS [Anm.: &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/467-NO2ID-kaempft-gegen-ID-Cards.html&quot;&gt;National Identity Register&lt;/a&gt;]. However the scenario depicted (of a false match rate of 1 in 1000) would still be within IPS&#039;s capability and could be dealt with by existing resources within the fingerprint bureau. Nonetheless, an enlarged fingerprint bureau is already planned to ensure exceptions can be handled.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;Exception handling:&lt;/span&gt; BAG was particularly concerned with the plans for exception handling, noting that it would be a large part of the NIS (for example, more than 4 million people are over the age of 75 in the UK, a group for which it is hard to obtain good quality fingerprints). Exception handling has a large impact not only on the technical elements of the Scheme but on business processes, schedules and costs. BAG provided a strong endorsement of the importance of research in this area.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;BAG recommended&lt;/span&gt; that research &amp;#38; development funding be used for investigation of the exception handling issues raised in the RNIB report and similar areas.&lt;/div&gt;
Das heißt, wenn man von zwei Fingerabdrücken wie beim US-VISIT oder auch beim &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1597-Bitte-halten-Sie-Ihren-ePA-an-das-Lesegeraet.html&quot;&gt;elektronischen Personalausweis&lt;/a&gt; und ePass ausgeht, bekommt man eine Fehlerkennung pro 1000 Personen, die das IPS laut des Berichts mit seinen jetzigen Ressourcen managen könnte. US-VISIT und das britische Identitätsschema gehen aber schon längst &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1434-Ab-2009-UEberall-zehn-Fingerabdruecke-bei-Einreise-in-die-USA.html&quot;&gt;von allen zehn Fingerabdrücken&lt;/a&gt; aus. Damit bekommt man bereits per se höhere Fehlerraten. Um die zu kompensieren, muss man die Ressourcen der Identitätsbehörden aufstocken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein die Gruppe der Älteren über 75 Jahre, bei denen es zu Problemen und hohen Fehlerraten und damit auch zu Fehlfunktionen im Identitätssystem kommen wird, macht in Großbritannien bereits 4 Millionen aus. Der Guardian verweist auf &quot;amerikanische Experten&quot; (wohl vom NIST), nach denen die problematischen Anteile unter der erwachsenen Bevölkerung 2 - 5% ausmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Für Deutschland wären das &lt;a href=&quot;http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/AI/IC/Publikationen/Jahrbuch/Bevoelkerung,property=file.pdf&quot;&gt;laut dem Jahrbuch 2007 des Statistischen Bundesamtes&lt;/a&gt; im Jahr 2005 in der Gruppe der 18- bis 65-Jährigen und mehr 1.357.611 bis 3.394.029 Millionen Erwachsene, bei denen es mit Erfassung und Abgleich hapern würde. Im Vereinigten Königreich (England, Wales, Schottland und Nordirland) wären es laut der &lt;a href=&quot;http://www.statistics.gov.uk/downloads/theme_population/KPVS33_2006/FINAL_KPVS2006-web.pdf&quot;&gt;Statistik für Mitte 2006&lt;/a&gt; des Office for National Statistics in der Gruppe der 16 - 75 und mehr Jahre alten Erwachsenen 981.000 Tausend bis 2.452.500 Millionen. Wahrscheinlich hat man wegen des desaströsen Gesamteindrucks die Effekte bei Kinderfingerabdrücken gleich ganz weggelassen. Die Sicherheitspolitiker und Identitätsbehörden können nur hoffen, dass es wirklich zu Bevölkerungsrückgängen kommt, um mit kleineren Margen konfrontiert zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun könnte man natürlich sagen &amp;#8211; wenn man dem biometrischen Erfassungswahn nicht ganz entsagt &amp;#8211; das man einfach und besser wenigstens auf die Alten und Jungen verzichtet, schon allein, weil es doch immer auch um &quot;Kostenersparnisse&quot; gehen soll. Aber Fehlanzeige, bei der Überwachung und Kontrolle von der Wiege bis zur Bahre spielen Kosten weniger eine Rolle, denn schließlich handelt es sich um ein global konzertiertes systematisches Programm, was abgespult wird. Es mag ja auch Terror-Opas und -Omas geben, die sich mit Krückstock und falschem ePass über die Grenzen einschleichen wollen, um sich mit den heimischen Schläfern und Terrorzellen zu vereinigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie man den Heerscharen der schlecht oder gar nicht erfassten und abgeglichenen Bevölkerungsteilen und Einreisenden Herr werden kann, beschreibt ein Sprecher des IPS im Guardian Artikel auf gerade wahnwitzige Weise. Die erste Maßnahme ist die Behauptung, &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;das selbst in der 75+ Gruppe die Fingerabdruckqualität normalerweise perfekt zu gebrauchen sei&lt;/span&gt;.&quot; Denn was nicht sein darf, existiert nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Maßnahme betrifft die oben angesprochene Aufstockung der Ressourcen im IPS, die natürlich auch die Erhöhung des Finanzbedarfs um zig Millionen Pfund bedeutet. Dazu sagt der Mann vom IPS allen Ernstes: &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;Für die sehr seltenen Ereignisse (wie gesagt, wir sprechen von Hunderttausenden bis Millionen), bei denen ein Fingerabdruckabbild einmal unter die Qualität fallen sollte, die für den automatischen Abgleich erforderlich ist, wird er an einen Fingerabdruckexperten übermittelt, der die Kodierung manuell durchführt, so dass er in der Datenbank gespeichert werden kann (...) ein Fingerabdruckexperte könnte genauso zwei Fingerabdrücke manuell vergleichen, um die Identität einer Person zu bestätigen.&lt;/span&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sieht schon förmlich die Büros von &quot;Fingerabdruckexperten-Bürokraten&quot; kafkaesker Dimensionen wie im Film &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Brazil&quot; title=&quot;Wikipedia: Brazil&quot;&gt;Brazil&lt;/a&gt; und Grenzposten zugeteilte Fingerabdruckexperten-Bürokraten vor sich, wie sie, mühsam mit Lupe und einem Grafikprogramm bewaffnet, Fingerabdrücke begutachten und nachzeichnen. Das ist Wahnsinn mit Methode. Über die Fehlerraten der Experten-Bürokraten, die sie mit ihrem Gepinsel und Beäugen produzieren können, spricht niemand. Vielleicht können &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1356-Auf-dem-Weg-zum-heiligen-Gral-des-biometrischen-Fingerabdrucks.html&quot;&gt;neuartige Voodoo-Erfassungssysteme&lt;/a&gt; die Erlösung bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die BAG hat noch einen Trumpf in petto, wie man das sich abzeichnende Gemurkse mit den biometrischen Fingerabdrücken kompensieren könnte. Die Empfehlung des BAG würde allerdings die weitere Ausweitung der biometrischen Erfassung mitbringen und gibt uns ein Signal, was nach der vollständigen Umsetzung der heutigen biometrischen Erfassung kommen wird. Im Bericht der BAG heißt es:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;The use of iris in the NIS:&lt;/span&gt; BAG raised concerns that the use of iris biometric technology was not mandated in the NIS requirements.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;BAG recommended&lt;/span&gt; that Iris should be included in the testing for the following reasons:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;The potential for iris biometric technology to mature and become more useful.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt; As a fall back for those unable to enrol fingerprint biometrics.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/div&gt;
Das heißt, wenn es nach der BAG gegangen wäre, würde man neben den Fingerabdrücken und Gesichtsbildern auch die Augeniris erfassen, in den biometrischen Datenbanken des National Identity Registers speichern und abgleichen, weil die Augeniris neben der DNA unter Biometrieexperten und in der Biometrieindustrie als das biometrische Merkmal gilt, welches die geringsten Fehlerraten aufweist und am eindeutigsten zu erfassen und zu erkennen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Allein, die Briten hätten wohl wie die deutsche Öffentlichkeit noch mehr aufgeschrieen, wenn sie auch noch ihre Augen hätten herhalten müssen, sprich die Iris generell zu verlangen und nicht nur in einzelnen Grenzschutzprojekten ist zur Zeit politisch nicht vermittelbar. Der Hauptgrund ist aber, dass das bereits jetzt finanziell kaum zu bewältigende Identitätsprogramm der britischen Regierung ungleich teuerer ausfallen würde, wenn auch noch finanzielle Ressourcen für die Iriserkennungstechnik aufgebracht werden müssten. Das gilt genauso für Deutschland. Deshalb lautete die im Bericht der BAG wiedergegebene Antwort des IPS zur Iris auch: &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;IPS accepts that iris biometric technology has potential but is not inclined to mandate its testing during the current procurement as it is unlikely to be used for Scheme launch or immediately thereafter.&lt;/span&gt;&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Noch, denn irgendwann werden wir alle unsere netten kleinen Identitätskarten haben, Gesichter und Fingerabdrücke werden längst erfasst, abgespeichert und alle Kosten verarbeitet und vergessen sein. Dann wird es weitergehen &amp;#8211; zunächst mit der Augeniris. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 15 Aug 2008 13:52:57 +0200</pubDate>
