Bundeswehr leiht sich ein paar Überwachungsdrohnen - 28.10.2009
Über die Pläne der Bundeswehr, sich mit Predator B oder Heron eine größere Drohne für ihr Drohnen-Programm zuzulegen, hatte ich in den Beiträgen Kleine und große Drohnen der Bundeswehr und Drohnen im Radioäther und in der Luft berichtet. Laut der Rheinmetall Pressemitteilung Heron-Aufklärungsdrohnen für die Bundeswehr - Verbesserter Schutz für die deutschen Truppen in Afghanistan scheint man sich vorerst auf die Heron-1 Drohne geeinigt zu haben.
Für den "Deal" haben sich die beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall – die bereits ein großes Kontingent der Drohnen im Programm der Bundeswehr stellen und Israel Aerospace Industries (IAI) zusammen mit dem BWB ein Ausleih-Modell ausgedacht. Denn statt des Kaufs einer Drohne hat das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), bei dem es wie gewohnt keine aktuellen Informationen gibt, einen Service-Vertrag mit den Konzernen unterzeichntet, der für nicht genannte Millionenbeiträge das Leasing der Drohne für die Bundeswehr vorsieht. Genaue Zahlen könnten ja mal Abgeordnete der neuen Opposition über eine Anfrage in Erfahrung bringen. Der Leasing-Vertrag läuft zunächst für ein jahr mit der Option der Verlängerung um zwei weitere Jahre. ![]() Heron-1 Drohne in den Vortragsfolien von OTL H.-G. Neuhaus: "Nutzung von Aufklärungsergebnissen im Einsatzgebiet". Abseits der konkreten Aufträge in Afghanistan und anderen Gebieten wird die Heron Drohne eine der ersten Drohnen mit mittlerer Flughöhe und langer Einsatzdauer (MALE, Medium Altitude Long Endurance) sein, die neben den EuroHawk Drohnen und den SAR-Lupe Satelliten von der Bundeswehr als wichtige Komponente des "Systems Abbildender Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes" (SAATEG) eingesetzt wird. ![]() ![]() Bilder von der Zeremonie in Palmdale, Kalifornien am 9.10.2009 anlässlich der Vorstellung der ersten Euro Hawk Drohne der EuroHawk GmbH (Northrop Grumman & EADS) – der deutschen / europäischen Version der amerikanischen Global Hawk HALE (High Altitude Ling Endurance) Drohne – für COMINT / ELINT Überwachungsmissionen der Bundeswehr und der NATO vor Vertretern der Luftwaffe, des Bundesverteidigungsministeriums und der beiden Konzerne. Quelle: Northrop Grumman. Wie das Ares Weblog am 11.02.2010 in dem Beitrag German Heron Prepares for Afghanistan mitteilte, werden ab März 2010 drei Heron-1 Drohnen der Luftwaffe mit einer Bodenkontrollstation für die taktische Luftaufklärung nach Afghanistan verlegt und sind dort dem Regionalkommando Nord der ISAF unterstellt. Siehe auch: Luftwaffe - Vom Flugzeugführer zum Operator für unbemannte Luftfahrzeuge (08.03.2010) Luftwaffe - Projekt HERON 1 auf gutem Weg (16.02.2010) Defence Professional - Rheinmetall Defence and Israel Aerospace Industries to Provide ISR Services for German Armed Forces in Afghanistan Ares Blog - Luftwaffe MALE UAV Deal NDR - Sendemanuskript Leasen statt kaufen – warum die Luftwaffe für Afghanistan nicht die eigentlich gewünschten Aufklärungsdrohnen bekommt vom 25.07.2009 DIP - Antwort der Bundesregierung zur Anfrage der FDP zum "Stand der Einführung Unbemannter Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles) in die Bundeswehr" vom 15.01.2009
Geschrieben von Kai Raven
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Drohnen für Skynet - 28.01.2009
Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) plaudert in der Februarausgabe ihres Bulletin über zukünftige Strategien und Projekte.
