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"Vermummungsverbot im Internet": Vom neuen Personalausweis und Pseudonymen singt Detlef Borchers das hohe Lied vom nPA Pseudonym. Schön und gut, vielleicht auch gut gemacht.
Der Schlüsselsatz ist imo aber "Anbieter, die die Pseudonym-Funktion unterstützen, werden normalerweise eine Erstregistrierung auf ihren Seiten einpflegen, bei der sich ein Nutzer mit einem frei wählbaren Namen und/oder einer E-Mail-Adresse einträgt."
Nicht "und/oder", denn mehrheitlich wird eine E-Mail Adresse anzugeben sein, denn irgendwohin wird der Anbieter Meldungen zur Bestätigung, später bei Fehlern im System, neuen Funktionen usw. usf. senden müssen und wollen. Also brauchen wir auch eine (zumindest) pseudonyme E-Mail Adresse, denn das Angebot soll ja pseudonym und müsste anonym genutzt werden.
Nun stellen wir uns ganz dumm oder die ideale Welt vor, die sich auch der ansgesprochene CDU-Politiker Axel E. Fischer eträumt. In dieser Welt gibt es keine x-beliebigen E-Mail Anbieter mehr, die ohne vorherige korrekte Identifizierung des neuen Kunden mir nichts, dir nichts E-Mail Adressen und Konten verschenken und die Nutzung ihres Dientes anonymisiert erlauben. In dieser Welt soll das Schule machen, was man De-Mail nennt. Ein Modell für die Welt. Also De-Mail oder De-Mail-artige E-Mail Anbieter, bei denen die Eröffnung und Nutzung von E-Mail Konten ebenfalls an vorherige Identifizierung gebunden ist - am Besten mit so etwas wie dem nPA. Aber die De-Mail hat ja auch ein schönes pseudonymes Feature - die Einrichtung pseudonymer E-Mail Adressen. Die sind aber per De-Mail Gesetz nicht nur als solche zu kennzeichnen, sondern sie müssen zwingend aufdeckbar sein. Und mit so einer pseudonymen E-Mail Adresse meldet man sich dann in dieser idealen Welt mit seinem nPA beim Dienste-Anbieter an, um ein pseudonymes Dienste-Konto zu erhalten.