Die allgegenwärtige und ultimative Überwachung am Gerät - Freitag, 3. August 2007
Bei dem Patent von Microsoft zu neuen Werbeverfahren, über das InformationWeek in Microsoft Patent: Biometric Recognition Used To Personalize Ads berichtet, scheint Microsoft an die "Minority Report Screens" gedacht zu haben, die mittels RFID Funkchips und Datenbanken passgenaue und personalisierte "Werbung" für den Betrachter auf den Schirm zaubern, aber auch an Handys, Fernsehgeräte, PDAs, PCs und Spielekonsolen wie die X-Box, auf deren Displays ebenfalls auf den Betrachter zugeschnittene "Werbung" nach vorheriger Identifikation des Nutzers und seines persönlichen Umfelds eingespeist werden.
Die Technik, die Microsoft im Patent Nr. 20070174117 vom 27. Juli 2007 mit dem Titel Advertising that is relevant to a person beschreibt, soll zusätzlich als Mittel gegen das unverschämte Ansinnen der Konsumenten dienen, sich um Werbung herum zu lavieren, zum Beispiel durch den Gebrauch von Festplattenrekordern und Systemen, die herkömmliche Werbeproduktionen und -einblendungen, die Microsoft als "ärmlich" bezeichnet, erkennen und ausblenden: Conventional broadcast television advertising models developed during the 1950's and 1960's are threatened by numerous forces in today's broadcast market. Costly, pre-produced commercials are today seen by ever fewer people as viewers disperse across a broad range of choices, channels and networks. Additionally, new technologies such as digital video recorders, also known as personal video recorders or digital personal video recorders, enable viewers to skip commercials altogether. Techniques for the targeting of advertisements are meager allowing rough targeting based only on the content of the media, the demographics of the audience of a particular television show, or the demographics of residents in an area having a particular zip code.
Der Ausweg:Some industry experts question how long the old world approach can last before the entire system becomes impossible to justify. Der PC-Nutzer, TV-Konsument, Shopper, Passant oder Gamer wird zunächst durch ein Identifikationssystem identifiziert, wobei alle Register gezogen werden: Durch biometrische Sensoren (Gesichts-, Stimmen-, Iris-, Fingerabdrucksensor), durch die Übertragung von Identifikationsdaten über RFID Funkchips, die in die Unterhaltungs- und Informationsgeräte integriert sind, mit zusätzlicher Personenerkennung durch Webcam- oder Handy-Kameras oder durch Einloggen in das System durch den Benutzer bzw. Konsumenten selbst: ...tracking system checks whether it has received an identification of a person currently viewing display (...) This identification may be done in any number of ways. For example, a biometric sensor in device or a remote control or other accessory of device may identify the person. In another example, the person may log onto device (...), thus providing identification. In yet another example, cameras or other sensors may detect and identify the person. In yet another example, the device having the display may be used solely by the person, so any use of the device may imply that the person is viewing the display.
Ein Tracking- und Monitoring-System sammelt, überwacht und speichert persönliche Informationen und Daten des Benutzers bzw. Konsumenten, die von ihm genutzten Geräte, die Art und Weise, wie sie genutzt werden (per Satellit, WLAN, Kabel, Internet usw.), den Aufenthaltsort der Person, Daten, die Aufschluss über den "natürlichen Kontext" (Licht, Geräuschpegel, Anzahl der anwesenden Personen, Hektik oder Statik usw) sowie die aktuell genutzten Inhalte und Dienste.Das Tracking-System kann in der Wohnung oder einem anderen "vertrauenswürdigen Ort" installiert werden – muss aber nicht. ![]() ![]() Das Identifikatons-, Tracking- und Monitoring-System in der Patentschrift. Abbildungen: U.S. Patent and Trademark Office.
Logistical information may include characteristics of display, for example, its size, resolution, color, depth, polychromatic/monochromatic screen, and the like. Logistical information may include information on networks available to tracking system. Tracking system uses this information to know which networks are available to it to reach advertiser system. Logistical information may include location information regarding device. For example, if device includes a global positioning system (GPS) receiver, it can assess its location and share that with tracking system. Logistical information may also include ambient sensor data regarding device. The ambient sensor data may include, for example, light and sound levels, motion, and other data from the user's environment that help establish context.