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    <title>Futter für die DNA-Datenbank des FBI</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1539-Futter-fuer-die-DNA-Datenbank-des-FBI.html</link>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Was in Großbritannien &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1404-Die-Gier-nach-DNA-in-Grossbritannien.html&quot;&gt;längst Praxis&lt;/a&gt; ist, plant die US-Regierung laut der AP Pressemeldung &lt;a href=&quot;http://ap.google.com/article/ALeqM5h4IcrbiAmlAmrUqFpJqklYcbt9AgD9038TO80&quot;&gt;Feds to collect DNA from every person they arrest&lt;/a&gt;, die viele US-Zeitungen aufgriffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wie der Pressesprecher des U. S. Justizministeriums Erik Ablin mitteilte, sollen die Befugnisse zur polizeilichen Erhebung und Speicherung der DNA in der &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/CODIS&quot; title=&quot;Wikipedia: CODIS&quot;&gt;Combined DNA Index System (CODIS) des FBI&lt;/a&gt; noch weiter ausgedehnt werden. Einstmals nur auf die Speicherung von DNA-Profilen verurteilter Sexualstraftäter beschränkt, wurde die Speicherung auf die DNA aller verurteilter Straftäter ausgedehnt. Nun soll wie in Großbritannien schon derjenige seine DNA abnehmen und in der FBI Datenbank speichern lassen müssen, der von Sicherheitsbehörden wegen irgendeines Vergehens oder Verdachts festgenommen wurde, aber &amp;#8211; und das ist der Punkt &amp;#8211; weder angeklagt noch wegen eines Verbrechens verurteilt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da allein die Bundesregierung von 140000 Festnahmen pro Jahr spricht, wird die CODIS Datenbank jedes Jahr um Tausende von DNA-Profilen anwachsen, die von Personen stammen, die keine Straftäter, also unschuldig sind. Laut der Aussagen von Vertretern des Justizministeriums schätzt man die Anzahl zusätzlicher DNA-Profile, die durch die Erweiterung hinzugewonnen werden, auf 1,2 Millionen pro Jahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu zählen auch die DNA-Profile von sich in den USA aufhaltenden Ausländern. Ob dazu &quot;nur&quot; aufgegriffene Arbeitsimmigranten zählen, die trotz der &lt;a href=&quot;http://www.borderfencenepa.com/&quot;&gt;elektronisch aufgerüsteten Grenzen&lt;/a&gt; illegal in die USA einwandern oder auch Ausländer, die beim Grenzübertritt negativ auffallen und durch das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/432-Mission-US-VISIT-completed.html&quot;&gt;US-VISIT&lt;/a&gt; Screening System aussortiert werden, was Festnahmen und Verhöre nach sich ziehen kann, wird die Zukunft zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Argumentiert wird mit der Behauptung, die Erweiterung der DNA-Erhebung würde präventiv Täter abschrecken und Gewaltverbrechen verhüten und dazu dienen, Kriminelle, Terroristen und vermisste Personen besser zu identifizieren. Beruhigt wird die Öffentlichkeit mit dem Hinweis, die zusätzlichen DNA-Profile würden den gleichen Datenschutz- und Datensicherheitsregularien unterliegen wie die bisherigen DNA-Profile und nicht missbraucht werden, um Informationen über genetische Verwandschaften und Krankheitsdispositionen zu gewinnen, wie das in &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1324-Frankreichs-Immigranten-als-Versuchskaninchen-fuer-die-DNA-Erfassung.html&quot;&gt;Frankreich&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/917-DNA-Sippenhaft-fuer-das-dunkle-Zeitalter.html&quot;&gt;Großbritannien&lt;/a&gt; angedacht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Damit erweist sich die präventive Erhebung der DNA-Profile von vor dem Gesetz unschuldiger Personen nicht nur als weitere Manifestierung der Umkehr der Unschuldsvermutung, sondern auch als zusätzliches Disziplinierungsmittel, denn die Botschaft lautet: &quot;Wenn wir Dich schon einmal festgehalten haben, bist Du für immer verdächtig und wenn Du Dir richtig was zu Schulden kommen lässt, werden wir Deine DNA finden&quot;. Und in Zukunft, wenn sich neben Fingerabdruck, Gesichts- und Iriserkennung neue biometrische Identifizierungstechniken ergeben, die auf den schnellen Abgleich erhobener DNA mit gespeicherten DNA-Profilen aufbauen, verfügt man über immer größere Datenbanken weiter Teile der Bevölkerung, die sich &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1452-Next-Generation-Identification-fuer-die-Welt.html&quot;&gt;international vernetzen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
Washington Post - &lt;a href=&quot;http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/04/16/AR2008041602729.html?nav=rss_politics&quot;&gt;U.S. to Expand Collection Of Crime Suspects&#039; DNA - Policy Adds People Arrested but Not Convicted&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Cryptome:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://cryptome.org/doj041808.htm&quot;&gt;Federal Register: April 18, 2008 (Volume 73, Number 76), Page 21083-21087&lt;br /&gt;
Department of Justice&lt;br /&gt;
DNA-Sample Collection Under the DNA Fingerprint Act of 2005 and the Adam Walsh Child Protection and Safety Act of 2006 (Proposed Rules)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.dna.gov/&quot;&gt;DNA.gov - The President&#039;s DNA Initiative -  Advancing Justice Through DNA Technology&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
DNA Ressource - &lt;a href=&quot;http://www.dnaresource.com/expansion.html&quot;&gt;DNA Database Legislative Expansion&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 17 Apr 2008 10:18:47 +0200</pubDate>
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    <title>Unsere lieben kleinen Mensch-Tier Hybriden</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1485-Unsere-lieben-kleinen-Mensch-Tier-Hybriden.html</link>
            <category>CCTV / Video</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Menschenrecht</category>
            <category>Ökologie</category>
            <category>Ökonomie</category>
            <category>Papier</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Na, freut Ihr Euch auch schon darauf, was die Briten mit ihrer &lt;a href=&quot;http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/science/article3204128.ece&quot;&gt;Mensch-Tier Genforschung&lt;/a&gt; an Hybriden und Mensch-Tier Gen-Patenten hervorbringen werden? Vielleicht so etwas:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 258px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/18-01-08-pan.jpg&quot; alt=&quot;Pan und Daphnis&quot; width=&quot;258&quot; height=&quot;431&quot; style=&quot;border:1px solid #000000&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pan und Daphnis.&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Pan_Daphnis_Altemps_Inv8571.jpg&quot;&gt;Abbildung&lt;/a&gt;: Wikimedia Commons.&lt;/div&gt;
Oder doch lieber den &quot;Dolly-Menschen&quot; nach Aldous Huxleys &lt;a href=&quot;http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=4.1/HTML=Y/LNG=DU/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8506&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=978-3-596-17577-2&quot;&gt;Schöner neuen Welt - Ein Roman der Zkunft&lt;/a&gt;?:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;&quot;Wir prädestinieren und normen auch. Wenn wir unsere Kleinlinge entkorken, haben sie bereits ihren festen Platz in der Gesellschaft, als Alphas oder Epsilons, als künftige Kanalreiniger oder künftige -&quot; Er hatte &quot;künftige Weltaufsichtsräte&quot; sagen wollen, verbesserte sich aber und sagte &quot;künftige Brutdirektoren&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Schafskopf!&quot; Der Direktor brach sein langes Schweigen. &quot;Ist Ihnen denn noch nie aufgefallen, daß ein Epsilonembryo auch eine Epsilonumwelt, nicht nur eine Epsilonerbmasse haben
muß?&quot;&lt;br /&gt;
Offenbar war es dem Jungen noch nie aufgefallen. Er schämte
sich.&lt;br /&gt;
&quot;Je niedriger die Kaste&quot;, sagte Päppler, &quot;desto weniger Sauerstoff.&quot; Das erste davon betroffene Organ war das Gehirn. Dann kam das Knochengerüst dran. Verringerte man die normale Sauerstoffzufuhr um dreißig Prozent, erhielt man Zwerge, verringerte man sie weiter, augenlose Ungeheuer. &quot;Die völlig nutzlos sind&quot;, schloß Päppler.&lt;br /&gt;
Dagegen - seine Stimme wurde vertraulich und eifrig wenn es gelänge, ein Verfahren zur Verkürzung der Wachstumsperiode zu entwickeln, welch ein Triumph, welch ein Segen für die
Gesellschaft!&lt;br /&gt;
&quot;Denken Sie an das Pferd!&quot;&lt;br /&gt;
Sie dachten daran.&lt;br /&gt;
Ausgewachsen mit sechs Jahren, der Elefant mit zehn.&lt;br /&gt;
Der Mensch jedoch mit dreizehn noch nicht einmal geschlechtsreif, erst mit zwanzig wirklich ausgewachsen.&lt;br /&gt;
Daher natürlich, als Frucht solch langsamer Entwicklung, die menschliche Intelligenz.&lt;br /&gt;
&quot;Aber Epsilons&quot;, bemerkte Päppler sehr zu Recht, &quot;brauchen keine Intelligenz.&quot;
Brauchten keine und bekamen auch keine. Der Verstand eines Epsilons war wohl mit zehn Jahren reif, der Körper aber erst mit achtzehn arbeitsfähig. Lange, überflüssige, vergeudete Jahre des Heranwachsens. Wenn man die körperliche Entwicklung beschleunigen könnte, bis sie der Wachstumsgeschwindigkeit einer Kuh entsprach, wie kolossal die Ersparnis für die Allgemeinheit!