Zwei der Projekte drehen sich um die Entwicklung einer gemeinsamen Überwachungs- und Killer-Drohne. Wie es in dem Bulletin heißt, hatte man 2006 für eine unbemannte ISTAR ("Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance") Sensor-Plattform für Kriegsschiffe die Initiative zur Entwicklung und Bau der "Maritime Tactical Unmanned Aerial System" (MTUAS) Drohne gestartet. Da taktische Drohnen natürlich auch bei Luftwaffen, Landstreitkräften und militärischen Spezialkommandos immer mehr Verwendung finden, dachte man sich die Drohne so zu konzipieren, dass sie zukünftig für alle Streitkräfte geeignet ist und benannte die MTUAS Initiative in das "Future Unmanned Aerial Systems" (FUAS) Projekt um, an dem zur Zeit neben Deutschland Finnland, Frankreich, Polen, Portugal, Spanien und Schweden teilnimmt. Witzig ist die beigefügte Abbildung im Beitrag, denn es zeigt die taktische Langstrecken-Drohne Taranis, die seit 2006 bis 2010 von Großbritannien, das gar nicht am FUAS Projekt beteiligt ist, für Erprobungszwecke in Eigenregie von BAE Systems entwickelt wird. ![]() Taranis im EDA Bulletin. Abbildung: EDA. ![]() Taranis von BAE Systems über malerischer britischer Landschaft. Abbildung: Brit. Ministry of Defense. ![]() ![]() nEUROn als Modell im ONERA Windkanal und in einer künstlerischen Studie. Abbildungen: Dassult Aviation. Wie Dassault mit Neid anmerkt, fliegen andernorts Drohnen wie "Taranis", "nEUROn" oder das angedachte europäische FUAS bereits Probeeinsätze von Flugzeugträgern und üben Raketenabschüsse. Wie das neueste unbemannte Kampf-Flugsystem (Unmanned Combat Air System, UCAS) X-47B UCAS-D aus der X-4X Reihe von Northrop Grumman, das vom Rüstungskonzern Mitte Dezember 2008 präsentiert wurde. Zwei X-47B Test-Drohnen "A-1" und "A-2" werden zum Ende dieses Jahres von der U. S. Navy in den Erprobungsdienst gestellt, mit der ersten Landung auf einem Flugzeugträger im Jahr 2011, wie u. a. die Aviation Week im Beitrag Control Study For First Stealthy UCAS berichtete. ![]() ![]() X-47B UCAS-D Abbildungen: Northrop Grumman ![]() Eine der neuen Überwachungsdrohnen aus Lockheed Martins "Advanced Development Programs" aka "Skunk Works", das RQ-170 Sentinel UAV mit Stealth Eigenschaften. Auch als "Beast of Kandahar" bekannt, weil es zuerst am internationalen Flughafen Kandahar in Afghanistan gesichtet wurde. Von der U. S. Air Force wird das "Biest" zur Aufklärung und Überwachung über Afghanistan, Pakistan, Iran und Nordkorea eingesetzt. Bei der Studie geht es um die Problemlösungen, die bereits im Beitrag Sportliche Videoüberwachung aus der Luft in der Schweiz behandelt wurden: Wie bringt man unbemannt oder später autonom fliegende Drohnen im zivilen Luftraum unter, ohne das es zu Behinderungen und Kollisionen in den Luftkorridoren kommt. Die Frage stellt sich besonders, wenn man es in ein paar Jahren nicht mehr nur mit den im Vergleich "gemächlich" fliegenden Drohnen mit Propellerantrieb zu tun hat, sondern mit militärischen Drohnen, die mit Strahltriebwerken den europäischen Luftraum kreuzen. Daneben widmet sich die SIGAT Studie insbesondere der Frage, wie die Neuordnung der Funkfrequenzen aussehen muss, um dem Bedarf militärischer Überwachungs- und Killer-Drohnen gerecht zu werden und die Zuweisung des Funkfrequenzsprektrums so zu gestalten, dass es mit dem des internationalen und europäischen Luftfahrtverkehrs harmoniert. Denn solche Drohnen benötigen Bandbreite nicht nur zur Steuerung und Kontrolle durch die Bodenstationen, sondern auch eine Menge, um sich untereinander bei Schwarm-Formationen zu koordinieren und eingesammelte Radar-, Videoüberwachungs- und Zielerfassungsdaten wieder zurückzufunken. Ein weiteres Motiv ist der Umstand, dass sich diese Fragen auch alle anderen Staaten im Ausland stellen, die ebenfalls über eine nennesnwerte Drohnen-Industrie verfügen oder sie gerade aufbauen, wie die USA, Israel und China. Diese Staaten und die dort beheimateten Rüstungskonzerne wollen solche Fragen natürlich in ihrem Sinne lösen und mit der SIGAT Studie bereitet man sich in Europa auf kommende Verhandlungen auf internationaler Ebene vor, um Antworten im Interesse der EDA und der europäischen Rüstungskonzerne liefern zu können. Siehe auch: Defense Industry Dailys Beitrag In the Loop? Armed Robots and the Future of War vom 28.01.2009, Danger Rooms Interview in Inside the Rise of the Warbots vom 04.02.2009, der Beitrag War 'bots, and Their Implications im Ares Weblog der Aviation Week vom 05.02.2009 und Amy Goodmans Interview für Democracy Now! vom 06.02.2009 über Peter Singers Buch "Wired for War" zur revolutionären Roboterisierung der Schlachtfelder und Konflikte im 21. Jahrhundert.
Geschrieben von Kai Raven
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Krabbelnde, springende und fliegende MAST Überwachungsroboter - 14.01.2009
Der Aviation Week Artikel Unmanned Vehicles Mimic Insects vom 12. Januar 2009 stellte die Zielsetzungen und Forschungsbereiche der Micro Autonomous Systems and Technology (MAST) and Collaborative Technology Allianz, über die im Beitrag Unbemannte Invasoren in der Stadt berichtet wurde, aus Sicht von Aaron Penkacik vor, dem Leiter der Electronic & Integrated Solutions Abteilung von BAE Systems.
