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    <title>ravenhorst - Netz</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/</link>
    <description>Wenn Du das Weblog liest, wirst Du nie wieder ruhig schlafen.</description>
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    <title>Scroogle - Google - Tor</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1837-Scroogle-Google-Tor.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Browser</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Netz</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Der beliebte und bekannte Scroogle Proxy Dienst hat aktuell Probleme mit Google, wie zu lesen ist, wenn man &lt;a href=&quot;https://ssl.scroogle.org/&quot;&gt;Scroogle&lt;/a&gt; aufruft bzw. eine Suchanfrage absetzt:
&lt;div class=&quot;zitat&quot;&gt;
We regret to announce that our Google scraper may have to be permanently retired, thanks to a change at Google. It depends on whether Google is willing to restore the simple interface that we&#039;ve been scraping since Scroogle started five years ago. Actually, we&#039;ve been using that interface for scraping since Google-Watch.org began in 2002.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
This interface (here&#039;s a sample from years ago) was remarkably stable all that time. During those eight years there were only about five changes that required some programming adjustments. Also, this interface was available at every Google data center in exactly the same form, which allowed us to use 700 IP addresses for Google.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
That interface was at www.google.com/ie but on May 10, 2010 they took it down and inserted a redirect to /toolbar/ie8/sidebar.html. It used to have a search box, and the results it showed were generic during that entire time. It didn&#039;t show the snippets unless you moused-over the links it produced (they were there for our program, so that was okay), and it has never had any ads. Our impression was that these results were from Google&#039;s basic algorithms, and that extra features and ads were added on top of these generic results. Three years ago Google launched &quot;Universal Search,&quot; which meant that they added results from other Google services on their pages. But this simple interface we were using was not affected at all.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
usw.
&lt;/div&gt;
Da Scroogle immer ganz praktisch bei der Nutzung von Tor war, um den lästigen &quot;We&#039;re sorry&quot; Meldungen und Captcha Anfragen zu entgehen, muss schnell ein temporärer Ersatz her: Entweder man nimmt &lt;a href=&quot;https://eu.ixquick.com/&quot;&gt;Ixquick&lt;/a&gt; oder man &lt;a href=&quot;http://mycroft.mozdev.org/search-engines.html?name=google&quot;&gt;sucht sich bei Mycroft&lt;/a&gt; einen anderen Ersatz und kann dann dort direkt das passende Search Engine Plugin in Firefox installieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit zwei Anonymouse oder auch dem &quot;Ninja&quot; Plugin klappt das ganz gut. Und da eh alle Suchanfragen bei mir per Privoxy und Tor gefiltert und anonymisiert an den Suchdienst rausgehen... Aber mir wäre lieber, wenn das Scroogle wieder geregelt bekommt &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Nur wenn man einen Suchdienst erwischt, den Google selbst als &quot;Gefährder&quot; einstuft oder der Suchdienst die IP des Tor Exit Node an Google weiterreicht, kann man wieder schlechte Karten bei Google haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Update: Mal wieder viel Geschrei um nix, laut &lt;a href=&quot;http://www.theregister.co.uk/2010/05/12/scroogle_returns/&quot;&gt;Scroogle scrapes back to life&lt;/a&gt; kann wieder gescroogelt werden &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Datenschuetzer-fordern-echte-Anonymisierung-von-Suchanfragen-1009196.html&quot;&gt;EU-Datenschützer fordern echte Anonymisierung von Suchanfragen&lt;/a&gt; (27.05.2010) 
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    <pubDate>Tue, 11 May 2010 18:37:47 +0200</pubDate>
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    <title>delicious am Rande</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1832-delicious-am-Rande.html</link>
            <category>Dies und Das</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Ich habe mich vor ein paar Tagen überwunden, den Anfang zu machen, bei delicious zu bookmarken. Überwunden deshalb, weil ich ungern externe und soziale Dienste in Anspruch nehme und delicious bei Yahoo angesiedelt ist, die ja bekanntlich in China nicht zimperlich sind, wenn es um das Überwachen und Zensieren von Dissidenten in China geht und wie andere Dienste auch bereitwillig irgendwelchen Diensten Auskunft geben, wenn die a bisserl Druck ausüben. Das auch, weil ich hier zwar ebenfalls Link-Sammlungen zum Besten geben könnte, aber ich das öde finde und man das dann auch direkt bei Dienst XYZ machen kann. Bisher habe ich das geschlossen gemacht (soweit das bei delicious möglich ist), aber wollte fragen, ob es von Interesse wäre, wenn ich die Bookmarks öffentlich führe? Wenn nicht, auch gut. Wenn doch, auch gut, denn es dürfte kein Geheimnis sein, wofür ich mich interessiere und die Links sind ja eh OSINT &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Mon, 01 Mar 2010 16:18:46 +0100</pubDate>
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    <title>Linkpartnerschaft und Linktausch</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1821-Linkpartnerschaft-und-Linktausch.html</link>
            <category>Dies und Das</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Gerade erreichte mich mal wieder eine Anfrage per E-Mail (erfreulich: OpenPGP verschlüsselt, mit meinem kleinen &quot;Annt-Anti-Spam&quot; Kürzel und auch noch per PrivacyBox) zwecks Eingehen einer sogenannten Linkpartnerschaft, auch als Linktausch, Link-Exchange oder laut Wikipedia &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Textlinktausch&quot;&gt;Textlinktausch&lt;/a&gt; bekannt, der ich hier mit einer Antwort begegnen möchte, die nicht böse oder als persönlicher Angriff zu sehen ist. Im aktuellen Fall betrifft sie ja eine interessante Webpräsenz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders amüsant sind solche Anfragen, wenn sie zum Beispiel von Herstellern von Überwachungsequipment aller Art kommen, weil das hier nun mal auch Thema ist und die das zwar haben crawlen lassen, aber eben nicht inhaltlich auswerten. Aber das nur am Rande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Regel kicke ich solche Anfragen eh sofort in den Papierkorb, wenn sie nicht im Spamfilter verenden. Ich stehe grundsätzlich nicht auf dem Spiel &quot;Linkst Du mich, linke ich Dich, aber auch nur dann&quot;, egal aus welchen Gründen (SEO oder nicht). Mir ist auch irgendein PageRank piepegal, den irgendeine Site hat, auf den dann ggf. in der Anfrage hingewiesen wird,  genauso wie ich mich auch nicht für meinen interessiere. Oder irgendeine Position, die man wer-weiß-wo in irgendeiner Liste hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich über gute Sachen stolpere, dann verlinke ich das sowieso: in einem Blogbeitrag, vielleicht im Rahmen eines Wikieintrags oder irgendwo auf der Homepage. OK, das kann auch länger dauern, obwohl ein Link bereits als wichtig/interessant/informativ in meinen Bookmarks schlummert. Ist nun mal so. Man kann mir auch gerne einen Hinweis zu einem Link mit wichtigen/interessanten/informativen Inhalten stecken, auch zur eigenen Webpräsenz. Da setze ich auch einen Link und befasse mich mit dem &quot;Angebot&quot; (oder auch nicht), egal ob man einen Rück-Link setzt. Ich stelle an Links keine Bedingungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb: Hinweise, Mails: Warum nicht, aber ohne diesen Linktauschunsinn. Hat bei mir eh keinen Zweck.  
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    <pubDate>Thu, 04 Feb 2010 20:25:29 +0100</pubDate>
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    <title>Pegelstand</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1809-Pegelstand.html</link>
            <category>Dies und Das</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Ich dachte mir, ich lasse mit einer Rückmeldung von mir hören. Allein schon wegen der (berechtigten) Nachfragen per E-Mail und Jabber, was denn nun sei, wo doch der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1808-Schotten-dicht.html&quot;&gt;Herbst&lt;/a&gt; in Deutschland Einzug gehalten hat. Themen, Ereignisse und Punkte, die man beackern kann (oder muss), gibt es ja leider wie eh und jeh mehr als genug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nur habe ich immer noch keine Zeit und auch keine Lust zu bloggen, was aber keine Absage an das Weblog und die Bloggerei darstellt. Ich spreche nur kurz zwei aktuelle Gründe an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Nach drei, vier Jahren bin ich wieder mit Linux statt Windows unterwegs, wobei Windows in einer VMware VM einkaserniert wurde. Diesmal nicht mit Fedora, sondern &lt;a href=&quot;http://www.debian.org/&quot;&gt;Debian&lt;/a&gt; – aktuell Lenny 5.0.3. Einer der Antriebe war eine &lt;a href=&quot;http://www.lpi-german.de/&quot;&gt;LPI&lt;/a&gt;-Zertifizierung Level-1, für die Debian gut passte. Dann bin ich gerade dabei, mich mit Wikis zu beschäftigen, sprich ein eigenes Wiki einzurichten und zu nutzen. Vorerst nur in geschlossener Form, weshalb es im &lt;a href=&quot;http://wiki.kairaven.de/&quot;&gt;Wiki&lt;/a&gt; auch noch nichts zu sehen gibt. Als Wiki Plattform habe ich &lt;a href=&quot;http://wiki.splitbrain.org/wiki:dokuwiki&quot;&gt;DokuWiki&lt;/a&gt; gewählt. Seitens des Hosters gibt es &lt;a href=&quot;http://wackowiki.org/&quot;&gt;WackoWiki&lt;/a&gt; zum automatischen Installieren, das ich auch einmal für ein paar Wochen drauf hatte, aber mir überhaupt nicht zusagte. Und direkt ein &lt;a href=&quot;http://www.mediawiki.org/&quot;&gt;MediaWiki&lt;/a&gt; muss es nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das alles, neben einigen Büchern, die mich locken, dem Real-Life und dem Herbst, macht ziemlich süchtig und viel Spaß, kostet auch Zeit, die ich halt im Moment lieber darin investiere statt zu bloggen. So ist das nun mal &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
P. S.: Wie mir ein Mitglied des WackoWiki Teams mailte, wird WackoWiki bis zu einer finalen Version weiterentwickelt und ist unter einer anderen URL erreichbar, die ich deshalb oben aktualisiert habe. Das was ich oben schrieb, bezog sich auf eine &quot;Uraltversion von 2005&quot;, die ich damals vom Hoster bezog, weil es schnell gehen musste, was er in seiner Mail auch richtig anmerkte. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 29 Sep 2009 12:41:37 +0200</pubDate>
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    <title>Schotten dicht</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1808-Schotten-dicht.html</link>
            <category>In Kürze</category>
            <category>Weblog</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Das Weblog wird für die nächsten Monate geschlossen, aber nicht beendet. Ich habe nur die nächste Zeit keine Zeit zum bloggen. Spätestens im Herbst geht es voraussichtlich weiter – denke ich mal. Nur damit sich keiner fragt &quot;Warum bloggt der nicht mehr&quot; und &quot;Soll ich ihn aus dem Feedreader kicken&quot; &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Bis dahin... 
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    <pubDate>Fri, 20 Feb 2009 17:21:23 +0100</pubDate>
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    <title>Gerüchte zu Skype von der Counter Terror Expo</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1804-Geruechte-zu-Skype-von-der-Counter-Terror-Expo.html</link>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Internet / TeKo</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Etwas aus der Gerüchteküche zur VoIP Lösung &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/308-Notizen-zu-Skypes-Sicherheit.html&quot;&gt;Skype&lt;/a&gt; auf der gerade in London stattfindenden &lt;a href=&quot;http://www.counterterrorexpo.com/&quot;&gt;&quot;Counter Terror Expo &#039;09&quot;&lt;/a&gt; liefert uns heute der Register Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.theregister.co.uk/2009/02/12/nsa_offers_billions_for_skype_pwnage/&quot;&gt;NSA offering &#039;billions&#039; for Skype eavesdrop solution&lt;/a&gt;. Wie es in dem Beitrag heißt, habe ein CEO eines Unternehmens, das den Geheimdiensten Equipment zuliefert, gesteckt, dass die NSA wie auch &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1647-Zum-Raid-gegen-Mitglieder-der-Piratenpartei.html&quot;&gt;andere Geheimdienste und Polizeibehörden&lt;/a&gt; so genervt von der P2P Weiterleitung der Gespräche und der Verschlüsselung mit Ebays Skype sei, dass die NSA in der Szene mit dem Angebot hausieren würde, der Firma, die der NSA eine Lösung anbieten könne, um jedes Skype Gespräch abzufangen (sonst hätte es ja keinen Sinn) und die Verschlüsselung zu knacken, mit Milliarden reich belohnen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ja, das Gerücht wäre genauso gut als Versuch geeignet, den Glauben der Skype-Nutzer an den Schutz ihrer Gespräche weiter zu schwächen. Etwas fies merkt der Register an, dass sich doch Ebay selbst den &quot;Bonus&quot; für ein NSA Backdoor in die Tasche stecken könnte. Gar nicht so abwegig, wenn man sich anschaut, &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1655-Vorratsdatenspeicherung,-UEberwachung-und-Zensur-mit-TOM-Skype-in-China.html&quot;&gt;wie Ebay und Skype in China agiert&lt;/a&gt;. 