&lt;/div&gt;
Ich wäre dem Chamäleon-Gen nicht abgeneigt. Nicht, um als menschliches Chamäleon a la &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Zelig&quot; title=&quot;Wikipedia: Zelig&quot;&gt;Allens Zelig&lt;/a&gt; herumzulaufen, sondern mehr in Richtung einer natürlichen Tarnkappe, die ganz nützlich gegen einfache Videoüberwachungskameras wäre. Vielleicht hat das eine oder andere Tier auch ein Morphing-Gen zu bieten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
Telepolis - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27088/1.html&quot;&gt;US-Unternehmen hat menschliche Embryonen aus Hautzellen geklont&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Scientific American - &lt;a href=&quot;http://www.sciam.com/article.cfm?id=longest-piece-of-dna-yet&quot;&gt;Longest Piece of Synthetic DNA Yet&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 18 Jan 2008 11:16:10 +0100</pubDate>
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    <title>ID-Karten Staat USA</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1476-ID-Karten-Staat-USA.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Chips</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Am 11. Januar 2008 hat das US-Heimatschutzministerium die endgültigen &lt;a href=&quot;http://www.dhs.gov/xprevprot/laws/gc_1172765386179.shtm&quot;&gt;284 Seiten umfassenden Richtlinien&lt;/a&gt; zur Umsetzung des &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1380-Mit-aller-Macht-voran-fuer-RFID-und-Biometrie.html&quot;&gt;REAL ID&lt;/a&gt; Gesetzes von 2005 &lt;a href=&quot;http://www.dhs.gov/xnews/releases/pr_1200065427422.shtm&quot;&gt;veröffentlicht&lt;/a&gt;.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 400px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/13-01-08-antirealidstates.png&quot; alt=&quot;Anti REAL ID Bundesstaaten&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; style=&quot;border:1px solid #000000&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;US-Bundesstaaten gegen REAL ID.&lt;br /&gt;Abbildung: ACLU.&lt;/div&gt;
Den &lt;a href=&quot;http://www.realnightmare.org/news/105/&quot;&gt;Widerstand der siebzehn Bundesstaaten&lt;/a&gt;, die vor allem wegen der auf sie zukommenden Kosten eigene Landesgesetze zur Ablehnung des REAL ID erlassen hatten, konterte das Heimatschutzministerium mit drei Gegenstrategien:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Umsetzungszeiträume wurden vom Heimatschutzministerium gestaffelt. Für alle US-Bürger unter 50 Jahren muss in den Bundesstaaten die Umsetzung der REAL ID Infrastruktur bis spätestens 1. Dezember 2014 erfolgt sein, für Personen über 50 Jahren erst zum 1. Dzember 2017, so dass die Bundesstaaten ihre Kosten über einen Zeitraum von neun Jahren verteilen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wie bereits vermutet, hat das Heimatschutzministerium einen Finanzierungstopf über 360 Millionen US$ bereitgestellt, aus dem die Bundesstaaten Beihilfen zur Umsetzung erhalten. Damit hat das Heimatschutzministerium den Vorbehalten der Bundesstaaten wegen der Kosten den Wind aus den Segeln genommen. Trotzdem werden alle US-Bürger für ihre biometrisch aufgerüsteten Funkchip-Fahrlizenzen (derzeit) laut Aussage des Ministerium 8 US$ mehr bezahlen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als indirektes Druckmittel beinhalten die Richtlinien die Deadline vom 31. Dezember 2009. Ab dann muss die Überprüfung der Dokumente und der Identität von Antragstellern in den Bundesstaaten den Richtlinien des REAL ID Gesetzes folgen. Tun sie das nicht, kann einem Fahrlizenzinhaber, dem die Lizenz nicht konform mit dem REAL ID Gesetz ausgestellt wurde, das Betreten eines Flugzeugs und das Betreten von Gebäuden der Bundesbehörden (bei denen die Lizenz mit Zugangskontrollsystemen überprüft wird) untersagt werden. Damit erzeugt das Heimatschutzministerium über die Einwohner der Bundesstaaten, die sich gegen das REAL ID Gesetz stellen, &lt;a href=&quot;http://blog.wired.com/27bstroke6/2008/01/montana-governo.html&quot;&gt;Druck auf die Regierungen&lt;/a&gt; dieser Bundesstaaten, da den Einwohnern die genannten Nachteile drohen, wenn sie mit nicht konformen Fahrlizenzen in Flughäfen und Bundesbehörden auftauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte die Umsetzung des REAL ID Gesetzes wie vom US-Heimatschutzministerium geplant erfolgen, werden spätestens ab 2017 alle US-Bürger, die eine Fahrlizenz benötigen, zwangsweise biometrisch erfasst und mit Funkchip-Lizenzkarten ausgestattet sein. Ergänzt werden die REAL ID Karten durch städtische Identitätskarten, mit deren Ausgabe einige Großstädte begonnen haben, eigene &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/654-Biometrische-Arbeitnehmer-SmartCards.html&quot;&gt;Identitätskarten für Immigranten&lt;/a&gt; und  die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/883-Kritik-an-PASSport-Vicinity-RFID-Smartcard.html&quot;&gt;PASSport RFID-Karten&lt;/a&gt; für US-Bürger, die regelmäßig auf dem See- oder Landesweg die Grenzen Kanadas, Mexikos, der  karibischen Inseln und Bermudas überqueren. In Zukunft könnten noch Arbeitnehmer-, Sozialversicherungs- und &lt;a href=&quot;http://www.aclu.org/scotus/2007term/crawfordv.marioncountyelectionboard/32592res20071106.html&quot;&gt;Wähler-ID-Karten&lt;/a&gt; hinzukommen. Für die USA-Reisenden aus dem Ausland gibt es ja den ePass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bei allen ID-Karten Projekten spielt die Erfassung biometrischer Merkmale und ihre Speicherung in RFID Funkchips eine Rolle, so dass die US-Regierung auf verschiedenen Wegen immer erreicht, die biometrischen Merkmale aller Personen, die sich in den USA aufhalten, in die Hände zu bekommen und sie gleichzeitig auf ID-Karten mit RFID Funkchip umzustellen. Wie man die Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Nutzung der biometrischen und persönlichen Daten aus einem Pool verschiedener und voneinander abweichender Kartensysteme organisiert und koordiniert, dürfte mit einigen technischen Komplikationen und Datenschutz-Debakeln einhergehen &amp;#8211; auch beim &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1189-ID-Nummern-fuer-den-UEberwachungsstaat.html&quot;&gt;Next Generation Identification Projekt&lt;/a&gt;, das als Vorstufe für eine technische Infrastruktur anzusehen ist, die der Lösung der technischen Herausforderungen dienen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
EPIC - &lt;a href=&quot;http://epic.org/privacy/id-cards/&quot;&gt;National ID Cards and REAL ID Act&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
ACLU - &lt;a href=&quot;http://www.realnightmare.org/&quot;&gt;Real Nightmare&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Federal Computer Week - &lt;a href=&quot;http://www.fcw.com/online/news/151284-1.html&quot;&gt;Want to fly? Get Real ID&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Government Executive - &lt;a href=&quot;http://govexec.com/dailyfed/0108/011108j1.htm&quot;&gt;DHS revamps driver&#039;s license rules to cut costs to states&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
CNET - &lt;a href=&quot;http://www.news.com/Federal-buildings-become-Real-ID-zones/2009-1028_3-6229133.html&quot;&gt;Federal buildings become Real ID zones&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
CNET - &lt;a href=&quot;http://www.news.com/How-will-Real-ID-affect-you/2009-1028_3-6229517.html&quot;&gt;FAQ: How will Real ID affect you?&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Sun, 13 Jan 2008 13:49:10 +0100</pubDate>