BAE Systems führt laut der Pressemitteilung BAE Systems led team to develop miniature robots for military use vom 28. April 2008 die MAST Forschungsallianz an, die verschiedenste fliegende, hüpfende und kriechende Mini-Roboter für MAST entwickeln wird. Neben den BAE Forschungslabors sind die Universität von Kalifornien, das Institut für Technologie und das Jet Propulsion Labor in Kalifornien, das Institut für Technologie in Georgia, die Universität von New Mexico, die Technische Universität von North Carolina, die Universität von Mailand in Italien und die Universität von Sydney in Australien am MAST Programm beteiligt. Zur Verwirklichung der MAST Albträume erhielt BAE Systems vom U.S. Army Research Laboratory einen Forschungsvertrag über 38 Millionen US$, mit denen zunächst bis 2013 mit Option zur Verlängerung bis 2018 die MAST Mini-Roboter erforscht und entwickelt werden sollen. Mit dem Masseneinsatz der Mini-Überwachungsroboter dürfte also bis zu den 20er Jahren dieses Jahrhunderts nicht zu rechnen sein. Bis dahin hat man vielleicht auch das Ausmaß an Effizienz und Miniaturisierung der Körperkonstruktionen, Sensoren, Kommunikationsmodule und Energiequellen erreicht, dass die Roboter tatsächlich in Bau gehehn können. Wie bereits im Beitrag über die "Invasoren" beschrieben, geht es darum, die Mechanismen und Funktionen bei Tieren zur Energieversorgung ihres motorischen Apparats, zur Kommunikation innerhalb eines Gruppen- oder Schwarmverbandes und besondere Bewegungs- und Flugeigenschaften von Insekten besser zu verstehen und sie auf insektoide Mini-Roboter zu übertragen. Die Mini-Roboter, die eines Tages autonom und sich selbst organisierend in Schwarmverbänden operieren sollen, fungieren dann als Knoten in Netzwerken, die der Kommunikation und Datenübertragung von Kampfverbänden dienen. Daneben stellt jeder Mini-Roboter die mobile Plattform für verschiedene Sensoren, zu denen laut der FAQ zu MAST Videokameras, Mikro-Radar, Mikrofone, Wärme- und Bewegungssensoren zählen, so dass sie zu "Augen und Ohren" der Einsatzkräfte werden, die für sie in "städtischen Umgebungen und in komplexen Terrains" wie Höhlen, Tunneln, Straßen, Wohnräumen und Häusern auf Spionagetour gehen oder sich mit ihren elektronischen Komponenten zur elektronischen Kriegsführung in fremde Netzwerke einhacken, um zum Beispiel Datenübertragungen und den Kommunikationsverkehr zu stören oder abzuhören. Im Aviation Week Artikel beschrieb Penkacik, wie ein arbeitsteiliger Einsatz einer Mini-Roboter Gruppe aussehen könnte: "Du willst irgendwo Aktivitäten überwachen, weil Du denkst, dass man dort gerade dabei ist, Bomben zuammenzubauen. Wie würde der Schwarm aussehen, den du ausgesetzt hast, um die Überwachung für eine Woche zu gewährleisten? Er würde einen fliegenden Roboter mit einer Videokamera beinhalten, der auf einem Gebäude der Straße hockt und möglichweise solange im Schlaf-Modus bleibt, bis der akustische oder seismische Sensor eines krabbelnden Roboters innerhalb des Zielgebäudes die Ankunft eines Fahrzeugs feststellt. Über das ad hoc Netzwerk [der Roboter-Gruppe] werden die Sensoren [des fliegenden Roboters] aktiviert und dessen Überwachungsmission gestartet. Du kannst die Aktivitäten überwachen und zusätzliche Roboter dem Schwarm hinzufügen."
Eine optischen Eindruck von den Vorstellungen der BAE Systems Wissenschaftler bietet eine Animation von BAE System zu MAST (hier als MP4 Datei), in der wie bereits zuvor in einer Animation des Air Force Research Laboratory (AFRL) die fliegenden, krabbelnden und springen MAST Roboter
in Spinnen-, Libellen und Vogelgestalt (neben einem iRobot PackBot) ihren Auftritt bekommen:
![]() ![]() Da die Größe der MAST Roboter die einer Biene bis zu einer Handfläche betragen soll, kann jeder Soldat eine bestimmte Menge der Mini-Roboter transportieren. ![]() Neben dem Abwurf und dem Transport durch Drohnen aus der Luft kann auch ein IRobot PackBot die Roboter zum Einsatzziel transportieren und ausladen. ![]() ![]() MAST Roboter in Gestalt eines fliegenden Insekts und in Spinnenform. ![]() Nach dem Auskundschaften folgt die Auslöschung. Zwei Abbildungen von BAE Systems zur möglichen Robotergestalt von der BAE Micro Autonomous Systems and Technology (MAST) Informationssseite: ![]() ![]() ![]()
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Roboter, Wissenschaft
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Geheime Deals und Technik für den schmutzigen Drohnen-Krieg in Pakistan - 16.11.2008
Die Washington Post berichtete am 16. November 2008 in ihrem Artikel Pakistan and U.S. Have Tacit Deal On Airstrikes, gestützt auf die Aussagen hochrangiger Amtspersonen, über einen informellen Deal, der im September 2008 zwischen der Bush-Administration und der Regierung Pakistans für den roboterisierten Drohnen-Krieg in Pakistan geschlossen wurde, über den schon lange bezüglich der Drohnen-Angriffe Vermutungen angestellt wurden.