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    <pubDate>Thu, 12 Feb 2009 16:19:18 +0100</pubDate>
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    <title>Der Beschluss des EuGH zur Vorratsdatenspeicherung am &quot;Tag danach&quot;</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1803-Der-Beschluss-des-EuGH-zur-Vorratsdatenspeicherung-am-Tag-danach.html</link>
            <category>Anonymität</category>
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            <category>Data Mining / Fusion</category>
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            <category>Grundrecht</category>
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    <comments>http://blog.kairaven.de/archives/1803-Der-Beschluss-des-EuGH-zur-Vorratsdatenspeicherung-am-Tag-danach.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Nun hat der Europäische Gerichtshof also mit seinem &lt;a href=&quot;http://curia.europa.eu/jurisp/cgi-bin/form.pl?lang=DE&amp;amp;Submit=rechercher&amp;amp;numaff=C-301/06&quot;&gt;Beschluss&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://curia.europa.eu/de/actu/communiques/cp09/aff/cp090011de.pdf&quot;&gt;entschieden&lt;/a&gt;, dass die Vorratsdatenspeicherung für alle EU-Mitgliedsstaaten formell auf der richtigen Rechtsgrundlage als &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/24/EG_%C3%BCber_die_Vorratsspeicherung_von_Daten&quot; title=&quot;Wikipedia: Richtlinie 2006/24/EG über die Vorratsspeicherung von Daten&quot;&gt;Richtlinie&lt;/a&gt; zur Rechtsangleichung für den EU-Binnenmarkt beschlossen wurde. Übrigens nicht nur durch Rat und Kommission, sondern auch unter Mitwirkung und Ränkespielen der &quot;Großen Koalition&quot; aus Sozialdemokraten und Konservativen im Europäischen Parlament. Eine Wiederholung erleben wir gerade für die Aufweichung der Privatsphäre und des Datenschutzes im &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1593-EU-Mafia-macht-Ernst-mit-Kontrolle,-Regulierung-und-UEberwachung-des-Internets.html&quot;&gt;&quot;Telekom-Paket&quot;&lt;/a&gt;. Die Humanistische Union nahm sich bereits der rechtlichen und politischen Dimension der Entscheidung in ihrer Pressemitteilung &lt;a href=&quot;http://www.humanistische-union.de/aktuelles/neue_beitraege/neue_beitraege_detail/article/grundrechte-fuer-den-freien-binnenmarkt-verhoekert/&quot;&gt;Grundrechte für den freien Binnenmarkt verhökert?&lt;/a&gt; an und äußerte darin ihren Protest. Was zwar spannende Fragen für Historiker, Juristen und Politologen sein mag, aber mich dieses Mal nicht weiter interessiert, denn das Kind ist jetzt &quot;formal&quot; in den Brunnen gefallen und der Gerichtshof wird seine Entscheidung bestimmt nicht revidieren, so kritisch sie und das undemokratische Taktieren der EU-Institutionen mit verschiedenen Kompetenzen und Rechtsakten &lt;a href=&quot;http://www.telemedicus.info/article/1157-EuGH-Vorratsdatenspeicherung-war-harmonisierungsfaehig.html&quot; title=&quot;Telemedicus: EuGH: Vorratsdatenspeicherung war harmonisierungsfähig&quot;&gt;auch zu&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/online/2009/07/vorratsdaten-eugh-urteil?page=all&quot; title=&quot;Zeit: Bürokraten im Talar&quot;&gt;würdigen ist&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Beschluss stellt einen schweren Schlag für alle Gegner der Vorratsdatenspeicherung dar, denn damit hat sich die Hoffnung zerstoben, dass mit einem gegenteiligen Beschluss des Gerichtshofs der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung und deren Umsetzungen in die nationalen Gesetze bereits formal die rechtliche Grundlage und Legitimation entzogen wäre, was den Widerstand und das weitere rechtliche Vorgehen gegen die nationalen Umsetzungen gestärkt hätte. Das zu beschönigen, indem man jetzt darauf herumreitet, dass der Beschluss ja &quot;nur&quot; die formelle Rechtmäßigkeit der EU VDS-Richtlinie betrifft, ist ziemlich daneben, auch wenn es der optimistischen Aufrichtung der eigenen Reihen dienlich ist. Insofern verständlich, nützlich oder vielleicht nur die Frage, wie man gerne &quot;Politk&quot; betreibt, weshalb es keiner Vertiefung bedarf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie in der Pressemitteilung des Gerichtshofs selbst formuliert und in der Pressemitteilung &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/298/79/lang,de/&quot;&gt;&quot;Nach Entscheidung zu Vorratsdatenspeicherung: Datenschützer weiter zuversichtlich&quot;&lt;/a&gt; des AK VDS oder &lt;a href=&quot;http://www.bfdi.bund.de/cln_007/nn_531002/sid_2D4277F6EC7B72477238AF2EAB1439A0/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM__06__09EuGH__Entscheidung__Vorratsdatenspeicherung.html&quot;&gt;&quot;EuGH-Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung räumt verfassungsrechtliche Zweifel nicht aus&quot;&lt;/a&gt; des Bundesdatenschutzbeauftragten aufgeriffen, geht es im Rahmen der juristischen Widerstandsmöglichkeiten nun darum, dass über die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1406-Gegen-Vorratsdatenspeicherung-ausufernde-Telekommunikationsueberwachung.html&quot;&gt;eingelegten Verfassungsbeschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; das Bundesverfassungsgericht überprüft bzw. vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lässt, ob die &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;eventuelle Verletzung der Grundrechte als Folge von mit der Richtlinie verbundenen Eingriffen in das Recht auf Privatsphäre&lt;/span&gt;&quot; durch die EU-Richtlinie selbst und das in Deutschland beschlossene &quot;Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung (Richtlinie 2006/24/EG)&quot; besteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die vom Gerichtshof angenommene Eventualität ist zu verneinen, denn das von Dir und mir permanent jeweils für sechs Monate alle Verkehrsdaten der Internet- und Telekommunikationsnutzung, Standortdaten der Handynutzung und unsere Nutzerdaten für Richter, Staatsanwälte, Polizei- und Geheimdienstbehörden zur Verfügung stehen, ist weder notwendig, noch verhältnismäßig und effektiv ist es auch nicht. Aber darüber haben nicht mehr die Regierung und die Abgeordneten der Großen Koalition im Bundestag zu befinden oder wir, sondern die Gerichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den Fortgang der Verfahren und die Entscheidungen der Gerichte knüpfen sich deshalb sowohl optimistische Erwartungen, Hoffnungen und Zweifel. Von einigen Seiten wird dabei der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Solange_II&quot; title=&quot;Wikipedia: Solange_II&quot;&gt;&quot;Solange-II-Beschluss&quot;&lt;/a&gt; des Bundesverfassungsgerichts angeführt. Verkürzt aus optimistischer Perspektive gesagt: Sieht das Bundesverfassungsgericht in Rechtsakten der EU (wie die VDS-Richtlinie), davon abgeleiteten nationalen Gesetzen (wie dem deutschen VDS-Gesetz) und Beschlüssen des Europäischen Gerichtshofs (wie zur VDS-Richtlinie) keinen wirksamen Schutz der Grundrechte gegeben, der den Grundrechten und ihrem Schutz im Grundgesetz entspricht, muss es Verfassungsbeschwerden (wie die gegen die VDS-Richtline und das VDS-Gesetz) zulassen und die darin aufgeworfenen Beschwerden und Fragen klären. Würde das Bundesverfassungsgericht das anders sehen, die Verfassungsbeschwerden nicht weiter verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun kann man bereits in der oben erwähnten Feststellung der Pressemitteilung des Gerichtshofs und seinem Beschluss den indirekten Auftrag an die nationalen Verfassungsgerichte erkennen, die Klagen bezüglich der &quot;eventuellen&quot; Grundrechtsverletzungen und das Ausmaß der Eingriffe aufzunehmen und zu verfolgen. Also: &quot;Hallo Bundesverfassungsgericht, formell ist nichts mehr am Conatiner der EU-Richtlinie zu beschliessen, aber mit dem Inhalt des Containers stimmt in Sachen Verletzung der Grundrechte und der Privatsphäre etwas nicht&quot;. Zum anderen haben Bundesgerichte &amp;#8211; darunter auch das Bundesverfassungsgericht &amp;#8211; in &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/284/79/lang,de/&quot; title=&quot;AK VDS: Bundesgerichte kritisieren Vorratsdatenspeicherung&quot;&gt;Stellungnahmen&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/274/79/lang,de/&quot; title=&quot;AK VDS: Gerichtliche Eilentscheidung: Schrittweiser Kollaps der Vorratsdatenspeicherung erwartet&quot;&gt;Eilentscheidungen&lt;/a&gt; zur Einschränkung der in Deutschland seit 2009 im vollen Umfang aktiven Vorratsdatenspeicherung erkennen lassen, dass die Vorratsdatenspeicherung mit Grundrechtseingriffen und einer präventiven Totalüberwachung verbunden ist, die Achtung des Wesensgehalts der Grundrechte und ihren ausreichenden Schutz vermissen lassen, was sich auch in &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1383-Interview-mit-dem-Praesidenten-des-Bundesverfassungsgerichts.html&quot;&gt;einigen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1534-Ex-Richter-am-Bundesverfassungsgericht-Hoffmann-Riem-zu-Sicherheitspolitik,-Vorratsdatenspeicherung-und-Online-Durchsuchung.html&quot;&gt;Äußerungen&lt;/a&gt; von Richtern des Bundesverfassungsgerichts spiegelte. Insofern ist Zuversicht und Grund zur Hoffnung durchaus angebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie das Ausmaß und die Qualität des Ausgangs der Verfassungsbeschwerden in unserem Sinne ausehen wird &amp;#8211; dazu gibt es wieder verschiedene Ansichten und Perspektiven. Statt sie lang und breit auszuwalzen, schließe ich mit meinem kleinen Glaskugelausblick. Von den gleichen Stellungnahmen, vorläufigen Beschlüssen und Interviews aus Richtung der Bundesgerichte, aber u. a. auch Beschlüssen wie zum BKA-Gesetz oder Luftsicherheitsgesetz und dem weiter bestehenden &quot;Anti-Terror &amp;#8211;&quot;Sicherheit über alles&quot; Kontext ausgehend, glaube ich nicht, dass die Gerichte die Vorratsdatenspeicherung an sich komplett scheitern lassen werden und es zum vollständigen Kollaps kommen wird, wie zum Beispiel immer wieder aus dem AK VDS zu hören ist. Als Resultat der Verfahren erwarte ich den Fortbestand der Vorratsdatenspeicherung, aber mit der Feststellung, dass sie in Teilen verfassungswidrig und deshalb Richtlinie und/oder Gesetz zur VDS durch Parlamente und Regierungsinstitutionen zu korrigieren ist und zusätzliche Beschränkungen und Kontrollen als Gegengewichte zu implementieren sind. Damit verbunden als Alternative oder Optimum, Vorratsdatenspeicherung durch &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/922-Data-Freeze-statt-VDS.html&quot;&gt;&quot;Quick Freeze&quot;&lt;/a&gt; zu ersetzen oder &quot;Quick Freeze&quot; Elemente zu integrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu dem, was 2004 ursprünglich durch den VDS-Entwurf des Quartetts Frankreich, Irland, Schweden und Großbritannien in die Welt gesetzt werden sollte und was jetzt in der Richtlinie und im deutschen Gesetz verankert ist, wären auch diese möglichen Resultate als Gewinn für Grundrechte und die Privatsphäre jedes Internet- und Telekommunikationsnutzers zu verbuchen, der aus meiner Sicht allen Aufwand im Zeitraum 2002 - 2009 gelohnt hätte, obgleich sie die Nutzer auch weiterhin nicht aus der Selbst-Verantwortung entlassen würden, mit der Unterstützung und Anwendung von Anonymisierungs- und Verschlüsselungslösungen den Selbst-Schutz ihrer Grundrechte und Privatsphäre effektiv und kreativ auszugestalten &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein P.S. muss auch noch sein. Mir ist bewußt, dass &quot;Lissabon&quot; und der aktuelle Datenschutzskandal (Bahn) an diesen Tagen im Vordergrund steht und den Beschluss des Europäischen Gerichtshofs zur EU-Richtlinie verdrängt, aber dennoch empfand ich (mal wieder) die Reaktionen und Aufnahmen auf den Beschluss in der Presse und den Sendern mit Ausnahme der hier verlinkten Beiträge als äußerst ungenügend, um nicht zu sagen erbärmlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