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    <title>Die &quot;freiwillige&quot; DNA-Erfassung von Migranten in Deutschland</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1413-Die-freiwillige-DNA-Erfassung-von-Migranten-in-Deutschland.html</link>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Gesellschaft</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Wahrend die Regierung in Frankreich wenigstens &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1375-Ruehr-meine-DNA-nicht-an.html&quot;&gt;kritikwürdige Gesetze&lt;/a&gt; beschließt, auf deren Grundlage dann Familienangehörige von Migranten einreisen dürfen, wenn sie sich dem indirekten Druck beugen, an sich und ihren Familienangehörigen DNA-Tests durch Einwanderungsbehörden vornehmen zu lassen, geschieht das nach dem Artikel &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?cnt=1241520&quot;&gt;Ohne gesetzliche Grundlage - Ausländerbehördern fordern Gentests&lt;/a&gt; der Frankfurter Rundschau in Deutschland seit 1997 ohne ausreichende Gesetzesgrundlage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wohl mit dem Hinweis, dass Anträge schneller bearbeitet werden und auf eine pauschale &quot;Mitwirkungspflicht&quot; in den Ausländergesetzen haben sich dann dann jährlich Tausende von Migranten &quot;freiwillig&quot; zu entschließen, dass die deutschen Behörden Hand an ihre DNA legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In welcher &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1322-Das-BIODEV-II-Projekt-fuer-die-zentrale-biometrische-Vollerfassung.html&quot;&gt;Datenbank&lt;/a&gt; von welcher Behörde und wie lange die DNA-Testergebnisse gespeichert werden und welche Behörden zu welchem Zweck nachträglich darauf zugreifen können, sagt uns der Artikel nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Heute im Bundestag Meldung &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2007/2007_308/03.html&quot;&gt;Regierung: Gen-Test in Visa- und Passangelegenheiten nur auf freiwilliger Basis&lt;/a&gt; vom 27.11.2007:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic; &quot;&gt;
In Einzelfällen und nur auf freiwilliger Basis haben Visums-Antragsteller bei deutschen Botschaften die Möglichkeit, einen Gentest vornehmen zu lassen, wenn &quot;berechtigte Zweifel&quot; an ihrer Identität, Abstammung oder Familienzugehörigkeit nicht anders ausgeräumt werden können. Dies macht die Bundesregierung in ihrer Antwort (&lt;a href=&quot;http://dip.bundestag.de/btd/16/071/1607120.pdf&quot;&gt;16/7120&lt;/a&gt;) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (&lt;a href=&quot;http://dip.bundestag.de/btd/16/068/1606851.pdf&quot;&gt;16/6851&lt;/a&gt;) deutlich. Die Regierung weist darauf hin, dass jeder Visumantragsteller nach dem Aufenthaltsgesetz verpflichtet ist, an dem Verfahren mitzuwirken und im Zweifel geeignete Nachweise vorzulegen. Jeder Bewerber auf einen Pass sei zudem gesetzlich verpflichtet, geeignete Nachweise &quot;zu Feststellung seiner Person und seiner Eigenschaft als Deutscher&quot; vorzulegen. In den Fällen, in denen &quot;begründete Zweifel&quot; bestünden, könnten die deutschen Auslandsvertretungen den Visum- oder Passantrag nicht positiv bescheiden. Ausschließlich für solche Fälle sei der freiwillige Gen-Test vorgesehen.
&lt;/div&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
VDJ e. V. - &lt;a href=&quot;http://www.vdj.de/index.php?id=45,275,0,0,1,0&quot;&gt;Ausländerbehörde des Kreises Viersen: Bei Verdacht der Scheinehe Gentests bei Vater und Kind&lt;/a&gt;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 12 Nov 2007 10:56:38 +0100</pubDate>
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    <title>Die Gier nach DNA in Großbritannien</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1404-Die-Gier-nach-DNA-in-Grossbritannien.html</link>
            <category>Biometrie</category>
            <category>Bürgerrecht</category>
            <category>Data Mining / Fusion</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-11-07-dna.jpg&quot; alt=&quot;DNA&quot; style=&quot;float:left; margin-right:10px; margin-bottom:5px&quot; /&gt;Die Daily Mail ruft den Briten im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.dailymail.co.uk/pages/live/articles/news/news.html?in_article_id=491714&quot;&gt;Big Brother UK: Police now hold DNA &#039;fingerprints&#039; of 4.5m Britons&lt;/a&gt; und der Guardian im Artikel &lt;a href=&quot;http://politics.guardian.co.uk/homeaffairs/story/0,,2205513,00.html&quot;&gt;Lib Dems attack policy on children&#039;s DNA records&lt;/a&gt; ins Gedächtnis, dass die britische Regierung das Sammeln von DNA Profilen in der Nationalen DNA Datenbank NDNAD unvermindert vorantreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Daily Mail schreibt, dass in den letzten zehn Monaten mehr als eine Million DNA Profile der NDNAD hinzugefügt wurden, was nicht stimmt. Von Januar bis September 2007 wurden insgesamt 433514 und 2006 - 2007 667738 DNA Profile durch Polizeibehörden in England und Wales aufgenommen. Die Daily Mail hat &lt;a href=&quot;http://www.theyworkforyou.com/wrans/?id=2007-10-30a.160736.h&amp;amp;s=DNA#g160736.q0&quot;&gt;die Zahlen des Innenministeriums&lt;/a&gt; also einfach addiert. Dennoch sind die Zahlen beeindruckend, besonders, wenn man sich die Entwicklung anschaut, die zu mittlerweile viereinhalb Millionen individueller DNA Profile in der NDNAD geführt hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
1995-96: 33533&lt;br /&gt;
1996-97: 80198&lt;br /&gt;
1997-98: 125053&lt;br /&gt;
1998-99: 230787&lt;br /&gt;
1999-2000: 192994&lt;br /&gt;
2000-01: 375765&lt;br /&gt;
2001-02: 470971&lt;br /&gt;
2002-03: 444395&lt;br /&gt;
2003-04: 431727&lt;br /&gt;
2004-05: 480288&lt;br /&gt;
2005-06: 625797&lt;br /&gt;
2006-07: 667738&lt;br /&gt;
2007: 433514 (bis September)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Schenkt man &lt;a href=&quot;http://www.theyworkforyou.com/wrans/?id=2007-10-30a.160737.h&amp;amp;s=DNA#g160737.q0&quot;&gt;der Aussage&lt;/a&gt; des Innenministeriums Glauben, dass 13,7 Prozent der Datensätze Duplikate sind, weil das gleiche DNA Profil mit verschiedenen Namensschreibungen gespeichert wurde, kommt man &quot;nur&quot; auf ca. 3,8 Millionen DNA Profile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Interessant ist besonders, dass sich unter den Millionen &lt;a href=&quot;http://www.epolitix.com/EN/News/200711/c54a357f-90ff-4503-8366-56d03e50fecd.htm&quot;&gt;laut&lt;/a&gt; des Sprechers für Innenpolitik der Liberalen Demokraten Nick Clegg 150000 DNA Profile von Jugendlichen und Kindern unter 16 Jahren befinden und zwar von Kindern und Jugendlichen, die keines Vergehens angeklagt und verurteilt wurden. Laut des Daily Mail Artikels sollen insgesamt ein Drittel der DNA Profile von Personen stammen, die keines Verbrechens angeklagt wurden und keinen Eintrag im Strafregister aufweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist auch kein Wunder, denn die Polizeibehörden können sich nach Polizeirichtlinien und Gesetzen wie dem Police and Criminal Evidence Act von jeder Person das DNA Profil verschaffen, die laut &lt;a href=&quot;http://www.theyworkforyou.com/wrans/?id=2007-10-29b.156494.h&amp;amp;s=DNA#g156494.q0&quot;&gt;Aussage&lt;/a&gt; von Vertretern des Innenministeriums für ein Vergehen in einer Polizeistation festgehalten wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist aber &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/682-Frei-zirkulierende-DNA.html&quot;&gt;längst bekannt&lt;/a&gt;, dass die Polizei generell DNA Proben von allen Personen nimmt, die Gegenstand einer polizeilichen Maßnahme wurden, worunter selbst die Opfer einer Straftat fallen. Die Richtlinien der britischen Polizeivertreung ACPO sehen vor, dass DNA Profile generell &lt;a href=&quot;http://www.theyworkforyou.com/wrans/?id=2007-10-29b.156494.h&amp;amp;s=DNA#g156494.q0&quot;&gt;100 Jahre&lt;/a&gt; gespeichert werden, eben &lt;a href=&quot;http://www.theyworkforyou.com/wrans/?id=2007-10-30a.160300.h&amp;amp;s=DNA#g160300.q0&quot;&gt;auch&lt;/a&gt; von einer Personen, &quot;von der im Rahmen einer polizeilichen Ermittlung noch kein DNA Profil genommen wurde.