Das "System für Werbetreibende" bezieht von Inhalteanbietern, PR-Firmen, Anzeigefirmen, aber auch von Regierungsbehörden, öffenliche Dienstleister "oder jede andere passende Organisation" die Formate und Inhalte, die zum Benutzer bzw. Konsumenten oder Bürger transportiert werden sollen oder hält sie stellvertretend für die "Inhalteanbieter" vor.Tracking system may store viewer information for one or more persons. For example, if used in a home setting, tracking system may store viewer information for different members of the family. If used in a purely individual setting, tracking system may store viewer information for one person. Viewer information may include, for example, a) a profile of the person, which may include, for example, the person's interests and hobbies, the person's sex, age, locale, profession, subscriptions and memberships, ethnicity, marital status, personal characteristics such as parent, pet owner, very tall or short, and the like; b) a personal information management system for the person, which may include, for example, the person's address book (list of contacts), calendar, mail and/or message store, a task list, notes and the like; c) a purchasing history of the person; d) the person's advertising preferences, which may include, for example, a record of which advertisements the person has interacted with in the past, and/or a record of which advertisements the person has immediately dismissed, if such a capability to dismiss exists, search terms the person has used, media consumption (viewing and listening) history, a preferred look and feel for advertisements, and the like; and e) general system filters configured by or on behalf of the person. For example, in a family setting, parents may configure tracking system not to present any advertisements to children. Aus den erhaltenen Identifikationsdaten des "Identifizierunsgsystems" und dem ständig aktualisierten Profil des "Tracking- und Monitoring-Systems" generiert das System Daten, die laut der Patenschrift anonymsiert und für die "Inhalteanbieter" nicht personifizierbar mit den Inhalten der "Inhalteanbieter" abgeglichen bzw. an die "Inhalteanbieter" übertagen werden. Microsoft wäre dann das vermittelnde "Clearinghouse" bzw. die dritte Partei, der man "Vertrauen" schenken muss. Aus dem Abgleich werden dann zum Beispiel dynamisch Werbeinblendungen, Warnungen, behördliche Mitteilungen etc. generiert, auf die Geräte des Benutzers oder auf die "Minority Report Screens" übertragen und auf Displays angezeigt. Da von 3D-Modellen und Texturen die Rede ist, wäre auch die passende Anzeige eines Produkts als 3D-Modell oder das Auftauchen eines "persönlichen Agenten" als 3D-Avatar (oder gar HALO Spielfigur?) denkbar, der einem Informationen und Produkte präsentiert oder einen "hilfreich durch den Konsumenten-Alltag" geleitet.
![]() Vom "Inhalteanbieter" auf den Schirm. Abbildungen: U.S. Patent and Trademark Office. Prost Mahlzeit, denn das wird nicht das erste und letzte Patent sein, das derartige Systeme anpeilt und Microsoft wird auch nicht der einzige Konzern sein, der an derartigen Konzepten werkelt – Privacy is dead, wenn es nach Behörden, Unternehmen, Konsumenten und Bürgern geht.
Geschrieben von Kai Raven
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13:36
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TV-Scanner gegen TV-Verbrecher - Sonntag, 15. Juli 2007
Die Daily Mail hatte gestern den netten kleinen Artikel The new TV detector which can reach into any home über das Aufspüren illegaler TV-Konsumenten im Angebot – das Zeitalter der GEZ-Agenten neigt sich dem Ende zu
Neben neuester Technik macht der Artikel auch eine kleine Zeitreise (mit Fotografien) zurück zu den Anfängen der "TV-Scanner" zum Aufspüren der "TV-Verbrecher". ![]() "TV-Scanner" 1960 und 2007. Im nächsten Augenblick brach ein scheußlicher, knirschender Kreischlaut, als ob eine riesige Maschine völlig ungeölt liefe, aus dem großen Televisor am Ende des Raumes hervor. Es war ein Lärm, bei dem einen eine Gänsehaut überlief und sich die Nackenhaare sträubten. Die Haß-Sendung hatte begonnen.