beck-blog - &lt;a href=&quot;http://www.blog.beck.de/2009/02/10/eugh-halt-vorratsdatenspeicherung-richtlinie-als-geeignete-rechtsgrundlage/&quot;&gt;EuGH hält Vorratsdatenspeicherung: Richtlinie als geeignete Rechtsgrundlage&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
netzpolitik - &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2009/eugh-vorratsdatenspeicherung-ist-legal/&quot;&gt;EuGH: Vorratsdatenspeicherung ist legal&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
FoeBuD - &lt;a href=&quot;http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/eugh-erklaert-vorratsdatenspeicherung-fuer-rechtskraeftig&quot;&gt;EuGH erklärt Vorratsdatenspeicherung für rechtskräftig&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Futurezone - &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1502409/&quot;&gt;EuGH bestätigt Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/Europaeischer-Gerichtshof-bestaetigt-Rechtsgrundlage-fuer-Vorratsdatenspeicherung--/meldung/132247&quot;&gt;Europäischer Gerichtshof bestätigt Rechtsgrundlage für Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Wed, 11 Feb 2009 12:07:12 +0100</pubDate>
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    <title>Streifzug durch die Welt der Zensur und Überwachung</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1800-Streifzug-durch-die-Welt-der-Zensur-und-UEberwachung.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Anti-Überwachung</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    In Australien stockt das &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1739-Australien-auf-dem-Weg-zur-Great-Firewall-Der-Kampf-gegen-Clean-Feed.html&quot;&gt;&quot;Cleanfeed&quot; Projekt&lt;/a&gt; der Regierung, die den Internetzugang-Providern die Verpflichtung bringen soll, zwei Filterlisten der Regierung zu implementieren, mit denen Internetnutzern über eine Filterliste zwingend die Verbindung zu Rechnern blockiert wird, während sie die andere Filterliste freiwillig nutzen können. Wie The Age im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.theage.com.au/news/technology/web/labors-deafening-silence-as-web-censorship-trials-delayed/2009/01/30/1232818711139.html&quot;&gt;Labor&#039;s &#039;deafening silence&#039; as web censorship trials delayed&lt;/a&gt; berichtete, herrscht zum Testeinsatz der zweistufigen Filterlisten, der bereits im Dezember 2008 mit teilnehmenden Internetzugang-Providern starten sollte, Stille vor. Bekannt ist nur, dass sich 16 Provider für den Testlauf beworben hatten. Auch eine für Mitte Januar angekündigte Mitteilung zum weiteren Prozedere seitens des federführenden Kommunikationsministeriums blieb aus. Mit kooperierenden Providern sieht es eh nicht gut aus. Der Provider &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Iinet&quot; title=&quot;Wikipedia: iiNet&quot;&gt;iiNet&lt;/a&gt; hatte sich nur zum Test der Zwangsliste gemeldet, aber um der Regierung zu zeigen, dass ihr Filterplan totaler Schwachsinn ist, während zwei weitere große Provider in Australien &amp;#8211; &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Telstra&quot; title=&quot;Wikipedia: Telstra&quot;&gt;Telstra&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Internode_Systems&quot; title=&quot;Wikipedia: Internode Systems&quot;&gt;Internode&lt;/a&gt; &amp;#8211; von den Plänen der Regierung überhaupt nichts wissen wollen und sich einer Teilnahme am Test enthalten. Damit fällt die Unterstützung für die Pläne von Kommunikationsminister Conroy durch die drei größten Provider in Australien aus, was für ihn bedeuten würde, nicht mit aussagekräftigen Daten aufwarten und die Provider für seine Zwecke benutzen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Hersteller für Filterprodukte in Hard- und Software, die angesichts der Cleanfeed Pläne neue Absatzmöglichkeiten wittern, betreiben laut des Vorsitzenden des australischen &lt;a href=&quot;http://www.iia.net.au/&quot;&gt;Verbands der Internetwirtschaft&lt;/a&gt; Peter Coroneos derweil intensives Lobbying bei den Providern, doch an dem Test teilzunehmen, wofür man ihnen gerne kostenlos mit Support, Soft- und Hardware zur Seite stehen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am 12. Februar lieferte The Age im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.theage.com.au/news/technology/web-censorship-trials-to-exclude-large-isps/2009/02/12/1234028159641.html&quot;&gt;Web censorship trials to exclude large ISPs&lt;/a&gt; die Liste der Provider, die von der Regierung für die Filter &quot;Tests&quot; ausgewählt wurden: Primus Telecommunications, Tech 2U, Webshield, OMNIconnect, Netforce und Highway 1. Die beiden großen Provider Optus und iiNet wurden laut The Age wegen ihrer kritischen Position vom Test ausgeschlossen.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bezüglich der Filter- und Blockierpläne in Deutschland, die vom Familienministerium in die Welt gesetzt wurden, obwohl sie für das Erreichen des vorgeblichen Ziels, den Zugang zu Websites zu verhindern, über die kinderpornografische Inhalte angeboten, getauscht oder verteilt werden sollen, &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1795-Chaosradios-Familieninternet-Sendung.html&quot;&gt;weder effektiv noch praktikabel&lt;/a&gt; sind, hatte das deutsche Pendant zum australischen Verband, der eco e. V., im Namen seiner Mitglieder &lt;a href=&quot;http://www.eco.de/verband/202_5801.htm&quot;&gt;seine Bereitschaft erklärt&lt;/a&gt;, Filter- und Blockiermaßnahmen umzusetzen, solange ihm die Regierung das passende Gesetz vor die Nase setzt, das den Internetzugang-Providern &quot;Rechtssicherheit&quot; garantiert, sprich sie von jeglicher Haftung befreit, wenn es aufgrund der Anwendung der Maßnahmen zu Klagen und Beschwerden von Inhalteanbietern und Websitebetreiber kommt, die ungerechtfertig durch die Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen werden und aufgrund der Tatsache, dass sie gegen das Telekommunikationsgeheimnis verstoßen, da sie sich zuerst alle Anfragen ihrer Kunden anschauen und gegen die Filterliste abgleichen müssen, um danach überhaupt blockieren zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was übrigens das zentrale Merkmal aller Mechanismen ist - jeder Mechanismus beinhaltet zwingend die Verletzung des Datenschutzes und Fernmeldegeheimnisses wegen der Überwachung der Internetnutzung aller Kunden durch den Internetzugang-Provider selbst, denn der muss je nach Ausgestaltung der Filterlisten und technischen Lösungen die Datenpakete, URLs und Protokolle inspizieren, die der Kunde mit seinen Anfragen aussendet und nutzt. Das lässt sich auch für das Erkennen und Blockieren von Anfragen zu allen Webseiten und -sites, Newsgroups, IRC Channeln, BitTorrent-Trackern, P2P-Netzen usw. nutzen, die Dienste und Inhalte anbieten, von denen nach Auffassung der Interessenkreise die Internetnutzer ihre Finger zu lassen haben und damit auch für technische Zensur-Versuche, um den Zugang zu politischen Inhalten zu erschweren, die man auf den &quot;Index&quot; der Filterlisten und technischen Zensur-Infrastruktur setzt. Genau das geschieht in Ländern wie China. Bis zur Inspektion zwecks Erkennung und Blockierung von Anonymisierungs- und Umgehungslösungen bleibt es freilich wie bisher bei der Ausblendung aller indizierten Ziele für die Mehrheit der Internetnutzer, die sich keiner alternativer DNS Server, Anonymisierungsnetze und VPNs bedienen. Der Rest routet wie bisher drumherum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Änderung der Positionierung des eco e. V. war auch nicht anlässlich der &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/aktuell/presse/2009/pm_0902121.html&quot;&gt;öffentlichen Expertenbefragung des Unterausschusses Neue Medien des Deutschen Bundestages am 12.02.2009 mit dem Motto &quot;Kinderpornographisches Angebot im Netz per Verfügung sperren?&quot;&lt;/a&gt; erkennbar, wie sich der Pressemitteilung zur &lt;a href=&quot;http://www.eco.de/verband/202_5971.htm&quot;&gt;eco-Stellungnahme Zugangserschwerung zu Kinderpornografie im Internet&lt;/a&gt; vom 12.02.2009 entnehmen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Bereitschaftserklärung der Internetzugang-Provider werden wohl ähnlich wie in Australien Besuche der Hersteller für Filterlösungen, deren Sichtung durch &quot;Experten&quot; der Provider und Bundesregierung mit anschließenden Feldversuchen und einer &quot;freiwilligen Selbstverpflichtung&quot; zur Filterung folgen, bevor durch eine Änderung des Telemediengesetzes der gesetzliche Zwang für alle Internetzugang-Provider kommt, Filter- und Blockiermechanismen zu implementieren und ihre Kunden zu scannen.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;Daher ist zum einen festzuhalten, dass Sperrungen durch die Access-Provider zwar technisch möglich sind, jedoch kann jede der drei aufgeführten Sperrtechniken [Anm.: DNS-Manipulation, Zwangs-Proxy, IP-Sperre] mit einem vergleichsweise geringen Aufwand von dem Nutzer oder den Anbietern der Inhalte umgangen werden. Zum anderen bleibt bezüglich der Verhinderung des Zugangs zu bestimmten Webseiten festzuhalten, dass eine dauerhafte, zielgerichtete Sperrung ohne erhebliche Nebenwirkungen auf der Grundlage der gegebenen Internetstruktur nahezu unmöglich ist. Um im Internet Sperrverfügungen sinnvoll und effektiv umsetzen zu können, müsste die Struktur des Internets komplett neu gestaltet werden. Aus den genannten Gründen ist auch die Erforderlichkeit einer Sperrungsanordnung fraglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Denn selbst wenn die Sperrungen geeignet sind, den Zugang von 70 bis 80 Prozent der Nutzer zu den gesperrten Inhalten zu verhindern, so befinden sich noch zahlreiche weitere vergleichbare Inhalte im Netz, so dass die Chancen, den Schutz der deutschen Bevölkerung vor der Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten, illegalem Glücksspiel, Werbung für terroristische Ziele, Volksverhetzung oder Betrug durchzusetzen, durch die Sperrung von einigen Internetseiten nur unwesentlich vergrößert werden dürften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Denn wenn auch zuzugeben ist, dass Belange des Jugendschutzes im Allgemeinen
und der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Beschränkungen der Kommunikationsfreiheit