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im britischen Innenministerium zirkulierte zudem vor einem Jahr &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/917-DNA-Sippenhaft-fuer-das-dunkle-Zeitalter.html&quot;&gt;eine Richtlinie&lt;/a&gt;, die vorsah, von allen Familienmitglieder einer Person DNA-Proben zu nehmen, die bereits von der Polizei &quot;behandelt&quot; wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Zweck und die hinter der DNA Politik stehenden Wunschvorstellungen &lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/6979138.stm&quot;&gt;formulierte&lt;/a&gt; im September &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Sedley&quot;&gt;Sir Stephen Sedley&lt;/a&gt;, Richter am Appellationsgericht ihrer Majestät:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic; &quot;&gt;
&quot;Going forwards has very serious but manageable implications. It means that everybody, guilty or innocent, should expect their DNA to be on file for the absolutely rigorously restricted purpose of crime detection and prevention.&quot;
&lt;/div&gt;
Für Sir Sedley stellt sich die Frage nach dem Prinzip der Unschuldsvermutung oder dem Recht, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden, solange man nicht gegen Gesetze verstößt, jedenfalls nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Independent berichtete am 11. Oktober 2008 im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/record-growth-in-dna-database-958024.html&quot;&gt;Record growth in DNA database&lt;/a&gt; über den aktuellen Pegelstand der DNA Proben, die von der britischen Polizei allgemein (verurteilt oder nicht verurteilt, Minderjährige) erhoben wurden. Nach den Zahlen im &lt;a href=&quot;http://www.npia.police.uk/en/11403.htm&quot;&gt;Jahresbericht 2006 - 2007&lt;/a&gt; der britischen &lt;a href=&quot;http://www.npia.police.uk/&quot;&gt;National Policing Improvement Agency (NPIA)&lt;/a&gt; über die Nationale DNA Datenbank ergeben sich laut des Independent folgende neu erfasste DNA Profile in der NDNAD:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
2004-05: 520757&lt;br /&gt;
2005-06: 700825&lt;br /&gt;
2006-07: 722464&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Insgesamt laut Independent geschätzt gespeichert: ca. 4,8 Millionen DNA Profile. Das würde laut der &lt;a href=&quot;http://www.statistics.gov.uk/CCI/nugget.asp?ID=6&quot;&gt;geschätzten Bevölkerungszahl&lt;/a&gt; am 11.10.2008 ca. 7,87 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Damit ergibt sich, dass laut der letzten Zahlen des britischen Innenministerium (s. o.) bis Ende 2007 nochmals 54726 DNA Profile hinzugekommen sind, mal dem Independent unterstellt, dass er richtig gerechnet hat. Im Vergleich zum Innenministerium zeigen sich Abweichungen: Für den Zeitraum 2004 - 2005 weist die NPIA 40469, für den Zeitraum 2005 - 2006 75028 mehr DNA Profile aus als das britische Innenministerium. Das hängt wohl damit zusammen, dass im Bericht des Innenministeriums nicht die Zahlen aus Nordirland und Schottland auftauchen wie im Bericht der NPIA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In Tabellen und Grafiken des NPIA Berichts stellt sich die Ausweitung, der Nutzen und die Verhältnismäßigkeit der DNA Erfassung so dar:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 596px&quot;&gt;Die steigende Anzahl der DNA Profile, die in die NDNAD geladen werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-11-07-dnastat3.png&quot; alt=&quot;NPIA Statsitik Nationale DNA Datenbank&quot; /&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-11-07-dnastat3a.png&quot; alt=&quot;NPIA Statsitik Nationale DNA Datenbank&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dem standen die Anzahl gefundener Übereinstimmungen von DNA Profilen mit in der NDNAD gespeicherten Tatort DNA Spuren und die Anzahl der DNA Spuren, die an Tatorten erfasst werden konnten (die sich schon allein wegen des Fortschritts auf dem Gebiet der DNA-Forensik erhöht) gegenüber:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-11-07-dnastat1.png&quot; alt=&quot;NPIA Statsitik Nationale DNA Datenbank&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-11-07-dnastat2.png&quot; alt=&quot;NPIA Statsitik Nationale DNA Datenbank&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Zeitraum 2006 - 2007.
&lt;/div&gt;
Was in Großbritannien von Teilen der Justiz und Innenpolitiker angedacht und erstrebt wird, ist die langfristig systematische Erfassung der DNA der Bevölkerung &amp;#8211; vom Kind bis zum Greis, von der Wiege bis zur Bahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;Der Beschluss des Europäischen Gerichtshofes vom 4. Dezember 2008 gegen die staatliche DNA-Gier&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der illegalen Sammelei und Speicherung der DNA Profile unbescholtener Bürger in polizeilichen DNA Datenbanken durch den britischen Polizeistaat setzte der Europäische Gerichtshof am 4. Dezember mit einer Entscheidung Grenzen, die befand, dass der britische Polizeistaat gegen Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen hat. Der Big Brother in Gestalt der Innenministerin Smith protestierte und zeigte sich enttäuscht. Darüber berichtete Out-Law im Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.out-law.com//default.aspx?page=9639&quot;&gt;DNA retention policy breaches human rights, rules ECHR&lt;/a&gt; und die BBC im Beitrag &lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/7764069.stm&quot;&gt;DNA database &#039;breach of rights&#039;&lt;/a&gt; am 4. Dezember 2008 und EDRi in der Zusammenfassung &lt;a href=&quot;http://www.unwatched.org/node/1220&quot;&gt;Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte gegen die britische DNA-Datenbank&lt;/a&gt; am 17. Dezember 2008.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Über den Hergang der Entscheidung, für die von der britischen Regierung eine Armee von Juristen aufgeboten wurde, um ihr genehme Entscheidungen herbeizuführen, die sie auch von allen Instanzen in Großbritannien bekam (so viel zur Unabhängigkeit nationaler Gerichte), berichteten die beiden Anwälte und Vertreter der Kläger Stephen Cragg und Peter Mahy im Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.lawgazette.co.uk/in-practice/european-court-judgment-dna-retention&quot;&gt;European Court judgment on DNA retention&lt;/a&gt; der Law Society Gazette am 8. Januar 2009. Zur Bedeutung des Beschlusses des Europäischen Gerichtshofes, der in allen rechtsstaatlichen EU-Mitgliedsländern in Zukunft die präventive Erfassung und Speicherung der DNA Daten von Unschuldigen in Datenbanken auf Lebenszeit ausschließt, heißt es in dem Beitrag:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
The effect of the ruling will be global. This is the leading judgment on the issue of the expansion of biometric data, especially DNA databases. Several other countries and US states were expected to follow where the UK led, but will now have been stopped in their tracks.