Nach den Aussagen lautet dem Deal gemäß die Linie der CIA, des US-Militärs und der US-Regierung, keine Angriffe mit Predator, Reaper und Global Hawk Drohnen in den Stammesgebieten zu bestätigen und Stillschweigen zu bewahren, während die Regierung Pakistans die Linie verfolgt, die Angriffe öffentlich für die pakistanische Öffentlichkeit zu missbilligen, die Desinformation zu streuen, die Angriffe würden sich auf die afghanische Seite der pakistanischen Grenzregion richten, aber im Hintergrund den Angriffen genauso stillschweigend zuzustimmen und Militärs wie auch den pakistanischen Geheimdienst mit den Amerikanern koopererieren zu lassen. Für die enge Zusammenarbeit und gemeinsame Nutzung der Drohnen unter dem Kommando der US-Streitkräfte und Geheimdienste spricht auch die Aussage von General David McKierman, Kommandeur der US-Truppen und zur Zeit der ISAF Verbände in Afghanistan, in seiner Rede beim Atlantic Council Think Tank am 18. November zum "Dreier-Ausschuss", der sich aus ihm selbst, ISI-Geheimdienstchef General Pasha (s. u.), seinem Vorgänger und jetzigen Generalstabschef der Pakistanischen Armee General Ashfaq Parvez Kayani und Vertretern der Armee Afghanistans zusammensetzt: "Wir tauschen Frequenzen aus, wir tauschen geheimdienstliche Informationen aus. Wir haben einen Videostream für Predator Drohnen, der im gemeinsamen Grenzkoordinationszentrum am Torkham Gate [Anm.: wichtiger Grenzkontrollpunkt am Chaiber-Pass] von der Pakistanischen Armee, der Afghanischen Armee und der ISAF genutzt wird. Wir koordinieren uns also auf verschiedenen Ebenen." Wie es in dem Artikel weiter heißt, folgten dem geheimen Deal im September ein intensiver Besuchsverkehr hochrangiger Militärs und Geheimdienstler beider Seiten. Pakistans Präsident Zardari war im gleichen Monat des Deals "auf Besuch" bei Bush, General Pasha, Chef des pakistanischen militärischen Geheimdienstes ISI traf Ende Oktober mit seinen amerikanischen Kollegen in Washington zusammen, US-General Petraeus, ab Ende Oktober Chef des Zentralkommandos (CENTCOM), machte Anfang November eine Stippvisite in Pakistan und am 12. November gab es ein informelles Treffen zwischen CIA-Direktor Michael Hayden und Präsident Zardari. Zweck der Gespräche war wohl, die Details des Deals und verdeckten Drohnen-Krieges auszuhandeln und auszuloten, wie es nach der US-Wahl weitergehen würde. Nicht mehr direkt, aber indirekt zwischen den Zeilen wird die Vermutung geäußert, dass die enge Kooperation und Deckung Pakistans neben den 10 Milliarden US$ US-Militärhilfe seit 2001 auch mit den 7,6 Milliarden US$ erkauft wurde, die Pakistan vom IWF zur "Bewältigung der Finanzkrise" erhält. Interessant ist auch ein Gespräch Zardaris mit dem demokratischen US-Senator John F. Kerry, dass an die Washington Post herangetragen wurde. Laut des Gesprächs habe Zardari Kerry darauf hingewiesen, dass die US-Regierung erkennen müsse, dass Pakistan mehr geleistet habe, als die US-Regierung anerkenne und Pakistan ein Opfer des gleichen Aufruhrs sei, den die USA bekämpfe. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass weiter Waffen und Geld nach Pakistan fließen muss, auch unter Obama. In dem Gespräch soll Zardari auch das Interesse Pakistans angemeldet haben, mit den gleichen Waffen beliefert zu werden, mit denen amerikanische Streitkräfte und Geheimdienste ihren Krieg in Afghanistan und Pakistan führen, sprich Killer-Drohnen und weiteres High-Tech Kampfgerät für Pakistans Militär und Geheimdienste – "geben sie [Anm.: die Killer-Drohnen] sie uns, wir sind ihre Verbündete" soll Zardari Kelly gesagt haben. Von dort spannt der Artikel den Bogen zu den neuen militärischen Systemen, die laut Vertretern der Antiterror-Behörden und -Abteilungen der USA in Pakistan verwendet werden und Gegenstand des Beitrags Rätselraten über geheimes Kill-Programm des US-Militärs waren. Neben den Raketen, die von den Predator Drohnen der CIA abgefeuert werden, so