legitimieren können, muss dennoch berücksichtigt werden, dass die Gefahr weitergehender Beeinträchtigungen besteht, wenn Access-Provider Geldbußen befürchten müssen, weil sie bestimmte Inhalte nicht hinreichend ausfiltern können. Dann nämlich besteht die Gefahr, dass diese Provider zur Vermeidung möglicher Nachteile auch Inhalte sperren, die an sich unbedenklich sind. Im Ergebnis würden dadurch private Unternehmen zu einer Art Zensurstelle, die darüber entscheidet, welche Informationen zu den Bürgern gelangen können und welche nicht, ohne dass die gleichen rechtsstaatlichen Vorkehrungen gegen einen Missbrauch dieser Macht bestehen würden wie gegenüber staatlichen Einschränkungen der Kommunikationsfreiheit. Hält man sich das große Missbrauchspotenzial, das gerade bei zentralen technischen Filtersystemen besteht, und die Bedeutung der Kommunikationsfreiheit für eine freiheitliche Demokratie vor Augen, so muss diese Gefahr als besonders schwerwiegend angesehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Gerade am Beispiel China zeigt sich, dass Sperrungen durchaus wirksam durchgesetzt werden können, allerdings mit einem erheblichen Aufwand an Kosten, Zeit und Human
Resources. Um Sperrungen effektiv handhaben zu können, müsste das Internet ganzheitlich
umstrukturiert werden und insbesondere seine ursprüngliche Intention, nämliche
die dezentrale Vernetzung von Computern, aufgegeben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style:normal&quot;&gt;Auszüge aus der Ausarbeitung &quot;Sperrverfügungen gegen Internet-Provider&quot; der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages vom 27.01.2009 &amp;#8211; zurückgehalten, bis sie über den Beitrag &lt;a href=&quot;http://netzpolitik.org/2009/wir-praesentieren-das-bundestag-gutachten-zur-netzensur/&quot;&gt;Wir präsentieren: Das Bundestag-Gutachten zur Netzzensur&lt;/a&gt; auf netzpolitik.org zugänglich wurde.&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;
Den Überwachungs- und Filterplänen der Familienministerin als angeblich &lt;a href=&quot;http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=116112.html&quot;&gt;&quot;scharfem Schwert&quot; zur Bekämpfung der Kinderpornografie &quot;auf allen Ebenen&quot;&lt;/a&gt;, die &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/Schaeuble-will-Kampf-gegen-Kinderpornografie-internationalisieren--/meldung/121809&quot; title=&quot;Heise - Schäuble will Kampf gegen Kinderpornografie internationalisieren&quot;&gt;nach dem Willen des Bundesinnenministers&lt;/a&gt; mit den gleichen Mitteln internationalisiert werden sollte, gesellt sich das &lt;a href=&quot;http://www.humanistische-union.de/aktuelles/neue_beitraege/neue_beitraege_detail/article/gesinnungsstrafrecht-schafft-keine-sicherheit-humanistische-union-kritisiert-terrorcamp-gesetzentw/&quot; title=&quot;Gesinnungsstrafrecht schafft keine Sicherheit. Humanistische Union kritisiert &#039;Terrorcamp-Gesetzentwurf&#039;&quot;&gt;&quot;Gesetz zur Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgefährdenden Gewalttaten&quot;&lt;/a&gt; zur Seite, zu dem Heribert Prantl nicht umsonst &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/924/456592/text/&quot;&gt;&quot;Per Mausklick zum Terrorist&quot;&lt;/a&gt; titelte, denn die diffus ausgelegten Bestimmungen zur Bekämpfung von Verhaltenweisen, von denen die Sicherheitsbehörden mutmaßen, sie könnten Vorbereitungs- und Unterweisungshandlungen darstellen, die möglicherweise zur praktischen Begehung von Terrorakten führen könnten, lassen erwarten, dass es bald auch vom BKA verwaltete Filterlisten zu Zielrechnern und Adressen geben wird, die man als &quot;terroristisch&quot; einstuft und die Internetzugang-Provider auch dazu verpflichtet werden, die Anfragen und Internetnutzer dahingehend zu durchleuchten, ob sie nun angehende Djihadisten sind oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Mit den Hintergründen, Konsequenzen und Bewertung der Filter-Pläne der beiden Bundesministerien beschäftigte sich auch Alvar anlässlich eines Seminars der Friedrich-Naumann-Stiftung zum Thema &quot;Internet-Sperren und Internet-Filter&quot;. Die Inhalte und Ergebnisse seines dort abgehaltenen Workshops &amp;#8211; denen ich nur zustimmen kann &amp;#8211; kann man im Beitrag &lt;a href=&quot;http://blog.odem.org/2009/02/internet-sperren-workshop.html&quot;&gt;Internet-Sperren: die Fehleinschätzungen der Befürworter&lt;/a&gt; des Odem Weblogs vom 12.02.2009 nachlesen.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;Das Web ist eine ideale Plattform für extremistische Kräfte, die den status quo gegen den Willen einer Mehrheit verändern wollen. Ob Rechtsextremisten, Linksextremisten oder Islamisten, ob gewalttätig, gewaltbejahend oder gewaltlos: sie alle sind im Netz aktiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wir dürfen eben nicht zulassen, dass sich das Netz zu einer radikalen Gegenwelt entwickelt (...) Also stehen wir in einem doppelten Wettbewerb: in einem technischen und rechtlichen um den Schutz unserer Informations- und Kommunikationsinfrastruktur gegen Missbrauch (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dort, wo das Netz rechtsfreie Räume schafft, müssen wir neue Instrumente suchen. Das gilt für das nationale Recht, aber auch darüber hinaus. Vielleicht sollten wir uns auch grundsätzliche Gedanken darüber machen, ob nationalstaatliches Recht noch ausreicht. Ich bin mir gar nicht sicher, ob wir uns mit dem Internet überhaupt noch im nationalen Rechtsrahmen bewegen (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So brauchen wir zum Beispiel auch eine enge und professionelle Zusammenarbeit mit den Internet-Providern. Wir müssen gemeinsam Wege finden, wie wir ihre Netze und Web-Hosts besser gegen Missbrauch schützen. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass Suchmaschinen dazu genutzt werden, extremistische Seiten prominenter zu platzieren. Wir müssen den Zugang zu gefährlichen, in Deutschland verbotenen Inhalten erschweren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=&quot;font-style:normal&quot;&gt;Aus der Rede &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Reden/2009/02/BM__Symposium.html&quot;&gt;&quot;Radikalisierung im Internet &amp;#8211; Herausforderung für Staat und Gesellschaft&quot;&lt;/a&gt; von Bundesinnenminister Schäuble, gehalten am 11.02.2009 anlässlich des Symposiums &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2009/02/Symposium.html&quot; title=&quot;BMI: Innenminister und Experten aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden diskutieren in Berlin  über Bekämpfung des islamistischen Extremismus&quot;&gt;&quot;Bekämpfung des Islamistischen Extremismus&quot;&lt;/a&gt;, die man auch mit einer Frage betiteln könnte: &quot;Wie schaffen wir einen internationalen Rechtsrahmen für die Verpflichtung aller Internetzugang-Provider und eine internationale Monitoring-, Filter- und Zensurinfrastruktur herbei?&quot;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
In Großbritannien sorgte derweil der &lt;a href=&quot;http://www.culture.gov.uk/what_we_do/broadcasting/5631.aspx&quot;&gt;&quot;Digital Britain&quot; Zwischenbericht&lt;/a&gt; des britischen Medien- und Kulturministers Lord Carter of Barnes für Schlagzeilen und Befürchtungen. Im &lt;a href=&quot;http://www.culture.gov.uk/images/publications/S3_digital_britain_interimreportjan09.pdf&quot;&gt;3. Teil über &quot;Digitale Inhalte&quot;&lt;/a&gt; wird angekündigt, was die britische Regierung für kommende Gesetzesvorhaben zur Bekämpfung von Cybercrime, des File-Sharings und der P2P-Netze im Interesse der Urheberrechteverwalter und -verwerter plant. Generell schwebt den Verfassern des Berichts ein &quot;effektives und durchsetzbares Rahmenwerk zum Schutz digitaler Inhalte&quot; vor, das abgestuft international, auf nationaler und EU-Ebene um- und durchgesetzt wird. Mehr dazu später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Für die nationale Ebene &amp;#8211; in Großbritannien &amp;#8211; spricht der Zwischenbericht das angekündigte und zum Ende des Jahres 2009 seinen Betrieb aufnehmende &quot;National Centre for IP Crime&quot; an, das sich auf die Cybercrime-Bekämpfung konzentriert, wozu auch das kommerziell betriebene File-Sharing im großen Stil gehört. Die &quot;kleinen Fische&quot;, sprich den einzelnen Internetnutzer, der sich für private Zwecke Daten per File-Sharing an Land zieht, wird sich parallel dazu die neue &quot;Rechte-Agentur&quot; Behörde vornehmen. In ihr sitzen britische Internetzugang-Provider, Netzwerk-Betreiber, Suchmaschinen-Anbieter, Urheberrechteverwalter und -verwerter, die Medienindustrie, Sender und Verlage zusammen mit Vertretern der britischen Regierung an einem Tisch, um sich rechtliche und technische Maßnahmen zur File-Sharing Bekämpfung und Wege zur Kompensation und Verteilung der anfallenden Kosten zu überlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Neben der Verwendung von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung&quot; title=&quot;Wikipedia: Digitale Rechteverwaltung&quot;&gt;Digital Rights Management (DRM)&lt;/a&gt; Techniken und des &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Automated_Content_Access_Protocol&quot; title=&quot;Wikipedia: Automated Content Access Protocol&quot;&gt;&quot;Automated Content Access Protocol&quot;&lt;/a&gt; heißt das die Anwendung der Strategie der &quot;abgestuften Reaktion&quot;, wie sie ähnlich unter dem Begriff &quot;Three Strikes Out&quot; in Frankreich und in den EU-Institutionen im Gespräch ist bzw. angewendet wird. Im Bericht sieht die &quot;Reaktion&quot; so aus, dass die Urherberrechte- und Medienindustrie wie bisher direkt oder über entsprechende Dienstleister in gängigen File-Sharing Netzen, Binary-Newsgroups usw. die IP-Adressen und das Nutzungsverhalten von File-Sharern ermittelt. Über die abgeschöpften Informationen wird der zuständige Internetzugang-Provider ermittelt und ihm die Informationen als &quot;Beweise&quot; übergeben. Andere Daten und Informationen stehen den Copyright-Schnüfflern auch nicht zur Verfügung. Der Provider versendet daraufhin an den angeblichen Nutzer der IP-Adresse eine Verwarnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Präsentieren die Vetreter der Urheberrechte- und Medienindustrie dem Internetzugang-Provider eine richterliche Anordnung, die sie sich zum Beispiel nach Auswertung der vom Provider übermittelten Informationen besorgen, muss der Provider die Anonymisierung der Daten aufheben und zusätzlich die persönlichen Daten des Internetnutzers zusammen mit den Nutzungs- und Verkehrsdaten übermitteln. Was anscheinend (noch) nicht in Großbritannien im Gegensatz zu Frankreich oder &lt;a href=&quot;http://www.iptegrity.com/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=241&amp;amp;Itemid=9&quot; title=&quot;IPintegrity - 3-strikes +++ proposed in Italy &quot;&gt;Italien&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/02/kiwis-get-strict-copyright-three-strikes-law-at-months-end.ars&quot; title=&quot;Ars Technica - Kiwis get strict copyright, three-strikes law at month&#039;s end&quot;&gt;Neuseeland&lt;/a&gt; auf der Agenda steht, ist die Verweigerung des Internetzugangs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alle geplanten Maßnahmen setzen die Anwendung und Verwendung der Vorratsdatenspeicherung für die Verfolgung aller File-Sharing Nutzer voraus. Da die Provider zugleich gesetzlich verpflichtet werden sollen, Nutzungs- und Verkehrsdaten der Nutzer mit wiederholter File-Sharing Nutzung in anonymsierter Form &lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;nach&lt;/span&gt; erfolgten Verwarnungen zur Verfügung zu stellen, bedeutet das die Nutzung zukünftig erhobener Vorratsdaten, sowie die Überwachung und Kontrolle auffällig gewordener Internetnutzer durch den Internetzugang-Provider. Vorratsdatenspeicherung zur &quot;Terrorbekämpfung&quot; und der schweren Organisierten Kriminalität war gestern. Wie man sieht, resultieren aus den Mechanismen und Gesetzen unter dem Vorzeichen der &quot;File-Sharing Bekämpfung&quot; wie die zur &quot;Blockierung&quot; von &quot;Kinderpornografie&quot; und &quot;unerwünschter Inhalte&quot; ebenfalls Eingriffe in Datenschutzrechte und das Fernmeldegeheimnis, sprich Überwachung und Kontrolle der Internetnutzer und ihrer Internetnutzung, zuzüglich einer ausgeweiteten Verwendung der Vorratsdatenspeicherung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für den Stellenwert der Vorratsdatenspeicherung für zukünftige Überwachungszwecke und ihre Ausweitung, das zugleich ein Beispiel für die wechselseitigen Abstimmungsprozesse der verschiedenen politischen Ebenen ist, stellt der geplante Artikel 6 (6a) der &quot;ePrivacy&quot; Richtlinie des &quot;Telekom-Pakets&quot; der EU und der geplante Artikel 3 des &lt;a href=&quot;http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Gesetze/Entwurf__BSIG,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Entwurf_BSIG.pdf&quot;&gt;Gesetzes zur Errichtung eines Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)&lt;/a&gt; in Deutschland dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In beiden Rechtstexten werden Dienste- und Inhalteanbietern, Netzwerkbetreibern und Providern neue Befugnisse zur Vorratsdatenspeicherung von Verkehrs- und Nutzungsdaten eingeräumt &amp;#8211; &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;zum Erkennen, Eingrenzen