Das Schreckliche an der Zwei-Minuten-Haß-Sendung war nicht, daß man gezwungen wurde mitzumachen, sondern im Gegenteil, daß es unmöglich war, sich ihrer Wirkung zu entziehen. Eine schreckliche Ekstase der Angst und der Rachsucht, das Verlangen zu töten, zu foltern, Gesichter mit einem Vorschlaghammer zu zertrümmern, schien die ganze Versammlung wie ein elektrischer Strom zu durchfluten, so daß man gegen seinen Willen in einen Grimassen schneidenden, schreienden Verrückten verwandelt wurde. Und doch war der Zorn, den man empfand, eine abstrakte, ziellose Regung, die wie der Schein einer Blendlaterne von einem Gegenstand auf den anderen gerichtet werden konnte. Aus George Orwell: "1984"
Geschrieben von Kai Raven
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ARTEs Anti-Überwachung Themenabend - Freitag, 22. Juni 2007
Hui, das war ja mal eine geballte Ladung an Anti-Überwachung Informationen, Statements und Bildern, die Arte mit dem Wir werden alle überwacht Themenabend bot.
Anschauen muss ich mir solche Berichte und Filme eigentlich nicht mehr, denn Neues gibt es nur selten darin zu finden. Aber ich begrüße natürlich jede umfangreichere Behandlung der Thematik in der Glotze. Die Moderation von Steffen Seibert war sehr erfrischend, weil hier endlich auch mal mehr Stellung gegen die ganzen Sicherheitssimulationen und den paranoiden Überwachungswahn der Politik bezogen wurde. Außerdem ist es immer wieder interessant, erheiternd, kritikwürdig oder auch erschreckend, wie das Fernsehen die sehr komplexe und umfassende Problematik anfasst. Erschreckend empfand ich die krude Mixtur des Beitrags "Kontrolle total", der zwar etliche Techniken im Fließbandverfahren abhandelte, der aber durch die Überflutung mit teilweise völlig unpassenden Filmschnipseln und thematisch-technisch nicht zusammen gehörenden Einblendungen, die ganze Schitttechnik und die Invasion einer ganzen Armee von "Experten" für mich völlig die Tonne war. Wie kann man so etwas ins Fernsehen lassen. Interessant war dann der zweite Beitrag "widerstand.com", weil er Initiativen und Gruppen aus dem Ausland vorstellte, die ich noch nicht kannte. Das auch mal Vertreter zu Wort kamen, die sich für militantere Aktionen gegen die technische Überwachungsinfrastruktur stark machen, die über den Widerstandsmodus hinausgehen, war mir persönlich sehr sympathisch. Na, wenn solch eine Symapthiebekundung gemäß der UN- und EU-Antiterrorabkommen nicht schon als Unterstützung des Terrorismus gewertet wird – wie leicht geht das? Der dritte Beitrag "Big Brother City" führte noch einmal das ganze Ausmaß der Videoüberwachung in Großbritannien vor Augen, die mit dieser merkwürdigen Mischung aus Ablehnung, Ignoranz, Unterstützung und Gewöhnung seitens der Bevölkerung einhergeht. Das es mit dem digitalbridge/Shoreditch TV Projekt anscheinend (noch) nicht so vorangeht, weshalb Nutzer wegen der geringen Zahl an Überwachungskameras mit ihren niedrigen Zoomleistungen im Beitrag herumquengelten, habe ich mit Wohlwollen aufgenommen. Faszinierend fand ich die Bilder von Beschriftungen und Graffiti im Stadtbild mir ihrem Bezug zu Orwells 1984: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
Geschrieben von Kai Raven
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12:29
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Hart aber fair Schnüffelstaat-Sendung - Mittwoch, 25. April 2007
Vorhin habe ich mir die Hart aber fair Talkshow zum Thema "Schnüffelstaat und Datensammler" – ausnahmsweise – im WDR angesehen, denn in der Regel halte ich mich von allen Polit-Talkshows fern, wenn es sich nicht gerade um einige Formate auf Phoenix handelt.