der Artikel, habe man laut der Antiterrorvertreter während des Jahres "neue Hardware in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion zum Einsatz gebracht, die es erlaube, die Bewegungen vermuteter Kämpfer sehr genau zu verfolgen". Zur "neuen Hardware" für die "Identifizierung, Aufspürung und Lokalisierung", von der "viel unter Geheimhaltung" stehe, gehöre demnach der konzertierte Einsatz "leistungsfähiger Sensoren an Spionagesatelliten, von Flugzeugen, Luftschiffen und Drohnen jeder Größe verschiedenster Typen." Oder wie es der Staatssekretär für Geheimdienste im Pentagon James R. Clapper Jr., während einer Konferenz (wohl dem Geospatial Intelligence Symposium 2008) umschrieb: "Die neuen Produkte der Kriegsführung sind sehr Laser-ähnlich und präzise geworden. Mit ihnen hat man die Möglichkeit, sobald man weiß, hinter was man her ist, das sehr lückenlos und ununterbrochen zu beobachten und zu überwachen – beharrlich. Und dann, im richtigen, kritischen Augenblick, mit der nötigen Rücksicht zur Reduzierung von Kollateralschäden, dieses Individuum auzuschalten." Das es Unterschiede zwischen der Realität des verdeckten Drohnen-Krieges in Pakistan und den Umschreibungen des Geheimdienstlers gibt, zeigt der steigende Body Count ziviler Opfer mit jedem Drohnen-Angriff. ![]() ![]() Ein Modul zur Zielmarkierung und für die Zielerfassung durch die Raketen der Drohnen aus dem Text Guidance on the Ruling of the Muslim Spy des Al Qaida Führers Abu Yahya al-Libi (Quelle: FAS - Al Quaida: Western Spies Multiply "Like Locusts", 13.07.2009) Wir haben hier also alle Merkmale und Bestandteile eines schmutzigen Krieges, der mit neuen Mitteln der Überwachungs- und Kriegstechnik aufgrund geheimer, stillschweigender Vereinbarungen zwischen den USA und Pakistan geführt wird, bei dem die Bevölkerung auch als Versuchtiere für den Einsatz der Technik herhalten muss, wie sie in Zukunft in anderen Konflikt- und Kriegsgebieten zu sehen sein wird – alles nur, um eine Handvoll zu ersetzender Taliban und Al Qaida Kommandeure auszuschalten? Das es in der restlichen Presse, insbesondere der deutschen Presse, keine ähnlichen Berichte und Artikel gibt, kann ich mir nur noch mit dem stillschweigenden Einverständnis erklären, dass diese Handvoll es wert sind, dass in Pakistan der neue Typ des "Globalen Krieges gegen den Terror" durchexerziert wird und er auch deshalb legitim ist, weil er den Sicherheitsinteressen Deutschlands dient. Siehe auch: C-Span - Videojournalist David Axe Vignette (embedded with the U.S. Air Force at Kandahar Air Base in southern Afghanistan) on Reapers & Predator Drones (23.12.2009) The Nation - Blackwater's Secret War in Pakistan u. a. über den Drohnen-Krieg der US-Söldnerfirma Xe (ehemals Blackwater) im Auftrag des US Joint Special Operations Command (JSOC) in Pakistan (23.11.2009) Washington Post - U.S.-Funded Intelligence Center Struggles in Khyber Region (11.01.2009) New Yorker - The Predator War - What are the risks of the C.I.A.’s covert drone program? (26.10.2009) Washington Post - CIA base attacked in Afghanistan supported airstrikes against al-Qaeda, Taliban (01.01.2010)
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Chips, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Medien / Kultur, Menschenrecht, Politik, Terror, Überwachung
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20:01
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Geheime Anordnungen für geheime Spezialeinheiten - 10.11.2008
Es ist ein offenes Geheimnis, dass durch reguläre Militärverbände, die CIA und militärische Spezialeinheiten jenseits einer offiziellen Kriegserklärung und unter Verletzung der Souveränität von Staaten militärische Aktionen verdeckt hinter den Grenzen betroffener Staaten durchgeführt werden. Zum Teil mit stillschweigendem oder erklärtem Einverständnis, wenn sich die jeweilige Regierung im "Globalen Krieg gegen den Terror" mit den USA vereint sieht.