&lt;/div&gt;
Fasst man die DNA eines Menschen als höchstes biomatrisches Merkmal auf, das sie aufgrund der in ihr &quot;gespeicherten&quot; Informationen über die Identität, Persönlichkeit, Physis und Gesundheit mit der Möglichkeit der nahezu absoluten Identifizierung einer Person ist, hat der Beschluss des Gerichtshof erst recht für alle weiteren biometrischen Merkmale (Fingerabdruck, Augeniris, Gesicht, Körpergeruch, Gang) zu gelten. Auch ihre nicht zweckgebundene, unbegründete oder beim geringsten Anlass erfolgende Erfassung, Speicherung, langfristige oder missbräuchliche Nutzung durch staatliche Institutionen und Private müsste damit generell untersagt sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;http://www.nature.com/news/2008/081208/full/news.2008.1288.html&quot;&gt;Interview mit der Nature vom 8. Dezember 2008&lt;/a&gt; sprach &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/136-Von-nationalen-DNA-Proben-globalen-DNA-Datenbanken.html&quot;&gt;Alec Jeffreys, der Entwickler des &quot;DNA Fingerprintings&quot;&lt;/a&gt;, anlässlich des Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs noch einmal an, dass es dem britischen Staat bei der Speicherung der DNA Profile von so viel unschuldigen Bürger wie möglich um die Vorwegnahme einer möglichen zukünftigen Schuld aller Bürger ging, also um die Umkehrung des Prinzips der Unschuldsvermutung und vor allem um die Schaffung einer Grundlage, um über die in der DNA gespeicherten Verwandtschaftsinformationen &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/917-DNA-Sippenhaft-fuer-das-dunkle-Zeitalter.html&quot;&gt;DNA-basierte Abfragen nach &quot;Familienbeziehungen&quot;&lt;/a&gt; durchführen zu können, so dass der Staat über die Identität eines Subjekts, dessen DNA bereits in der Datenbank vorliegt, zum Beispiel über Verhöre auf alle Verwandte zugreifen kann, deren DNA Profile sich (noch) nicht in der Datenbank befinden. Eine Stoßrichtung, die der Europäische Gerichtshof auch erkannt hatte. Jeffreys sprach zudem die Stigmatisierung und Diskriminierung an, die sich daraus ergibt, dass die illegal gespeicherten DNA Profile keinen Querschnitt der britischen Gesellschaft abbilden, sondern sich auf &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/491-Unschuldig-in-der-DNA-Datenbank.html&quot;&gt;bestimmte Bevölkerungsgruppen&lt;/a&gt; wie Jugendliche und ethnische Minderheiten konzentrierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
beck-blog - &lt;a href=&quot;http://www.blog.beck.de/2009/01/11/weit-sind-wir-gekommen-verkehrskontrollen-mit-dna-entnahme/&quot;&gt;Weit sind wir gekommen - Verkehrskontrollen mit DNA-Entnahme (im Raum Ludwigsburg-Heilbronn)&lt;/a&gt; (11.01.2009) 
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    <pubDate>Mon, 05 Nov 2007 15:01:51 +0100</pubDate>
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    <title>Emotionen und Gefühle für Big Brother</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1382-Emotionen-und-Gefuehle-fuer-Big-Brother.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>CCTV / Video</category>
            <category>Chips</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Gesellschaft</category>
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            <category>Politik</category>
            <category>Terror</category>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Über das Forschungsprogramm &lt;a href=&quot;http://www.feeleurope.org/&quot;&gt;&quot;Feel Europe&quot;&lt;/a&gt; im &lt;a href=&quot;http://cordis.europa.eu/germany/presidency/showcases-nest3_de.html&quot;&gt;Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms&lt;/a&gt; der EU, das der Grundlagenforschung zur Verbesserung des Verständnisses und der Entwicklung von Techniken zur Erfassung und Nutzung menschlicher Gefühle und Emotionen dient, berichtet der Forschungsinformationsdienst der EU im englischsprachigen Artikel &lt;a href=&quot;http://cordis.europa.eu/search/index.cfm?fuseaction=news.simpledocument&amp;amp;N_RCN=28590&quot;&gt;Europäische Expertenplattform befasst sich mit dem Messen menschlicher Emotionen&lt;/a&gt; mit einer passenden Abbildung, die dem Artikel beigefügt ist:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 500px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/28-10-07-robothead.jpg&quot; alt=&quot;Massive Production&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; style=&quot;border:1px solid #000000&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Massive Production&quot; &amp;copy; &lt;a href=&quot;http://www.fotolia.com/id/3351723&quot; alt=&quot;3D-Bild&quot;&gt; Yannis Ntousiopoulos&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.feeleurope.org/partners.htm&quot;&gt;Hauptbeteiligte&lt;/a&gt; des mit 195395 € geförderten Programms, das vom 1. Februar 2007 bis 31. Juli 2008 läuft, sind die &lt;a href=&quot;http://www.ibmt.fhg.de/fhg/ibmt/biomedizintechnik/medizintechnik_neuroprothetik/index.jsp&quot;&gt;Abteilung für Medizintechnik und Neuroprothetik&lt;/a&gt; am Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik und die &lt;a href=&quot;http://www.medicina.umh.es/&quot;&gt;Medizinische Fakultät&lt;/a&gt; der spanischen Universität Miguel Hernandez.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Resultat des Programms bzw. Workshops soll aus einem White Paper bestehen, das neue Ideen und wissenschaftlich-technische Möglichkeiten aufzeigt, um das zu entwicklen, was die Fraunhofer Forschungsabteilung als ihren Forschungsgegenstand beschreibt:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic; &quot;&gt;
Der Forschungsgegenstand der Abteilung ist die Entwicklung und Anwendung von intelligenten invasiven und nichtinvasiven Schnittstellen zum Nervensystem und ihre Nutzung sowohl für die Stimulation als auch Erfassung bioelektrischer Potenziale.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die dafür benötigten Hard- und Softwarekomponenten werden entwickelt und gefertigt. Dabei reicht das Spektrum von miniaturisierten, implantierbaren Elektroden über Monitoringsysteme und Signalverarbeitung bis hin zur Applikation. 
&lt;/div&gt;
Das White Paper soll außerdem als Grundlage dienen, um Anknüpfungspunkte für Anschlussförderungen aus dem Topf des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zu den Möglichkeiten der Nutzung menschlicher Emotionen zählen Anwendungen für Roboter- und Computersysteme, die einerseits die Systeme dazu befähigen sollen, menschliche Emotionen, die sich in Gestik und Gesichtsmimik ausdrücken, besser zu erkennen bzw. zu interpretieren und andererseits dazu beitragen, dass Robotersysteme selbst künstliche Emotionen ausdrücken können, die mit der Situation und den erkannten Emotionen des menschlichen Gegenübers übereinstimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsfeldern wären zum Beispiel Service-Roboter, die medizinische oder betreuende Aufgaben in Haushalten wahrnehmen, deren Einsatz vor allem in Japan bereits bei älteren oder hilfebedürftigen Personen erprobt werden. Ein anderes Gebiet sind neue Computer-Mensch &quot;Schnittstellen&quot;, die einem direktern und weniger technischen &quot;Dialog&quot; zwischen Computer und menschlichem Anwender dienen sollen, was zum Beispiel für comutergestützte e-Learning Systeme interessant wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Anwendungsfelder mit kritischerer Zielsetzung werden nur im &lt;a href=&quot;http://www.feeleurope.org/VisionPaper.pdf&quot;&gt;&quot;Vision Paper&quot;&lt;/a&gt; der Forschungsgruppe genannt und nicht auf den Webseiten um das &quot;Feel Europe&quot; Projekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als relevant für die kommerzielle Verwertung stellen sich die Forscher Werbeplattformen vor, die anhand der emotionalen Reaktionen der Konsumenten bewerten, ob eine Werbung beim Konsumenten erfolgreich einschlägt, was man zum Beispiel für neuartige &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1135-Minority-Report-RFID-Screens-Teil-3.html&quot;&gt;Werbedisplays&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1281-Die-allgegenwaertige-und-ultimative-UEberwachung-am-Geraet.html&quot;&gt;Werbetechniken&lt;/a&gt; nutzen könnte. Weitere Beispiele der Forscher sind PKWs, die automatisch besänftigende Musik einspielen oder erst gar nicht starten, wenn ihre &quot;Emotionssensoren&quot; starken Ärger oder Stress erkennen, PCs, die passend zur Emotion des Nutzers entsprechende Wallpaper einblenden (welch zivilisatorische Errungenschaft) oder CD-Player, die Friede-Freude-Eierkuchen Sound abspielen, wenn sie eine traurige Gemütsverfassung feststellen.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 400px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/28-10-07-feeleurope.png&quot; alt=&quot;Feel Europe Logo&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;239&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feel Europe Logo.&lt;/div&gt;
Zivile Forschungsprojekte sind heutzutage noch mehr von Wert &amp;#8211; auch hinsichtlich zu erschließender Forschungsgelder, wenn sie ebenfalls &quot;Dual-Use&quot; Aspekte hinsichtlich ihrer &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/988-Forschung-fuer-den-europaeischen-UEberwachungs-Komplex.html&quot;&gt;Nutzung für Kontroll- und Überwachungstechniken&lt;/a&gt; berücksichtigen. Auch dazu finden sich im Vision Paper Überlegungen der Forscher, die an die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1359-Die-Voight-Kampff-Maschine-fuer-den-UEberwachungs-Komplex.html&quot;&gt;&quot;Voight-Kampff&quot; Maschinerie&lt;/a&gt; erinnern, die amerikanische Forscher imaginieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was den Forschern zuerst einfällt ist natürlich die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/890-Facettenreiche-Verhaltensueberwachung-mit-Videokameras.html&quot;&gt;&quot;intelligente &quot;Verhaltens-Videoüberwachung&lt;/a&gt;:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 543px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/28-10-07-feelsurveillance.jpg&quot; alt=&quot;Emotionen für Videoüberwachung&quot; width=&quot;534&quot; height=&quot;472&quot; style=&quot;border:1px solid #000000&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Aus dem &quot;Vision Paper&quot;:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic; &quot;&gt;
In öffentlichen Umgebungen wird Videoüberwachung zur Aufzeichnung von Personen und ihrer Aktivitäten angewendet, um vor allem Sicherheit zu bieten. Neue Methoden, Algorithmen und die wachsende Rechenkraft von Computern erlauben zu diesem Zweck die Auswertung von Videodaten in Echtzeit. Eine aktuelle Anwendung mit biometrischem Hintergrund ist die Identifizierung von Terroristen in öffentlichen Räumen und in diesem Zusammenhang die Analyse der Gesichtsausdrücke von Menschen, die in Verbindung zu Emotionen stehen. Weitere Forschungsaktivitäten decken die kontaktlose Aufzeichnung des Pulses mittels Thermografie und des EGG mittels Sensorik für elektrische Felder ab. Diese Beispiel sind noch nicht für den öffentlichen Einsatz geeignet, zeigen aber die Möglichkeiten und die Bedeutung des Messens von Biosignalen auf.