oder Beseitigen von Störungen&lt;/span&gt;&quot; wie im BSI Gesetz bzw. &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;um technische Maßnahmen für Netz- und Informationssicherheit durchzuführen&lt;/span&gt;&quot; wie in der &quot;ePrivacy&quot; Richtlinie des EU &quot;Telekom-Pakets&quot;. Die Begriffe der &quot;Sicherheit&quot; und &quot;Störung&quot; werden dabei bewußt diffus gehalten oder überhaupt nicht näher eingegrenzt, um die weitestgehende Nutzung von Vorratsdaten mit der Option, sie später noch weiter auszuweiten, gesetzlich zu verankern, während die Voraussetzungen und Speicherzeiträume mal enger, mal weiter gefasst sind. Zum Beispiel heißt es in der Begründung des BSI-Gesetzes, &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;der Begriff der Störung ist umfassend zu verstehen als jede vom Diensteanbieter nicht gewollte Veränderung der von ihm für sein Telemedienangebot genutzten technischen Einrichtungen&lt;/span&gt;&quot;. Grund und Anlass genug, dass Datenschutzorganisationen wie EDRi, der AK VDS und La Quadrature du Net auf diese versteckten Angriffe gegen die Privatsphäre der Internetnutzer besonders in den Mitteilungen &lt;a href=&quot;http://www.unwatched.org/node/1264&quot;&gt;EU Antrag gefährdet vertrauliche Kommunikationsdaten&lt;/a&gt; bzw. &lt;a href=&quot;http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/297/55/lang,de/&quot;&gt;Kampagne gegen verdachtslose Aufzeichnung des Surfverhaltens im Internet gestartet&lt;/a&gt; hinwiesen und alle Internetnutzer zum verstärkten Protest aufrufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
In Irland ist man mit der &quot;abgestuften Reaktion&quot; beim irischen Provider &lt;a href=&quot;http://www.eircom.net/&quot;&gt;Eircom&lt;/a&gt; schon weiter und hat auch die letzte &quot;Reaktiosstufe&quot; &amp;#8211; die Kappung des Internetzugangs bzw. Kündigung des Vetragsverhältnisses durch den Internetzugang-Provider &amp;#8211; in die Tat (und kein Gesetz) umgesetzt, wie TechWire im Beitrag &lt;a href=&quot;http://www.yourtechstuff.com/techwire/2009/01/eircom-settles-with-big-music-will-cut-off-filesharers.html&quot;&gt;Eircom settles with Big Music: will cut off file-sharers&lt;/a&gt; und die Irish Times im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2009/0128/breaking81.htm&quot;&gt;Downloaders face disconnection following Eircom settlement&lt;/a&gt; berichteten. Das Resultat eines Deals, der zum vorzeitigen Abschluss einer &lt;a href=&quot;http://bendrath.blogspot.com/2009/01/ireland-copyright-filtering-case.html&quot; title=&quot;ralf bendrath  - Ireland: Copyright Filtering Case Settles out of Court&quot;&gt;Gerichtsverhandlung&lt;/a&gt; zwischen Eircom und EMI, Sony, Universal und Warner führte, sieht die gleichen Verfahren vor wie im Digital Britain Bericht angedeutet, nur das an keiner Stelle ein Gericht die &quot;Beweise&quot; der Copyright-Schnüffler auf Stichhaltigkeit überprüft oder die Herausgabe der personenbezogenen Daten durch Eircom kontrolliert und genehmigen muss. Stattdessen übernimmt Eircom die Rolle des Gerichts, kooperiert zum Beispiel direkt mit einem der Medienkonzerne oder der &lt;a href=&quot;http://www.irma.ie/&quot;&gt;Irish Recorded Music Association (IRMA)&lt;/a&gt; als Produzenten und Lieferanten der &quot;Beweise&quot;, erlässt die Warnungen und die vielleicht auch dort stattfindende Internetüberwachung gegen Kunden. Als &quot;Strafvollzugsorgan&quot; kann Eircom zusätzlich aktiv werden, wenn er Kunden den Internetzugang sperrt, weil diese auf angeblich berechtigte Warnungen nicht so reagieren, wie es die IMRA fordert und durch Eircom dem Kunden ausrichten lässt. Ein Traum der Medienkonzerne wird dank Eircom in Irland wahr, der sich zum Selbstläufer und Vorbild entwickeln könnte, auch wenn in Deutschland ähnliche Vorstöße seitens der Medienkonzerne und Organen wie der &lt;a href=&quot;http://www.musikindustrie.de/&quot;&gt;IFPI&lt;/a&gt; bisher politisch nicht durchsetzbar waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Vorstöße in Deutschland und die aktuelle Reaktion von Bundesjustizministerin Zypries berichtete das Handelsblatt am 29.01.2009 im Artikel &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/internet-anbieter-bleiben-ungeschoren;2136541;0&quot;&gt;Illegale Internet-Downloads - Internet-Anbieter bleiben ungeschoren&lt;/a&gt;. Wenn man dem Artikel folgt, muss es auf dem Gipfeltreffen der sechs größten Internetzugang-Provider in Deutschland mit dem Börsenverein und der Medienindustrie im Bundesjustizministerium hoch hergegangen sein. Der Börsenverein und die Medienindustrie dürften ihre Forderungen nach direkter Beauskunftung der Internetzugang-Provider zum Erhalt der personenbezogenen Daten ohne Richtervorbehalt, Verpflichtung der Provider zur kontrollierenden Überwachung und Verwarnung von angeblichen File-Sharern bis hin zur Internetzugangskappung wiederholt haben, also dem gesamten Paket, das man sich in Irland einheimsen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wie zu lesen ist, lehnt Bundesjustizministerin Zypries solche gesetzlich verankerten Verpflichtungen für die Internetzugang-Provider derzeit ab. Allerdings &amp;#8211; wie wankelmütig die Bundesministerin zuweilen ist, wenn es um neue Überwachungs- und Sicherheitsgesetze geht, weiß jeder, der sich damit beschäftigt. Ob die jetzt geäußerte ablehnende Haltung Bestand haben wird, sobald sich die zu erwartende und zu befürchtende schwarz-gelbe Koaltion einstellen wird, ist aus meiner Sicht mehr als zweifelhaft, denn in der CDU ist man eh auf &quot;Three Strikes Out&quot; Linie und die FDP wird in der Frage der &quot;Pirateriebekämpfung&quot; zum Wohle der Profitinteressen von Medienunternehmen nicht als &quot;Bürgerrechts- und Datenschutzpartei&quot; agieren, wie sie es sonst so gerne macht. Deshalb ist die naive und blauäugige Freude, die einige Leute angesichts der Position von Zypries akut an den Tag legen, unangebracht und vollkommen verfrüht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Gerüchte besagen, die den CNET News zugetragen wurden, versucht laut des CNET Beitrags &lt;a href=&quot;http://news.cnet.com/8301-1023_3-10151389-93.html&quot;&gt;Sources: AT&amp;#38;T, Comcast may help RIAA foil piracy&lt;/a&gt; die &lt;a href=&quot;http://www.riaa.com/&quot;&gt;Recording Industry Association of America (RIAA)&lt;/a&gt; in den USA ähnlich wie ihre Schwester IMRA in Irland die größten Provider in den USA zu einem Deal zu bewegen mit dem Ziel, auch bei den dortigen Providern die Strategie der &quot;abgestuften Reaktion&quot; bis hin zum &quot;Three Strikes Out&quot; unterzubringen. Der Beitrag hebt besonders auf AT&amp;#38;T und Comcast ab, die unter den Providern wären, mit denen ein Abkommen mit der RIAA geschlossen wird, wenn es denn zustande kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben es hier also mit einer abgetimmten Strategie der Lobbys der Medienindustrie und Copyrightverwerter zu tun, die bereits seit einigen Jahren auf verschiedenen Ebenen gefahren wird. Ihr Ziel, möglichst unter Umgehung oder Aufweichung von rechtsstaatlichen Kontrollfunktionen wie dem Richtervorbehalt und Datenschutzgesetzen von Netzwerkbetreibern und Internetzugang-Providern den direkten Daten- und Informationstransfer zu erreichen und sie zu Überwachungs-, Kontroll- und Sanktionsverpflichtungen zu zwingen &amp;#8211; über direkte Abkommen mit einzelnen Providern oder deren Branchenverbänden, über gerichtliche Klagen gegen Provider und Netzwerkbetreiber und über die politische Einflußnahme auf rechtsetzende und exekutive Institutionen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene, um die Ziele in Gesetze verankern zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant sind die beiden Provider und Netzwerkbetreiber AT&amp;#38;T und Comcast auch deshalb, weil &lt;a href=&quot;http://news.cnet.com/Should-ATT-police-the-Internet/2100-1034_3-6226523.html&quot; title=&quot;CNET - Should AT&amp;#38;T police the Internet?&quot;&gt;AT&amp;#38;T&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1374-Der-Tod-der-Freiheit-im-Internet.html&quot;&gt;Comcast&lt;/a&gt; (neben weiteren Providern &lt;a href=&quot;http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/01/cox-opens-up-throttle-for-p2p-non-time-sensitive-traffic.ars&quot; title=&quot;Ars Technica - Cox ready to throttle P2P, non &#039;time sensitive&#039; traffic&quot;&gt;wie zum Beispiel Cox Cable&lt;/a&gt;) für die Erprobung und den Einsatz von Techniken zur Analyse, Filterung und Regulierung des Datenverkehrs und seiner Datenpakete bekannt wurden. Diese Techniken haben wiederum mit einem anderen Kampf zu tun, der unter dem Schlagwort &quot;Netzneutralität&quot; geführt wird. Was Provider und Netzwerkbetreiber mit dem Einsatz der Techniken jenseits der &quot;normalen&quot; Analyse und des Management des Traffics zur Garantierung der Stabilität, Verfügbarkeit, Sicherheit und Nutzungsmöglichkeiten aller Protokolle und Dienste erreichen wollen, lässt sich so zusammenfassen: Erkennen, Drosseln oder Blockieren von netzwerklastigen Diensten und Datentransfers, für die man sich Anfeindungen seitens des kommerziellen Sektors (siehe Medienindustrie) oder politischen Sektors (&quot;Bombenbauanleitungen&quot;, &quot;KiPo-Seiten&quot; usw.) einheimst oder aus denen zusätzliche Kosten ohne gleichzeitige Profiterzielung resultieren, Erschließung des Datenverkehrs der Nutzer für zusätzliche Einnahmen (siehe &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Phorm&quot; title=&quot;Wikipedia: Phorm&quot;&gt;Phorm, Deep Packet Inspection&lt;/a&gt;), künstliche Zergliederung und Priorisierung von Diensten und Anwendungen mit dem Ziel, sich deren Nutzung und Angebot mit höherer Bandbreite und Qualität durch Kunden und