Zu aktuellen Beispielen zählt der Angriff von US-Helikoptern auf ein syrisches Dorf und die fortgesetzten Angriffe mit Killer-Drohnen der CIA und Air Force im pakistanischen Waziristan. Die schlichte Legitimation nach derartigen Übergriffen, die auch in der deutschen Presse unwidersprochen übernommen wird, lautet stets, dass ein hochrangiger Taliban oder Al-Qaida Führer per "Shoot-to-Kill" ausgeschaltet wurde oder der Angriff einem "Rückzugsraum" der Taliban oder der Al-Qaida galt. Ein wenig Licht auf diese Angriffspraktiken der Bush-Administration lässt der gestrige Artikel Secret Order Lets U.S. Raid Al Qaeda in Many Countries der New York Times fallen. Quellen bei den US-Geheimdiensten, dem Pentagon und der Bush-Administration haben der New York Times gesteckt, dass der ehemalige Verteidigungsminister Rumsfeld mit Genehmigung von Bush im Jahr 2004 die geheimgehaltene "Al Quaeda Netzwerk Ausführungsanordnung" erlassen hatte. In die Anordnung wurde eine Liste von 15 - 20 Staaten aufgenommen, die meisten im Nahen Osten, für die den militärischen Verbänden des Kommandos für Spezialoperationen und der CIA erlaubt wurde, ohne Einbeziehung und Informierung des betroffenen Staates oder erklärtem Krieg verdeckte Angriffe und Aufklärungsmissionen mit einem komprimierteren Genehmigungs- und Prüfverfahren durchzuführen. Das Verfahren sieht so aus, dass nur noch die direkte Genehmigung des Verteidigungsministers oder des Präsidenten für eine Aktion eingeholt werden muss, wenn von den vor Ort miteinander kooperienden Einheiten der Spezialkommandos und der CIA ein Einsatzbedarf angemeldet wird, statt die übliche militärische Bürokratie und Hierarchie bemühen zu müssen. ![]() Abbildung aus dem Handbuch FM-3-05.130 über unkonventionelle Kriegsführung und irreguläre Einsatzmethoden der Army Special Operations Kräfte, zu denen auch der Einsatz von Überwachungs- und Killer-Drohnen gehört, September 2008. Quelle: FAS/Secrecy News: Army Rethinks Unconventional Warfare. Wie es in dem Artikel weiter heißt, soll für den Iran eine Sonderregelung getroffen worden sein, die zwar das Eindringen in den iranischen Luftraum mit Überwachungs-Drohnen erlaubt, aber keine aktiven Angriffe. Ganz im Gegensatz zu Pakistan, für dessen Gebiete entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze der jetzige Verteidigungsminister Gates abgleitet von der Anordnung aus dem Jahr 2004 eine spezielle, ebenfalls unbekannte Anordnung erlassen haben soll, die CIA und die militärischen Spezialeinheiten anweist, Ziele in Pakistan zu selektieren, um sie danach zu attackieren, wenn der innere Zirkel des Nationalen Sicherheitsrats, das Commitee of Principals, sein OK fürs Töten gibt. Man kann gespannt sein, wie der neue "Hoffnungsträger" Obama mit diesen und anderen Anordnungen seines Vorgängers umgeht. Seine Initiation als oberster Geheimnisträger und Produzent neuer Geheimnisse hat er ja bereits hinter sich und passend eingeleitet: Auf die schlichte und für die "Nationale Sicherheit" sicherlich ungefährliche Frage, ob "das Briefing der Geheimdienste, das er jetzt täglich erhält, seine Sicht auf ein internationales Problem geändert habe", gab es nur die paranoide Antwort, "wenn es so wäre, würde ich es nicht sagen." Zur irregulären / unkonventionellen Kriegsführung der U.S. Special Forces siehe auch: Field Manual 3-05.201 - Special Forces Unconventional Warfare Operations (30.04.2003) Field Manual 3-05.202 - Special Forces Foreign Internal Defense Operations (02.02.2007)
Geschrieben von Kai Raven
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Überwachungsroboter für große und kleine Gefängnisse - 31.10.2008
PopularMechanics hat einen interessanten Beitrag zu einem weiteren Typ der Mini-Roboter, die als rollende Videoüberwachungskamera bei Tag und Nacht für Aufklärung sorgen. Wie die anderen Roboter, wurde der Recon Scout von Recon Robotics für Spezialkräfte der Polizei und militärische Spezialeinheiten robust ausgelegt, damit er durch Fenster, Treppenhäuser und über Mauern geworfen oder von umbemannten Drohnen abgeworfen werden kann. 2007 wurde die erste Version des Recon Scouts vorgestellt, vorigen Monat der Recon Scout IR, der mit einer Infrarotkamera ausgestattet ist, um auch bei Nacht Überwachungsaufnahmen zu liefern. So sieht er aus:
![]()
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Roboter
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Die neue Quälwaffe von Raytheon - 11.10.2008
Die AviationWeek überschlägt sich mit gleich drei Beiträgen zur neusten "Quälwaffe" von Raytheon. Gemeint ist die Millimeter-Mikrowellen Waffe "Silent Guardian", eine Weiterentwicklung und Verkleinerung von Raytheons "Active Denial System" (ADS-II) Mikrowellenwaffe, von der drei Systeme an die U. S. Air Force ausgeliefert wurden.
Wie die AviationWeek Beiträge berichten, wird mit dem "Silent Guardian Protection System" ein gebündelter Millimeter-Mikrowellenstrahl kurzzeitig auf Zielpersonen gerichtet – bis auf eine Entfernung von über 250 Metern – wo der Strahl die Haut knapp einen halben Millimeter durchdringt, gerade genug, um die freien Nervenenden in der Dermis zu erreichen, die Hitzereize aufnehmen, um bei den Zielpersonen den Eindruck eines starken Verbrennungsschmerzes zu erzeugen. Das die Waffe nicht darauf angelegt ist, nur vereinzelte Personen zu treffen, sondern schnell viele Personen, ergibt sich aus dem 360 Grad Drehkopf der Antenne, dem integrierten Zielerkennungs- und verfolgungssystems und einer Pause von zwei Sekunden zwischen zwei "Schüssen". Silent Guardian kann laut Raytheon auf Standard-Militärtransportern montiert und in Kampffahrzeuge integriert werden, bei weiterer Miniaturisierung oder größeren Bauformen der Militär-Roboter wohl bald auch auf Killer-Roboter. ![]() ![]() Das "Silent Guardian Protection System" Abbildungen: Raytheon. ![]() Das "Active Denial System" II. Abbildung: Raytheon. Gedacht ist Silent Guardian für den "nicht-tödlichen" Einsatz gegen Aufrührer und Aufständische, Demonstranten und alle Personen, die Widerstand gegen die Staatsgewalt leisten, um sie abzuschrecken, einzuschüchtern oder zu vertreiben, ohne sie direkt erschießen zu müssen. Raytheon drückt das in verschiedenen Texten so aus:
Das Silent Guardian Schutzsystem ist eine revolutionäre, weniger tödliche Anwendung mit gebündelter Energie, die Millimeterwellenenergie einsetzt, um Individuen oder Menschenaufläufe zurückzutreiben ohne Verletzungen hervorzurufen, weil der Strahl nur oberflächlich die Haut durchdringt. Diese Eigenschaften ermöglichen den Anwendern, Gegner zu stoppen, abzuschrecken und umkehren zu lassen, ohne tödliche Waffen einzusetzen.