&lt;/div&gt;
Was den Forschern außerdem einfällt, sind natürlich &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/924-Luegendetektoren-fuer-den-Dauereinsatz.html&quot;&gt;Lügendetektor&lt;/a&gt;-&lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/97-Bis-ins-Hirn.html&quot;&gt;Systeme&lt;/a&gt; für Verdächtige &quot;oder gar zur Kriminalitätsprävention&quot;, wie die Forscher zur kriminalistischen Relevanz ihrer Forschung ausführen:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic; &quot;&gt;
In der Kriminalistik könnte eine zuverlässige Möglichkeit zur Messung von Emotionen eines Verdächtigen Polizeibeamte in die Lage versetzen, Lügen eines Verdächtigen zu durchschauen oder gar einem Verbrechen vozubeugen. Heutige Lügendetektoren messen nur Parameter wie den Puls oder den elektrischen Hautwiderstand. Um die daraus resultierenden Daten zu interpretieren, bedarf es einer speziell ausgebildeten Person. Deswegen ist so ein Test sehr kostenintensiv. Abseits davon sind diese Tests nicht sehr exakt und weisen die hohe Wahrscheinlichkeit von Fehlinterpretationen auf. Diese Tatsachen und die damit einhergehenen großen Auswirkungen auf das Leben eines Verdächtigen muss die Frage aufwerfen, ob solch ein Test ethisch gerechtfertigt ist. Man hat also auf der einen Seite den Wunsch der Gesellschaft nach Sicherheit und Schutz und auf der anderen Seite die Befürchtung, zu einer komplett gläsernen Person zu werden. Wegen dieser ehtischen Fragen sind diese Tests in den meisten Ländern als Beweismittel vor Gericht unzulässig.
&lt;/div&gt;
Wie man an den Ausführungen zur kriminalistischen Relevanz und der Gesamtbeschreibung des Projekts ablesen kann, sollen im Rahmen von &quot;Feel Europe&quot; auch die ethischen Fragen und Konsequenzen eine Rolle spielen, die sich beim invasiven Messen von Emotionen, Gefühlen bzw. &quot;Biosignalen&quot; stellen. Aus meiner Sicht dient die ethische Bewertung mehr dazu, zu entwickelnden (und vermarktungsfähigen) biometrischen Techniken für die Ausbeutung menschlicher Emotionen direkt am Anfang den Ausweis ethischer Unbdenklichkeit ausstellen zu können und sie hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit rechtlichen Bestimmungen abzuklopfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;float:left; margin-right:15px; margin-bottom:10px;&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/28-10-07-humabio.png&quot; alt=&quot;HUMABIO Logo&quot; /&gt;&lt;/div&gt;
Ein weiteres Beispiel für ein Forschungsprogramm der Europäischen Union, das zum Ziel hatte, neue Techniken, Verfahren und Sensoren zu entwicklen, um sich die gesamte Bandbreite aller externen biometrischen Identitätmerkmale, internen Eigenschaften des menschlichen Körpers, Verhaltensäußerungen und Gefühlsregungen für die Überwachung, Überprüfung, Identifizierung und Authentifizierung von Personen zu erschließen, war das &lt;a href=&quot;http://www.humabio-eu.org/&quot;&gt;&quot;Human Monitoring and Authentication using Biodynamic Indicators and Behavioural Analysis&quot; (HUMABIO)&lt;/a&gt; Projekt, das von 2006 - 2008 durchgeführt wurde. In der &lt;a href=&quot;http://www.humabio-eu.org/objectives.html&quot;&gt;Beschreibung der Projektziele&lt;/a&gt; schrieben die Wissenschaftler:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
The project aims at developing a modular, robust, multimodal biometric security authentication and monitoring system which utilizes a biodynamic physiological profile, unique for each individual, and advancements of the state-of-the art in behavioural and other biometrics, such as facial, speech, gait recognition and seat based anthropometrics. HUMABIO also aims at creating the necessary enhanced security framework for the integration of the biometric authentication system to a corporate security grid or other controlled and monitored ambient intelligence environments, in order to guarantee trust and privacy concerning the citizen&#039;s personal biometric template and data.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
The main objective of the project is to enhance the security infrastructure in the industry and generally in information sensitive environments, through the use of new types of biometrics that describe the person&#039;s internal rather than external physiology. The idea behind this new approach is that each person can be physiologically characterised by a set of internal physiological indicators, such as EEG or ECG features, that range between specific limits that differ for each individual. By knowing the variation range of all these physiological indicators or even detecting baseline features that show intra-personal stability and inter-personal variability, we can create a profile, a unique biodynamic signature of the individual.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
The project also plans the fusing of the individual&#039;s physiological signature with non-obtrusive voice, face and gait recognition systems and an anthropometric system that is based on pressure sensors integrated in seats, in order to enhance the security and reliability of the system but also increase its applicability to scenarios where the physiological profile of an individual cannot be obtained. This modular nature of HUMABIO will allow the creation of non-stop authentication systems that are transparent to the subject and can be part of a generic ambient intelligence security environment. ...
&lt;/div&gt;
Für die Öffentlichkeit wurde als praktische Anwendung ein Sensor-Sessel in den Vordergrund gestellt, der in PKWs und LKWs die Merkmale des Fahrers misst und auswertet, um zum Beispiel Warnungen bei Ermüdungserscheinungen auszugeben und so zu mehr Fahrsicherheit beizutragen. Die langfristige Vision der Wissenschaftler und Auftraggeber besteht aber darin, von jedem Individuum einer Bevölkerung ein vollständiges Set aller internen und externen Merkmale zu besitzen und als Profil in einer biometrischen Datenbank zu speichern, das dann mit einem umfassenden Sensor-System, welches für das Individuum möglichst unbemerkt im Hintergrund an jedem beliebigen Ort arbeitet, mit den aktuellen Merkmalen, Verhaltens- und Gefühlsäußerungen zur Identifizierung und Authentifizierung abgeglichen wird und für Prozesse verwendet werden kann, mit denen signifikante Auffälligkeiten und Abweichungen erkannt und aufgedeckt werden können. Ein weiteres Motiv besteht darin, auch die Individuen erfassen und überprüfen zu können, deren externe biometrische Merkmale sich nur schwer oder gar nicht auswerten lassen, wie es zum Beispiel bei Fingerabdrücken der Fall sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alles noch Zukunftmusik, aber im Raum der Überwachung und Kontrolle kann die Zukunft schneller eintreten, als man denkt. Zur &quot;Einstimmung&quot; am Ende eine kleine Auflistung der Individualmerkmale, die über Forschungsprogramme, Prototypen und Systeme im Einsatz für Sicherheitstechniken erschlossen werden bzw. sind:
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Schädelgeometrie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gehirnwellenmuster&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gesichtsgeometrie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gesichtsausdruck&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Iris&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mundbewegungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stimme&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gang&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Körperhaltung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gestik&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fingerabdrücke&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fingervenenmuster&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schriftbild&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Tastaturanschläge&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Körpergeruch&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;DNA&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
Danger Room - &lt;a href=&quot;http://blog.wired.com/defense/2008/01/pentagon-resear.html&quot;&gt;Pentagon Explores &#039;Human Fear&#039; Chemicals; Scare-Sensors, &#039;Contagious&#039; Stress in the Works?&lt;/a&gt; über eine Studie der U. S. Army, die sich auf die Frage konzentriert, wie man menschliche &quot;Alarm Pheromone&quot; für &quot;Angst-Sensoren&quot; nutzbar machen könnte, um Kriminelle und Terroristen an ihrem &quot;Geruch&quot; zu erkennen.&lt;br /&gt;
Telepolis - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28030/1.html&quot;&gt;Computer liest Gedanken – fast&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Sun, 28 Oct 2007 11:03:09 +0100</pubDate>
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<item>
    <title>Rühr meine DNA nicht an</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1375-Ruehr-meine-DNA-nicht-an.html</link>
            <category>Anti-Überwachung</category>
            <category>Biometrie</category>
            <category>DNA</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Grundrecht</category>
            <category>Politik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Zur Ergänzung des Beitrags &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1324-Frankreichs-Immigranten-als-Versuchskaninchen-fuer-die-DNA-Erfassung.html&quot;&gt;Frankreichs Immigranten als Versuchskaninchen für die DNA-Erfassung&lt;/a&gt; berichtet das Electronic Privacy Information Center (EPIC) im Beitrag &quot;French Protest DNA Database Law&quot; des &lt;a href=&quot;http://www.epic.org/alert/EPIC_Alert_14.21.html&quot;&gt;letzten Newsletter 14.21&lt;/a&gt; über eine Demonstration gegen die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/categories/5-DNA&quot;&gt;DNA&lt;/a&gt;-Tests an Immigranten, die am 14. Oktober Paris stattfand.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 610px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/20-10-07-antiadndemo1.jpg&quot; alt=&quot;Anti-ADN Demo&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;198&quot; /&gt; &lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/20-10-07-antiadndemo2.jpg&quot; alt=&quot;Anti-ADN Demo&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;198&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demonstration gegen DNA-Tests in Paris.&lt;br /&gt;Foto links: AFP/Jean Ayissi. Foto rechts: AFP.&lt;/div&gt;