Inhalte-/Dienste-Anbieter vergüten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bei AT&amp;#38;T kommt hinzu, dass das Unternehmen zu denjenigen gehört, die für die geheimen NSA Abhörprogramme eine enge &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/463-Echelon-Inside.html&quot;&gt;Kooperation mit der US-Regierung und der NSA&lt;/a&gt; eingingen und die gleichen Techniken für solche Zwecke nutzen können &amp;#8211; wie auch für die Analyse der Internetnutzung zur Erkennung der Nutzer-Anfragen, die auf unerwünschte Ziele verweisen, um sie anschließend umzuleiten oder zu blockieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Dann haben wir es außerdem mit einer Reihe politischer Abstimmungsprozesse und Verhandlungen zur Rechtsharmonisierung auf internationaler Ebene zu tun, die alle dazu führen können, dass sich die Rolle der Netzwerkbetreiber und Internetzugang-Provider auf neuen rechtlichen Grundlagend basierend weiter entscheidend verändern wird, sprich für sie Rechte und / oder Zwänge eingeführt werden, die oben angeführten Techniken und Funktionen zur Kontrolle, Überwachung und Regulierung der Internetnutzung für eigene Zwecke oder für Zwecke der Strafverfolgung und im Interesse der Medienindustrie und Rechteverwerter umzusetzen. Zu nennen sind hier die &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1593-EU-Mafia-macht-Ernst-mit-Kontrolle,-Regulierung-und-UEberwachung-des-Internets.html&quot;&gt;Verhandlungen und Kämpfe um das &quot;Telekom-Paket&quot; in der EU&lt;/a&gt; oder die unter Geheimhaltung und Abschottung laufenden Vorbereitungen und Verhandlungen zwischen den USA, der EU-Kommission und weiteren Staaten zur Verabschiedung des &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement&quot; title=&quot;Wikipedia: Anti-Counterfeiting Trade Agreement&quot;&gt;Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA)&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1502141/&quot; title=&quot;Futurezone - EFF publiziert US-Dokumente zu ACTA&quot;&gt;Anti-Piraterie Handelabkommens&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Netzwerkbetreiber und Internetzugang-Provider stehen also unter schwerstem Beschuss &amp;#8211; von allen Seiten. Mal ist es der &quot;Kampf gegen den Terror&quot;, der &quot;Kampf gegen Kinderpornografie&quot;, der &quot;Kampf gegen Cybercrime&quot;, der &quot;Kampf gegen File-Sharer und Internetpiraten&quot;, mal die &quot;Interessen der Nationalen Sicherheit&quot; oder die &quot;Interessen der Urheberrechteinhaber&quot; die vorgeschoben und angeführt werden, um sich endlich die Netzwerkbetreiber und Internetzugang-Provider als Hilfssheriffs, Zensoren und erste Überwachungsinstanz gründlich verfügbar zu machen, wenn diese nicht selbst dem Druck nachgeben oder aus eigenen Profitinteressen ohne eingedenk der Spätfolgen und Konsequenzen die Position der &quot;Netzneutralität&quot; aufgeben. Denn wer aus niederen Beweggründen nicht mehr neutral handelt, kann das auch für die Beweggründe anderer Interessengruppierungen tun. Besonders, wenn er mit ausreichenden &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1777-Hoehere-Entschaedigungs-und-Bestechungsgelder-fuer-VDS-und-TKUE.html&quot;&gt;Entschädigungszahlungen zufrieden gestellt&lt;/a&gt; wird. Den Rest besorgen Vorratsdatenspeicherung, Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung, Befugnisse zur Beauskunftung der Provider, Telekommunikations- und Internet-Überwachung. So langsam komplettiert sich &quot;das Paket&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die großen Looser dieser Prozesse und Machtspiele, liebe Freunde, das werden wir sein &amp;#8211; die Bürger und Internetnutzer, wenn sich weiter wie bisher nur ein Bruchteil der Öffentlichkeit mit Wort und Tat dagegenstemmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehe auch:&lt;br /&gt;
Der Spiegel - &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,606104,00.html&quot;&gt;Geplante Sperrung von Internet-Seiten laut Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unwirksam und unverhältnismäßig&lt;/a&gt;  (07.02.2009)&lt;br /&gt;
taz - &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/sperren-verhindern-missbrauch-nicht/&quot;&gt;Kinderpornoseiten-Filter mangelhaft - Sperren verhindern Missbrauch nicht&lt;/a&gt; (09.02.2009)&lt;br /&gt;
Deutschlandradio Kultur - &lt;a href=&quot;http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2009/02/12/drk_20090212_1608_f2a5c2b1.mp3&quot;&gt;Zensur oder gut gegen Kinderpornographie? Streitgespräch über Web-Blockiersystem&lt;/a&gt; und die dazugehörige Pressemitteilung &lt;a href=&quot;http://www.ccc.de/press/releases/2009/20090212/&quot;&gt;Ausblendung von problematischen Inhalten schützt nur die Täter&lt;/a&gt; des CCC (12.02.2009)&lt;br /&gt;
Propaganda der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__Das_Internet_darf_kein_moral__und_rechtsfreier_Raum_sein/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__12150/Inhalte.aspx&quot;&gt;Das Internet darf kein moral- und rechtsfreier Raum sein - Zugang zu kinderpornographischen Seiten rechtsstaatlich abgesichert sperren&lt;/a&gt; (12.02.2009)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__Stoerfeuer_gegen_access_blocking__verantwortungslos/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__12165/Inhalte.aspx&quot;&gt;Störfeuer gegen access blocking verantwortungslos&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.cducsu.de/Titel__Deutschland_darf_bei_Kampf_gegen_Kinderpornografie_nicht_Nachzuegler_sein/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__12181/Inhalte.aspx&quot;&gt;Deutschland darf bei Kampf gegen Kinderpornografie nicht Nachzügler sein&lt;/a&gt; (16.02.2009) 
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    <pubDate>Tue, 03 Feb 2009 10:03:32 +0100</pubDate>
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    <title>Chaosradios &quot;Familieninternet&quot; Sendung</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1795-Chaosradios-Familieninternet-Sendung.html</link>
            <category>Anonymität</category>
            <category>Geheimdienst / Polizei</category>
            <category>Gesellschaft</category>
            <category>Grundrecht</category>
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            <category>Politik</category>
            <category>Radio</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Eine Sendung des Chaosradios, die auf ein großes Intresse der Zuhörer und Mitwirkenden stoßen dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Morgen ab 22 Uhr geht es im Chaosradio nach den Filter- und Blockierbemühungen in NRW (aka &quot;Sperrverfügungen&quot;) um die ersten Schritte der Bundesregierung, sich mit dem Anti-Kinderpornografie Surrogat aus dem Fundus der anderen Surrogate (Anti-Cybercrime, Anti-Terror, Anti-OK, Anti-Nazi usw.) und der Mitwirkung kooperierender Provider und des BKA den langgehegten Traum einer nationalen Filter-, Blockier- und Zensur-Infrastruktur aufzubauen, die man in übersteigerter Form zum Beispiel in China, im Iran oder in Saudi-Arabien bereits vorfindet und die sich eines schönen Tages für viele weitere &quot;Anti-&quot; Zwecke nutzen lassen wird. Denn Ausweitung ist dem präventiven und repressiven Sicherheitsstaat auch auf diesem Gebiet Programm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun denn, in der Ankündigung zur morgigen &lt;a href=&quot;http://chaosradio.ccc.de/cr142.html&quot;&gt;Chaosradio-Sendung CR142 mit dem Titel &quot;Das Familieninternet&quot;&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;http://chaosradio.ccc.de/archive/chaosradio_142.mp3&quot;&gt;MP3-Datei&lt;/a&gt;) heißt es:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
Familienministerin von der Leyen hat sich Anfang Januar mit deutschen Internetprovidern geeinigt, dass der Zugriff auf bestimmte Internetseiten gesperrt wird, da sie kinderpornographisches Material enthalten sollen. Der Begriff &quot;Zensur&quot; wird dabei bewusst vermieden. Juristisch steht diese Sperre auf wackeligen Beinen, viele technische Fragen sind offen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Chaosradio möchten wir über die technische Umsetzung dieser Maßnahme sprechen und welche weiteren Konsequenzen dieser Schritt in Richtung &quot;sauberes Internet&quot; für die Gesellschaft hat. 
&lt;/div&gt;
Die Konsequenzen sind dabei absehbar: Für Internetnutzer eine weiterer Verlust an Meinungs- und Rezipientenfreiheit, größerer Bedarf, sich mit Anonymisierungs- und anderweitigen Umgehungstechniken zu beschäftigen, die sich ihrerseits größeren Angriffen seitens der Sicherheitspolitik ausgesetzt sehen werden. Aufgrund der bekannten Mängel und Schwächen aller bekannten &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/categories/2-Zensur-Filter&quot;&gt;Filter- und Blockiermaßnahmen&lt;/a&gt;, Ziele nicht präzise und trennscharf treffen zu können, die Mitleidenschaft zahlreicher Websites und Webseiten, die von den Mechanismen miterfasst werden, ein emsiges Treiben der Produzenten, Verteiler und Konsumenten von Kinderpornografie, die man ungenügend in den Verursacher-Ländern verfolgt, dauernd URLs, IP-Adressen und Server zu wechseln und sich andere Austauschwege zu suchen, das Problem, dass sich Lobbys weiterer Interessengruppen (Urheberrechteverwalter, Medienindustrie, Sittenwächter, das BKA und der Verfassungsschutz) mit Bedarfsanmeldungen zu Wort melden und Gehör finden könnten, die sich einstellende Unkontrollierbarkeit und mangelnde Transparenz bei der Administration, Auswahl und Berichtigung der avisierten Filter-, Blockier- und Zensurziele, für die aktionistischen Familien- und Sicherheitspolitiker vielleicht ein populistisch produzierter Imagegewinn im Wahljahr 2009 und die Vorbildfunktion für mögliche gesamteuropäische Filter-Richtlinien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag: Imo gute Sendung mit interessanten und informativen Beiträgen und Anrufern ohne zu techniklastig zu sein. 
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    <pubDate>Tue, 27 Jan 2009 13:16:29 +0100</pubDate>
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    <title>Windows 7 und die armen Server</title>
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            <category>Dies und Das</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    &lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;&quot;Wegen des starken Verkehrs, den wir aufgrund des Interesses an der Windows 7 Beta sehen, erweitern wir die Infrastruktur, um die Microsoft.com-Webseiten wieder zum Laufen zu bringen. Erst dann werden wir die Public Beta veröffentlichen&quot;, schrieb Brandon LeBlanc im offiziellen Microsoft-Blog zum Thema Windows 7.&lt;/div&gt; steht es im Beitrag &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1501602/&quot;&gt;Windows 7 überlastet Microsoft-Server - Downloads vorerst gestoppt&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Tja, Microsoft bleibt eben bescheuert. Das Ganze über BitTorrent angeboten und für jedes DVD Image eine GnuPG Signatur oder eine signierte Datei mit SHA-256 Hashes für alle Images per Download oder signierter E-Mail und gut wäre es gewesen. Denn über BitTorrent werden sowieso alle Images verbreitet – nur eben ohne Prüfmöglichkeiten für die saugenden Nutzer. So bleibt nur diese PR-wirksame Luftnummer übrig. 