Das legt nahe, neben Killer- und Überwachungs-Drohnen auch die Mikrowellenwaffen zunächst in den Testländern Irak, Afghanistan und Pakistan auszuprobieren, bevor es vielleicht Demonstrationen und Riots gegen den nächsten IWF- oder G8-Gipfel oder Parteikongress in den USA sind.Silent Guardian bietet eine Zone des Schutzes, die Leben rettet, Gegenstände schützt, Kollateralschäden minimiert und die taktische Qualität, Gewaltausbrüche zu kontrollieren. Es ruft präzisere Effekte auf größere Distanzen hervor als aktuelle, weniger tödliche Systeme und bietet die zeitnahe Befähigung, sich Respekt zu verschaffen und Aggressionen zu deeskalieren. Der fokussierte Strahl aus Mikrowellenernergie ruft eine unerträgliche Hitzeempfindung hervor, die getroffene Individuen dazu veranlasst zu fliehen oder in Deckung zu gehen. Silent Guardian ist gegen Staub, Regen und Salzwasser geschützt und unterstützt Operationen unter Bedingungen bis 53 Grad Celsius Umgebungstemperatur. Verschiedene kommerzielle und militärische Anwendungszwecke beinhalten Strafverfolgung, die Absicherung von Kontrollstellen, den Schutz von Einrichtungen, den Truppenschutz und friedenserhaltende Missionen. Wie ein AviationWeek Beitrag anmerkt, hat die Forschungs- und Entwicklungsbehörde des US-Justizministeriums (NIJ) bereits ihr Interesse an der Entwicklung einer kleineren Millimeterwellen-Mikrowellen Waffe in Gewehrform für kurze Distanzen zur Ausrüstung von Polizeikräften und -einheiten bekundet, die dort die Elektroschock-Waffen ergänzen könnten. Auf der Webseite des NIJ zum ADS heißt es, "dass NIJ hat einen kleinen, funktionsfähigen Prototypen des militärischen ADS entwickelt, den Polizisten und Gefängniswärter mit sich tragen können". Über den Zwischenstand der Entwicklung einer portablen Quälwaffe, die auch die Modifizierung der "Personnel Halting and Stimulation Response" (PHaSR) Laser-Waffe einschließt, die bereits 2005 für die U. S. Air Force projktiert wurde, berichtete NewScientiest im Beitrag US police could get 'pain beam' weapons vom 24. Dezember 2008. Die Behörde fährt u. a. zusammen mit der internationalen Vereinigung der Polizeichefs, die eine eigene Arbeitsgruppe zu "weniger tödlichen" Waffen unterhält, dem NIST, der Forschungsbehörde der britischen Polizei und der Homeland Security Advanced Research Projects Agency (HSARPA) des US-Heimatschutzministeriums eine eigene Forschungsinitiative zur Entwicklung und Produktion sogenannter "nicht-tödlicher" Waffen. Während sich das NIJ um den Einsatz von "nicht-tödlichen" Waffen durch zivile Polizei- und Disziplinierungskräfte kümmert, steht für den militärischen Bereich die gemeinsame Abteilung bzw. das gemeinsame Programm zu "nicht-tödlichen" Waffen (JNLWP) des US-Verteidigungsministerium, der Navy, Air Force, Army, Küstenwache, Marine und des Special Operations Kommando der Special Forces für den militärischen Bereich im Zentrum. Die nach oder wegen den Desastern und Erfahrungen während der "Friedensmissionen" UNOSOM I + II in Somalia im Jahr 1996 gegründete Abteilung vergibt Aufträge an die Produzenten, testet neue Prototypen und stößt ihre Entwicklung an, bildet in der Anwendung "nicht-tödlicher" Waffen aus und lässt über das Human Effects Center of Excellence (HECOE) die Risiken, Wirkungen und Schadenspotentiale "nicht-tödlicher" Waffen auf den menschlichen Organismus erforschen. Die Auf- und Ausrüstung ist also auch in diesem Bereich der "nicht-tödlichen" Waffen im vollen Schwange. Siehe auch die AviationWeek Beitrage High Power Microwave Nearly Operational, Frying the Foe, "Silent Guardian" Zaps Journo und den Artikel Gegner von Elektroschock-Waffen (in Frankreich) wurde bespitzelt im Tagesspiegel.