Die Demonstration, die von einem Konzert begleitet wurde, war von der Organisation SOS Racisme durchgeführt worden, die zusammen mit dem französischen Satiremagazin &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Charlie_Hebdo&quot;&gt;Charlie Hebdo&lt;/a&gt; auch am 2. Oktober die Petition &lt;a href=&quot;http://www.touchepasamonadn.com/&quot;&gt;Rühr meine DNA nicht an&lt;/a&gt; startete.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 302px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/20-10-07-adn_chcover.jpg&quot; alt=&quot;Charlie Hebdo Cover&quot; width=&quot;302&quot; height=&quot;416&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cover der Charlie Hebdo Ausgabe v. 3. Oktober.&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://unecharlie.canalblog.com/archives/2007/10/04/6420687.html&quot;&gt;Quelle&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;
Dem folgte am 9. Oktober ein Diskussionsforum in Paris, das neben SOS Racisme und Charlie Hebdo von der linksliberale Zeitung &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lib%C3%A9ration&quot;&gt;Libération&lt;/a&gt; organsiert wurde und an dem sich viele französische Künstler, Intellektuelle und Politiker beteiligten, die den Plänen des Sarkozy-Administration ablehnend gegenüberstehen, darunter z. B. Isabelle Adjani, Michel Piccoli und der Philosoph Bernard-Henry Lévy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während an der Demonstration in Paris &lt;a href=&quot;http://www.lematin.ma/Info/Article.asp?id=14474&quot;&gt;6000&lt;/a&gt; Franzosen teilnahmen, beteiligten sich an der Petition bis jetzt 262312 Franzosen.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 320px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/20-10-07-adnpetition1.gif&quot; alt=&quot;Petition Logo&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;95&quot; /&gt;
&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/20-10-07-adnpetition2.gif&quot; alt=&quot;Petition Logo&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;296&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abbildungen auf der Website der Petition.&lt;/div&gt;
In der Petition, auf der Demonstration und den Diskussionsforen weisen die Widerständler darauf hin, dass nach französischem Recht nicht die DNA darüber entscheidet, was Familie und Elternschaft ausmacht. Die Genetik und DNA-Tests dürften auch nicht als entscheidendes Kriterium herangezogen werden, um das Urteil über das Recht auf Einreise und Aufenthalt zu fällen. Die Heranziehung der DNA beschädige auch Gesetze zur Bioethik, die einen Missbrauch der Gentechnik als Mittel staatlicher Kontrolle und Gesellschaftspolitik verhindern sollen. Die Maßnahmen der Sarkozy-Administration stellten Immigranten unter Generalverdacht und befördern in Zeiten gewachsenen Misstrauens gegen Ausländer auch den sozialen Unfrieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Maßnahmen gegen Immigranten und die DNA-Tests riefen bei der Demonstration auch Erinnerungen an die Kollaboration des Vichy-Regimes mit den Nazis wach. Ein Blick in die französischen Google News &lt;a href=&quot;http://news.google.com/news?hl=fr&amp;amp;ned=fr&amp;amp;q=ADN&amp;amp;btnG=Recherche+Actualit%C3%A9s&quot;&gt;mit ADN (DNA)&lt;/a&gt; zeigt, dass in französischen Zeitungen wie Le Figaro, Le Monde oder Libération die rassistisch-faschistoiden Pläne der Sarkozy-Administration weiter ein großes Thema sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sarkozy-Administration wartet die Proteste ab, lässt dann Gras über die Sache wachsen und versucht es dann noch einmal, wie aus dem Daily Mail Artikel &lt;a href=&quot;http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1127823/Illegal-immigrants-DNA-tested-new-crackdown-France.html&quot;&gt;Illegal immigrants to be DNA tested under new crackdown in France&lt;/a&gt; vom 26. Januar 2009 hervorgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch (vom 23.10.07):&lt;br /&gt;
Deutsche Welle (tos) - &lt;a href=&quot;http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2844164,00.html&quot;&gt;Pariser Parlament beschließt Gentests für Einwanderer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
AP - &lt;a href=&quot;http://de.news.yahoo.com/ap/20071023/tpl-250-000-franzosen-wollen-gentests-fr-cfb2994.html&quot;&gt;250.000 Franzosen wollen Gentests für Einwanderer verhindern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
TAZ - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/frankreich-entdeckt-einwanderungs-gen/?src=MT&amp;amp;cHash=72f15cbdd8&quot;&gt;Frankreich entdeckt Einwanderer-Gen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
EDRi-gram - &lt;a href=&quot;http://www.unwatched.org/node/694&quot;&gt;Französisches Immigrationsgesetz wird im Hinblick auf DNA und Biometrie aktualisiert&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Sat, 20 Oct 2007 19:38:35 +0200</pubDate>
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    <title>Portable DNA Analyse mit dem NEC Koffer</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1366-Portable-DNA-Analyse-mit-dem-NEC-Koffer.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>DNA</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Als Optimum biometrischer Feststellung und Überprüfung der Identität gilt derzeit neben der Iriserkennung der Abgleich eines DNA &quot;Fingerabdrucks&quot;. In &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/682-Frei-zirkulierende-DNA.html&quot;&gt;DNA Datenbanken&lt;/a&gt; der Sicherheitsbehörden tummeln sich bereits Millionen von DNA Mustern, &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/181-Biometrische-Erfassung-der-EU-Buerger-beschlossen.html&quot;&gt;ID-Smartcards&lt;/a&gt;, die statt der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1338-Wollt-Ihr-die-Online-Durchsuchung-und-den-ePerso-oder-Maoam.html&quot;&gt;aktuell diskutierten Fingerabdrücke&lt;/a&gt; Muster von DNA Sequenzen in ihren Chips vorhalten, gibt es schon seit Jahren, an polizeiliche Massengentests im Zuge von Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden hat sich die Bevölkerung fast gewöhnt und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1166-Biochip-Sensoren-und-Fingerpikser.html&quot;&gt;mobile Erhebungsgeräte&lt;/a&gt;, die Bio-Chips integrieren, auf denen ein Labor in Miniaturform nachgebildet ist, werden in den Labors entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diesem Gebiet hat der IT-Konzern NEC ein neues Produkt vorzuweisen, der ja auch &lt;a href=&quot;http://www.nec.co.uk/Security_Solutions.aspx&quot;&gt;auf allen anderen Gebieten der Sicherheitstechnik&lt;/a&gt; mehr als rege ist, seien es Videoüberwachungslösungen, die Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorgestern &lt;a href=&quot;http://www.nec.co.jp/press/en/0710/1501.html&quot;&gt;stellte&lt;/a&gt; NEC das weltweit erste voll integrierte und portable DNA Analysegerät vor, das in handlicher Kofferform daherkommt und &quot;Strafermittlungen wie auch der Kriminalitätsprävention&quot; dienen soll:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 275px; &quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/17-10-07-necdnakoffer.jpg&quot; alt=&quot;NEC DNA Analyse Koffer&quot; width=&quot;275&quot; height=&quot;250&quot; style=&quot;border:1px solid #000000&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;NEC DNA Analyse Koffer&lt;br /&gt;Foto: NEC.
&lt;/div&gt;
Mit Hilfe dieses Koffers können alle Prozesse &amp;#8211; von der Erhebung der Zellproben aus Blut oder Speichel, Extrahierung der DNA, chemische Bearbeitung der DNA Fragmente bis hin zur Analyse durch einen speziellen &quot;Labor-auf-Chip&quot; Bio-Chip &amp;#8211; an jedem Ort durchgeführt werden. Braucht man bei herkömmlichen DNA Analysen mindestens einen ganzen Tag, wie es in der DNA Pressemitteilung heißt, liegt das Resultat mit dem NEC Koffer in fünfundzwanzig Minuten vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das ist eine bemerkenswerte Zeitdauer, denn gerade der Zeitfaktor, das umständliche Prozedere durch das Einsenden von DNA Proben in forensische Labors und die dortige Analyse sind neben dem invasiven Charakter, die der DNA Erfassung anhaftet, stellt ein Hindernis dar, um die DNA als taugliches biometrisches Merkmal für die Massenanwendung zu nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit höherer Integration, d. h. kleineren Analyseeinheiten, die eines Tages zu portablen Erfassungs- und Analysegeräten führen könnnen, die eine ähnliche Größe wie &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1294-Splitter-aus-dem-Alltag-der-Big-Brothers.html&quot;&gt;mobile Fingerabdruck- und Gesichtserfassungsgeräte&lt;/a&gt; erreichen und der weiteren Verbesserung der Verarbeitungsgeschwindigkeit wird sich der Präventionsstaat auch die DNA als letztes Merkmal für seine Identifizierungs- und Kontroll-Infrastrukturen &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/307-Wider-die-Gier-nach-DNA.html&quot;&gt;nutzbar machen&lt;/a&gt;. 
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    <pubDate>Wed, 17 Oct 2007 09:55:19 +0200</pubDate>
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