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    <pubDate>Sat, 10 Jan 2009 14:32:40 +0100</pubDate>
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    <title>AN.ON, JonDonym &amp; Co und die Vorratsdatenspeicherung</title>
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            <category>Anonymität</category>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
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    Wie hoffentlich alle wissen, wurde am 1. Januar die zweite Stufe der &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1406-Gegen-Vorratsdatenspeicherung-ausufernde-Telekommunikationsueberwachung.html&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt; mit der sechsmonatigen Speicherung der Internet-Verkehrsdaten gezündet, d. h. die Speicherung der Anschluss- bzw. DSL-Kennung, der zugewiesenen IP-Adresse, Datum, Uhrzeit und Zeitzone von Anfang und Ende der Internetnutzung durch den Internetzugang-Provider, die gleichen Zeitangaben, Anschlusskennungen von Anrufer und Angerufenen und ihre IP-Adressen durch VoIP-Provider, die Postfachkennungen bzw. E-Mail Adressen von Absendern und Empfängern, ihre IP-Adressen und die gleichen Zeitangaben bei E-Mail Nutzung durch E-Mail Provider. Das auch noch einmal zur Verdeutlichung, weil ich immer noch in der Presse und anderswo lese, &quot;sie&quot; würden auch URLs, IP-Adressen und Hostnamen der Zielrechner auf Vorrat speichern, was &quot;sie&quot; laut Gesetz nicht dürfen, sondern &quot;nur&quot; machen würden, wenn sie die Telekommunikation einer Person komplett überwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie hoffentlich auch alle wissen, geht es u. a. um die Verkettung zwischen einer IP-Adresse, die zum Beispiel in der ausgewerten Logdatei eines Servers gefunden wird und der IP-Adresse, die von den zur VDS verpflichteten Providern gespeichert wurden, also um die Ermittlung der Beziehung zwischen beiden IP-Adressen mit anschließender Aufdeckung der Identität durch die Abfrage, welchem Kunden die aufgefunden IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt zugewiesen war, die der Provider mit seinen Vorratsdaten beantwortet. Darüber hinaus über die gleichen Vorratsdaten, welche Beziehungen zwischen Personen bestehen, wenn man ihre Identität erst über Abfragen und Auswertungen der Vorratsdaten aufgedeckt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen hilft praktisch im Rahmen des technischen Selbst-Datenschutzes, wie hoffentlich alle wissen, die Anonymisierung der eigenen Identität und der Nutzung aller Internetdienste, so dass in den VDS Datenbanken wirklich nur noch zurückbleibt, dass man mit einer IP-Adresse das Internet soundso lang genutzt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das wissen die Gesetzgeber und Politiker der Vorratsdatenspeicherung so lange, wie sie ihre Pläne zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung in ihren Köpfen bewegen, weshalb gerade der deutsche Gesetzgeber alle öffentlich zugänglichen &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1428-We-are-fucked-individually!.html&quot;&gt;Anonymisierungsdienste ebenfalls zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet&lt;/a&gt; sehen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der verlinkte Beitrag enthält auch die Positionen der VDS-Gegner, die der Ansicht der Bundesregierung und der Bundestagsfraktionen der CD/CSU und SPD widersprechen. Sie sehen die gesetzliche Verpflichtung von Anonymisierungsdiensten und ihre Begründungen in der Gesetzesbegründung als unzulässig an, weshalb zumindest für Privatpersonen und Vereine, die kostenlos einen Anondienst betreiben oder für ihn Serverdienste zur Verfügung stellen, der ohne vertragliche Beziehungen zu seinen Nutzern funktioniert, die Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung nicht bestehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesen Gründen hatte zum Beispiel die &lt;a href=&quot;https://www.privacyfoundation.de/&quot;&gt;German Privacy Foundation (GPF)&lt;/a&gt; erklärt, für ihre Tor, I2P und Mixmaster Nodes keine Vorratsdatenspeicherungsfunktionen umzusetzen. Und wie ein Blick in die Statistik der Tor Nodes zeigt, wird diese Haltung von zahlreichen deutschen Tor Node Betreibern bis jetzt geteilt. Eine weitere Klärung werden die Verfassungsbeschwerden gegen die VDS und die eventuellen Gerichtsverfahren gegen nicht-speichernde Betreiber von Anonymisierungsdiensten erbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen ersten Schritt in die andere Richtung, der den Argumenten der VDS-Gegner &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;nicht folgt&lt;/span&gt; &amp;#8211; da es sich ebenfalls um nicht-kommerzielle Anbieter handelt, die ihre Teilnahme am JonDonym Anonymisierungsdienst unentgeldlich erbringen &amp;#8211; und beinahe untergegangen wäre, haben die Betreiber der kostenlosen Mix Nodes des universitären &lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/&quot;&gt;AN.ON Projekts&lt;/a&gt; unternommen, namentlich die TU Dresden mit ihrem Lehrstuhl Datenschutz und Datensicherheit, die Uni Regensburg mit ihrem Lehrstuhl Sicherheitsmanagement und das Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), die mit ihren Nodes auch am &quot;JAP&quot; Dienst teilnahmen und jetzt am &lt;a href=&quot;http://blog.kairaven.de/archives/1591-Spielen-mit-JonDo-und-der-paysafecard.html&quot;&gt;JonDonym Anonymisierungsdienst&lt;/a&gt; teilnehmen. Auf der Seite &lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/dataretention_de.html&quot;&gt;Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung durch AN.ON&lt;/a&gt; erklärten sie:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
Mit der Einführung der Vorratsdatenspeicherung (insb. §113a TKG) sind ab dem 1. Januar 2009 teilweise auch internetbasierte Telekommunikationsdienste zur Speicherung von Verkehrsdaten auf Vorrat verpflichtet. Nach Auskunft der Bundesnetzagentur sind auch Anonymisierungsdienste zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet. Diese Verpflichtung wird im Rahmen des Betriebes der Mix-Server des Projektes AN.ON folgendermaßen umgesetzt:
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Der erste Mix speichert die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der eingehenden Verbindung sowie für jede Verbindung die ausgehende Kanalnummer, auf der die Daten an den zweiten Mix weitergegeben werden.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mittlere Mixe speichern eingehende und ausgehende Kanalnummern der Verbindungen sowie das Datum und die Uhrzeit des jeweiligen Kanalaufbaus.
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Letzte Mixe speichern die eingehende Kanalnummer einer Verbindung, das Datum und die Uhrzeit des Kanalauf- und Abbaus, die Quellportnummer des ausgehenden Requests sowie dessen Datum und Uhrzeit.
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
Nach Auskunft der Bundesnetzagentur ist jedoch die Quellportnummer des ausgehenden Requests zu speichern.
&lt;/div&gt;
Die Vorratsdatenspeicherung der AN.ON Nodes (wohlgemerkt wird hier nicht für die JonDonym Nodes gesprochen, die als Mixe an Kaskaden mit AN.ON beteiligt sind oder in reinen JonDonym Kaskaden laufen!) sieht dann nach meiner Ansicht zusammengefasst so aus, wenn tatsächlich alle Mixe einer Kaskade AN.ON stellen würde. Das Schema gibt aber nur an, was ein AN.ON Mix an der jeweiligen Position in der Mix-Kaskade macht, an denen er teilnimmt.
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;Nutzer&lt;/span&gt; &amp;#60;-&amp;#62; &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;1. AN.ON Mix&lt;/span&gt; (IP des Nutzers, Zeitangaben, Kanalnummer outbound, IP &amp;#60;-&amp;#62; Kanalnummer Beziehung) &amp;#60;-&amp;#62; &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;2. AN.ON Mix&lt;/span&gt; (Kanalnummer outbound und Kanalnummer inbound + jeweilige Zeitangaben) &amp;#60;-&amp;#62; &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;3. AN.ON Mix&lt;/span&gt; (Kanalnummer inbound + Zeitangaben, Quellport der Anfrage und Zeitangabe seiner Nutzung) &amp;#60;- Anfrage -&amp;#62; &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;Zielrechner im Internet&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;
Davon abgesehen, dass es im Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung keine Vorschrift gibt, irgendwelche Portnummern auf Vorrat speichern zu müssen, ist die AN.ON Implementation der VDS ein schönes Beispiel dafür, wie man über die Verkettung aller Daten, die bei den einzelnen Mix Nodes gespeichert werden, die Anonymität des Nutzers wieder aufhebt. Von der IP-Adresse des 3. AN.ON Mixes ausgehend, die man in der Logdatei des Zielrechners findet oder der überwacht wird, greift man auf die Daten des 3. Mixes zu und kann rückwärts über die Kanalnummern und Zeitangaben eine Verbindunganfrage über den 2. Mix bis zum 1. Mix zurückverfolgen, bis man schließlich vom 1. Mix auch die IP-Adresse des Nutzers erfährt, die mit der Kanalnummer der ursprünglichen Verbindungsanfrage des Nutzers verknüpft ist. Neben den Kanalnummern sind also die Zeitangaben wichtige Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Etwas Zeit werden auch die Anfragen der abfragenden Sicherheitsbehörden benötigen, da ihnen zunächst nur die Beziehung 3. Mix &amp;#60;-&amp;#62; Zielrechner bekannt ist und sie dann schrittweise gesonderte Anfragen an den 2. Mix und danach an den 1. Mix stellen müssen, d. h. an alle beteiligten Mixe einer Kaskade. Aber es ist machbar. Die Aussage der AN.ON Leute, dass &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;auch nach Umsetzung dieser Maßnahmen gilt, dass der AN.ON-Dienst vor seinen Betreibern sicher ist: Ein einzelner Mix-Betreiber kann mit den gespeicherten Verkehrsdaten keine Nutzer zurückverfolgen&lt;/span&gt;&quot; ist zutreffend. Genauso ist zutreffend, dass eine einzelne Sicherheitsbehörde die Anonymität eines Nutzers über Anfragen an alle Mix Nodes aufheben könnte, wenn alle Mix Nodes von AN.ON gestellt würden oder sich alle JonDonym Mix Nodes einer Kaskade und ihre Betreiber in Ländern befinden würden, in denen Gesetze zur verpflichtenden Vorratsdatenspeicherung für Anonymisierungsdienste existieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Zeit sind noch nicht in allen Staaten Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung von Internet-Verkehrsdaten umgesetzt oder gar ein Gesetz wie in Deutschland, dass Anonymisierungsdienste unter die Knute zwingen will. Und auch in diesen Staaten befinden sich JonDonym Mix Nodes. Derzeit gibt es auch keine reinen AN.ON Mixkaskaden, so dass die Anfragen von Sicherheitsbehörden nur unter erheblichem Zeitaufwand und Schwierigkeiten für die Behörden befriedigend beantwortet werden könnten bzw. überhaupt nicht. Ob sich das in der Zukunft ändern wird, hängt davon ab, wie alle Staaten ihre Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung weiter verändern werden (oder auch nicht), wie die Staaten ihre Verfahren für grenzüberschreitende Ermittlungen und Rechtshilfe-Kooperationen beschleunigen und ob sie mit Mix-Kaskaden konfrontiert sind, von denen zwei Nodes in Staaten betrieben werden, die keine Vorratsdatenspeicherung für Anonymisierungsdienste kennen oder umsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Zur Zusammensetzung der Mix-Kaskaden stellen sich deshalb die Fragen, wo sich die internationalen &quot;Partner&quot; der JonDonym Mix-Kaskaden befinden und wie dort die Vorratsdatenspeicherung für Mix Nodes bzw. Anonymisierungsdienste ausgestaltet ist und wie (außer der GPF) die &quot;Partner&quot; der AN.ON Mixe verfahren, denn die AN.ON Mitteilung spricht nur für die eigenen Nodes, wenn es darin weiter heißt,
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;diese Vorgehensweise umfasst die Betreiber von [Anm.: AN.ON] Mixen (...) und damit momentan folgende Mixe (Stand: 11.12.2008, Quelle: &lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/status.php&quot;&gt;http://anon.inf.tu-dresden.de/status.php&lt;/a&gt;):
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;beide Mixe der Kaskade Dresden-Dresden,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;letzter Mix der Kaskade Forseti II.-JAP,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;letzter Mix der Kaskade SpeedPartner-ULD,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;beide Mixe der Kaskade CookieCooker&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;span style=&quot;font-style:normal&quot;&gt;Anm.: Dresden-Dresden, Forseti II.-JAP und CookieCooker sind aktuell nicht mehr ausgewiesen / aktiv.&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;
Zum Beispiel wäre für den Nutzer von Interesse, wie zur Kaskade SpeedPartner-ULD die Position des deutschen Mix Node Betreibers SpeedPartner zur VDS aussieht, doch dazu finden sich keine Informationen, auch nicht auf der &lt;a href=&quot;http://www.speedpartner.de/&quot;&gt;Seite von SpeedPartner&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Schaut man sich die Status an, scheint das die Nutzer der kostenlosen Mix-Kaskaden allerdings wenig zu kümmern, denn auf der SpeedPartner-ULD Kaskade, von der ein Betreiber in Deutschland auf Vorrat speichert und nichts über den anderen Betreiber in Deutschland bekannt ist, tummeln sich neben der JonDos-GPF Kaskade (weil die GPF die Nicht-Speicherung erklärt hat) die meisten Nutzer, was nebenbei wieder ausweist, dass sich die wenigsten Internetnutzer ihre Anonymität etwas kosten lassen wollen, was vergangene Erfahrungen mit bezahlten reinen Anonymisierungsdiensten bestätigt und deshalb auf allen anderen Bezahl-Kaskaden trotz besserer Geschwindigkeit und Verfügbarkeit die Nutzeranzahl viel zu klein ist, um große Anonymsierungsgruppen zu bilden:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 623px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-01-09-anonstatus.png&quot; alt=&quot;An.ON Status&quot; /&gt;&lt;br style=&quot;margin-bottom:5px&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/status.php&quot;&gt;AN.ON Status&lt;/a&gt;, 05.01.09 7:45 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/05-01-09-jondonymstatus.png&quot; alt=&quot;JonDonym Status&quot; /&gt;&lt;br style=&quot;margin-bottom:5px&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.jondos.de/de/status&quot;&gt;JonDonym Status&lt;/a&gt;, 05.01.09 7:45 Uhr.