Geschrieben von Kai Raven
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DARPA will mit GANDALF zaubern - 08.10.2008
The Register hatte im Beitrag DARPA to begin mysterious 'Project GANDALF' über ein neues, unter Geheimhaltung stehendes Projekt aus der Hexenküche der DARPA berichtet, das nach dem Magier im Herrn der Ringe mit dem Codenamen Gandalf" belegt wurde.
Der Beitrag gibt eine spärliche Information der DARPA zu "Gandalf" wieder:
The Gandalf program is an advanced technology and development and demonstration program that is seeking solutions to ... radio frequency (RF) geolocation and emitter identification using specific emitter identification (SEI) for specific signals of interest. The ultimate goal of the Gandalf program is to enable a set of handheld devices to be utilized to perform RF geolocation and SEI on RF signals of interest to the Gandalf program. The specific goals and performance objectives associated with RF geolocation and SEI for the Gandalf system are classified.
Also eine Reihe von Handgeräten, die Funkfrequenzen und spezielle Daten oder Identifizierungsdaten, die vom Sender abgestrahlt werden, ab- oder auffangen, um den Sender zu identifizieren und zu lokalisieren.Im Artikel wird gemutmaßt, dass Mobilfunkgeräte das Ziel sind, deren Träger man mit Hilfe der Handgeräte lokalisieren und verfolgen möchte. Wahrscheinlich hat man die Handys von "Terroristen" im weitesten Sinne und Kämpfern in Palästina, Pakistan, Afghanistan und im Irak im Auge, deren Funkverkehr bereits mit Drohnen überwacht wird. Da man alle Handys erfassen können möchte, denke ich nicht, dass man von Handys spricht, die bereits RFID Funchips enthalten oder GPS-Module. Hört sich fast danach an, als wollte die DARPA IMSI-Cather auf Handgerät-Größe schrumpfen lassen, die man dann drei Personen von Spezialkräften mitgibt, die dann "Basisstation" spielen, die IMSI abfangen und das Handy per Triangulation lokalisieren und verfolgen. Der Gedanke kommt mir jedenfalls nach Artikeln wie Tracking a suspect by mobile phone der BBC aus dem Jahr 2005. Würde auch in Woodwards geheime Militärprogramme zur Lokalisierung und Verfolgung mit anschließender Eliminierung hineinpassen. Oder ist das eine abwegige Spekulation? Diese Information könnte eine mögliche Erklärung bieten, in welche Richtung "Gandalf" auch gehen könnte. Im Budgetantrag der U. S. Army für Forschung und Entwicklung, der im Februar 2007 für das Jahr 2008 eingericht wurde, findet sich das Projekt 906 "TAC EW TECHNIQUES" (Taktische Techniken der Elektronischen Kriegsführung), das laut Antrag bis 2013 angelegt ist. Darin heißt es:
This project researches and applies key electronic warfare (EW) technologies to intercept and locate current and emerging threat communications and non-communications emitters to provide vital, quality combat information directly to users in a timely actionable manner in accordance with concepts for Future Force intelligence operations. This project contributes to the commanders ability to see the enemy, both as a unit and as part of a complex, adaptive organization, allowing a "See First, Understand First, Act First" standard of operations. This project investigates radio frequency (RF) collection and mapping technologies to offer real time emitter detection, location, and identification. Efforts include adding an autonomous RF collection capability and algorithms into tactical software defined radios to detect, locate and display enemy RF emissions. It also evolves electronic attack (EA) components into smaller, lower power, lightweight, common modules that counter modern threat Command, Control, Communications, Computers, Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance (C4ISR) systems. In addition, this project enables a remote capability to disrupt, deny, or destroy threat communication signals. Other research areas include fusion (automated assimilation and synthesis) of battlefield intelligence data to enable interpretation of current and future enemy activities and allowing development of courses of action in time to act decisively and in a pre-emptive manner.
Siehe auch:In FY06, developed electronic support for the Future Force sensor model; integrated electronic support measure (ESM)/signals intelligence (SIGINT) algorithms into ground sensor systems; developed and investigated adaptive/smart antenna processing techniques to enhance baseline information operations system; investigated novel radio frequency probing and other techniques for detection, location, and selective neutralization of triggering devices. In FY07, collect target vulnerability data, continue development of adaptive array processors for use in a tactical setting to counter problems associated with multipath, co-channel, and co-site interference, and to provide a precise geolocation capability; develop more effective techniques using broad range of target focused information operations (IO) algorithms based on individual target transmission parameters rather than brute force techniques; begin development of effects based IO deception techniques to influence a potential targets plan of action. In FY08, will continue algorithm development for an expanded range of potential targets, as well as software development for data thinning and nodal analysis applications; will expand algorithms development for larger range of targets; will continue deception and effects algorithm development. In FY09, will investigate and develop techniques to engage emergent communications technologies for inclusion into IO techniques database; will refine IO techniques database for access and use by other users including Joint Service and other members of intelligence community Danger Room - Darpa Launches Secret 'Gandalf' Project
Geschrieben von Kai Raven
in Anonymität, Chips, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Internet / TeKo, Rüstung
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23:48
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