&lt;/div&gt;
Zum Punkt der kleinen Nutzerzahlen (geschätzt 30 -100 Nutzer im Durschnitt) auf den Bezahl-Kaskaden denke ich, dass sich JonDonym überlegen muss, welche zusätzlichen Funktionen und Dienste JonDonym neben dem reinen Datentransport anbieten könnte, denn angesichts kostenloser Alternativen wie I2P, Tor, Freenet &amp;#38; Co wird meiner Meinung nach JonDonym sonst langfristig nicht überleben. Ob sich das Ganze bis jetzt überhaupt rechnet, kann ich nicht beurteilen. Aber das nur nebenbei bemerkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Oberfläche des JonDonym Clients wäre es sinnvoll, wenn direkt und nicht nur in einem Untermenü der Einstellungen für den Nutzer erkennbar wäre, wo Betreiber und Server ihren Standort haben, ob es an diesem Standort VDS für Anonymisierungsdienste gibt und ob der Betreiber dafür eine Funktion implementiert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Für den Dienst als solchen und seine Nutzer wäre es meiner Meinung nach sinnvoller, wenn Betreiber wie die Universitäten und das ULD lieber direkt ihren Dienst einstellen, anstatt VDS- und Überwachungs-Funktionen für Mixe zu entwickeln und umzusetzen, wie man das bereits seit 2006 macht, denn neben der oben beschriebenen &quot;neuen&quot; Funktion wird im AN.ON Projekt &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;momentan an einer möglichst datenschutzfreundlichen Überwachung&lt;/span&gt;&quot; gearbeitet, wobei schon jetzt und nach den &lt;a href=&quot;https://hp.kairaven.de/bigb/asurf9.html#a2&quot;&gt;Erfahrungen mit dem BKA und LKA&lt;/a&gt; der JAP Client eine &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;Strafverfolgungsfunktion&lt;/span&gt;&quot; zur &lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;&quot;Überwachung zukünftiger Verbindungen durch die Mix-Kaskaden&quot;&lt;/span&gt; eingebaut hat, die das AN.ON Projekt auf der Seite JAP und Strafverfolgung so beschreibt:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
Eine Überwachung zukünftiger Verbindungen setzt voraus, dass jeder Mix die Ein-Ausgabe-Zuordnung einer bestimmten Nachricht sofort online mitprotokolliert. Es wird die zu enttarnende Verbindung markiert. Dadurch kann &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;unter Mitarbeit aller Mixe&lt;/span&gt; die Nachricht deanonymisiert werden. Diese Markierung kann lediglich von den beteiligten Mixen erkannt werden. Die Funktionsweise ähnelt der der Fangschaltung im Telefonnetz. Auf diese Weise ist es möglich, die Zugriffe auf eine bestimmte Webadresse zu protokollieren. 
&lt;/div&gt;
Die sogenannte &quot;datenschutzfreundliche Überwachung&quot;, mit der sich der JAP Client und AN.ON an der Quadratur des Kreises versuchen, die man auch als &quot;aufhebbare Anonymisierung im Einzelfall&quot; bezeichnen könnte, eignet sich wie die &quot;neue&quot; Funktion ebenfalls zur Vorratsdatenspeicherung, denn laut der &lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/publications/index.html#RevocableAnonymity&quot;&gt;Kurzbeschreibung&lt;/a&gt; der &quot;datenschutzfreundlichen Überwachung&quot; &quot;&lt;span style=&quot;font-style:italic&quot;&gt;kann die Aufdeckung [Anm.: der IP-Adresse des Nutzers] in Echtzeit geschehen oder über früher geloggte Daten&lt;/span&gt;&quot;. Die Kurzbeschreibung:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
Alle angemeldeten Nutzer treten unter einem Gruppenpseudonym auf (Schwellwert-Gruppensignaturschema), das mit ihrer IP-Adresse verbunden ist, allerdings so, dass nur &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;alle Mixe gemeinsam&lt;/span&gt; diese aufdecken könnten (zur Verschleierung der IP im Gruppenpseudonym werden Blinde Signaturen verwendet, welche der erste Mix ausstellt). Um den Dienst nutzen zu können, müssen sie mithilfe dieses Pseudonyms Signaturen leisten, die der letzte Mix überprüfen kann. Diese Signaturen können einer Nutzer-IP-Adresse zugeordnet werden, wenn eine Strafverfolgungsbehörde &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;für alle Mixe&lt;/span&gt; einen gültigen Gerichtsbeschluss zur Überwachung der Zugriffe auf ein oder mehrere URLs vorweist, und der Nutzer auf eine dieser URLs zugegriffen hat, allerdings nur, wenn &lt;span style=&quot;font-weight:bold&quot;&gt;alle Mixe&lt;/span&gt; in der Kette zusammenarbeiten. Und auch dann wird nur eben diese eine IP aufgedeckt, welche nicht einmal die Mixbetreiber selber entschlüsseln können, sondern nur die Strafverfolgungsbehörde (Atomares Schwellwert-Proxy-Wiederverschlüsselungsschema).
&lt;/div&gt;
Die Hervorhebungen habe ich angebracht, weil sie für die Probleme der Sicherheitsbehörden ausschlaggebend sind, die weiter oben dargestellt wurden, weil sie noch die einzigen &quot;Datenschutz&quot; Funktionen in einem System bieten, das mehrfache Fuktionen zur Überwachung und Vorratsdatenspeicherung umsetzt und weil sie unterstreichen, dass langfristig für alle Betreiber-Standorte (Staaten) die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung für Anonymisierungsdiensteanbieter umgesetzt werden müsste, um der Anonymität den Garaus zu machen. Worauf dieser Beitrag nicht eingeht, ist das Modell eines omnipotenten globalen Angreifers, der in der Lage wäre, alle Verbindungen zu allen, zwischen allen und von allen Knoten eines Anonymisierungsdienstes zu Zielrechnern ausgehenden Verbindungen zu überwachen und ggf. zusätzlich alle Internetzugang-Provider zur tieferen Inspektion der Datenpakete seiner Kunden verpflichtet oder dies erlaubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, mein Beitrag ist so objektiv, wie es mir möglich ist &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; Darüber hinaus würde ich mir eine aktuellere und umfassendere Aufklärung und Information seitens JonDonym und AN.ON wünschen, die vielleicht kürzer und für alle Nutzer verständlicher daherkommt als dieser Beitrag, nicht nur auf ein paar &lt;a href=&quot;http://anon.inf.tu-dresden.de/&quot;&gt;Seiten&lt;/a&gt; oder in einem &lt;a href=&quot;https://www.jondos.de/de/uieforum&quot;&gt;Forum&lt;/a&gt; stattfindet und eben nicht in einem &lt;a href=&quot;https://www.jondos.de/de/blog&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt;. Hat man doch nichts aus der Informations-Misere während und nach der BKA/LKA Geschichte gelernt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Meldungen und Informationen zur Frage, wie es mit Anonymisierungsdiensten und der VDS weitergeht, werden unter diesen Beitrag eingestellt oder angehängt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 05 Jan 2009 09:53:01 +0100</pubDate>
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    <title>Mit SSL Blacklist Erweiterung nach MD5 signierten Zertifikaten Ausschau halten</title>
    <link>http://blog.kairaven.de/archives/1782-Mit-SSL-Blacklist-Erweiterung-nach-MD5-signierten-Zertifikaten-Ausschau-halten.html</link>
            <category>Browser</category>
            <category>Datenschutz</category>
            <category>Kryptografie</category>
            <category>Netz</category>
    
    <comments>http://blog.kairaven.de/archives/1782-Mit-SSL-Blacklist-Erweiterung-nach-MD5-signierten-Zertifikaten-Ausschau-halten.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Kai Raven)</author>
    <content:encoded>
    Erster Test mit der &lt;a href=&quot;http://www.codefromthe70s.org/sslblacklist.aspx&quot;&gt;SSL Blacklist Erweiterung&lt;/a&gt; für Firefox, die neben den &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/security/Schwache-Krypto-Schluessel-unter-Debian-Ubuntu-und-Co--/news/meldung/107808&quot;&gt;schwachen Schlüsseln des OpenSSL Bugs&lt;/a&gt; jetzt auch die mit MD5 signierten Zertifikate als Warnung auswerfen soll:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 497px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/02-01-09-sslblacklist.png&quot; alt=&quot;SSL Blacklist Ausgabe&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/02-01-09-sslblacklist2.png&quot; alt=&quot;SSL Blacklist Ausgabe&quot; /&gt;&lt;br style=&quot;margin-bottom:5px&quot; /&gt;In der Infobar des Adresseingabefelds erscheinen zusätzliche Icons &amp;#8211; ein Zertifikaticon oder ein Warnsymbol.
&lt;/div&gt;
Angesurft habe ich bis jetzt daneben nur mein Kreditinstitut, die Arge, die Fireox Add-ons Site und meinen Provider. Zur Ergänzung auch ganz nett ist die &lt;a href=&quot;https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/1964/&quot;&gt;Cert Viewer Plus&lt;/a&gt; Erweiterung, die aber nichts mit den obigen Schwachstellen zu tun hat.
 Die Informationen in der Zertifikatsansicht:
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 600px&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://hp.kairaven.de/livejournal/bilder/02-01-09-certviewerp.png&quot; alt=&quot;Cert Viewer Plus&quot; /&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin-left: auto; margin-right: auto; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em; width: 90%; font-style: italic&quot;&gt;
CAcert has switched from MD5 to SHA-1 for certificate-issueing a few years ago, when the first research results were made public that indicated that such an attack will become feasible. CAcert is currently still using an intermediate CA that was issued with an MD5 based signature 3 years ago. We are currently working to phase out this intermediate CA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-style:normal&quot;&gt;CAcert NEWS Blog - &lt;a href=&quot;http://blog.cacert.org/2009/01/356.html&quot;&gt;Happy new attack!&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;
Hintergründe:&lt;br /&gt;
25C3 - &lt;a href=&quot;http://events.ccc.de/congress/2008/Fahrplan/events/3023.en.html&quot;&gt;MD5 considered harmful today - Creating a rogue CA Certificate&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;http://torrents.thepiratebay.org/4611622/25c3_Tag4-Saal1-Slot15_15--ID3023-making_the_theoretical_possibl.4611622.TPB.torrent&quot;&gt;BitTorrent&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
Alexander Sotirov, Marc Stevens, Jacob Appelbaum, Arjen Lenstra, David Molnar, Dag Arne Osvik, Benne de Weger - &lt;a href=&quot;http://www.win.tue.nl/hashclash/rogue-ca/&quot;&gt;MD5 considered harmful today - Creating a rogue CA certificate&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Heise - &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/25C3-Erfolgreicher-Angriff-auf-das-SSL-Zertifikatsystem--/meldung/121005&quot;&gt;25C3: Erfolgreicher Angriff auf das SSL-Zertifikatsystem&lt;/a&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
Fefe - &lt;a href=&quot;http://blog.fefe.de/?ts=b7a3db16&quot;&gt;Ich habe gerade mal einen Bug gegen Firefox gefiled&lt;/a&gt; (ja, auch &quot;nett&quot; &lt;img src=&quot;http://blog.kairaven.de/templates/default/img/emoticons/normal.png&quot; alt=&quot;:-|&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;)&lt;br /&gt;
eWeek - &lt;a href=&quot;http://www.eweek.com/c/a/Security/SSL-Certificate-Vendor-Sells-Mozillacom-Cert-To-Some-Guy/&quot;&gt;SSL Certificate Vendor Sells Mozilla.com Cert to Some Guy&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Fri, 02 Jan 2009 11:17:37 +0100</pubDate>
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