Gut, wer sich ständig mit der Thematik beschäftigt und sich eingehender seine Gedanken machen will, ist mit Veröffentlichungen und Dokumenten, die direkt von politischen Institutionen, Universitäten und Unternehmen stammen, Zeitungsartikel und auch Weblogartikeln besser bedient, aber um die Thematik überhaupt im Fernsehen und auf der Fernsehcouch Thema werden zu lassen und die Politiker mit ihren Positionen, ihrem teilweisen Halbwissen und Pathos einem breiteren Publikum vorzuführen, war die Sendung schon ganz OK und als "Appetizer" zu gebrauchen. Das Ausladen von Julia Seeliger und die Neubesetzung mit dem wie immer unerträglich dramatisch auftretenden Wiefelspütz war jedoch eindeutig eine absolute Fehlentscheidung. Nicht nur, weil Wiefelspütz eh schon genug Bühne bekommt, sondern weil er als Bürgerrechts-Parteisoldat der SPD nicht wirklich Gegenpositionen zur Innen- und Sicherheitspolitik der Großen Koalition vertritt. Weil mich unter vielen Themen auch die Videoüberwachung und ihre Zukunft interessiert, fand ich die Impressionen des Einspielers über die sprechenden Kameras aus Middlesbrough ganz gut und die Sprüchlein der versammelten Politker erheiternd. Bei der Machart des Berichts und den Aufnahmen musste ich sofort an Citizen Cam denken, nur das es sich hier um die Realität handelt: ![]() ![]() Filmteam wird von Videoüberwachungskameras in Middlesbrough aufs Korn genommen. ![]() ![]() Der CCTV Kontrollraum von Middlesbrough. ![]() ![]() Multiviewschirm und Zoom. ![]() ![]() Unterwerfungsgeste vor der Videoüberwachungskamera nach Lautsprecheransage. ![]() ![]() Ein letzter Blick auf eine der sprechenden Überwachungskameras von Middlesbrough
Geschrieben von Kai Raven
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um
23:11
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Überlebenskampf und Überwachung - Sonntag, 22. April 2007
Das Musikvideo von Nine Inch Nails zm Song Survivalism ("Halo 23") – den Titel interpretiere ich mal als Kombination aus Survival ("Überleben") im Sinne von struggle for survival ("Überlebenskampf") und weniger wie in Survivalism und Surveillance ("Überwachung) – aus dem Album Year Zero beinhaltet visuell und lyrisch einiges, was auf uns zurollt oder schon lange im Gange ist – Isolierte Existenzen, die in atomisierten Gesellschaften gegeneinander ums Überleben kämpfen, allgegenwärtige Überwachung, Stupidität und Ignoranz der Massen, hirnloser Konsum von Botschaften per Massenmedium, vereinzeltes Aufbegehren, Repression gegen Kritiker und Künstler, polizeistaatliche Willkür gegen diejenigen, die noch den Mund aufmachen, während der Rest zum Alltag übergeht:
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Aus dem Songtext:
Kann man ja mal reinhören und -schauen.
I got my propaganda I got revisionism I got my violence In hi-def ultra-realism All a part of this great nation I got my fist I got my plan I got survivalism Hypnotic sound of sirens Echoing through the street The cocking of the rifles The marching of the feet You see your world on fire Don't try to act surprised We did just what you told us Lost our faith along the way and found ourselves believing your lies
Geschrieben von Kai Raven
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19:25
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Alltag Überwachung als schicke Komplettdatei - Donnerstag, 29. März 2007
Warum Millionen von Bundesbürgern den Film Alltag Überwachung immer noch nicht von der ARD zur Primetime am Sonntag zu sehen bekommen, sondern nur diejenigen, die das in vier Teilen zerlegte Werk über die Seiten der Tagesschau im Internet, ist mir schon bewußt, aber wie heute Roman Mischel, einer der Autoren des Films, bekanntgab, gibt es Alltag Überwachung nun auch als kompletten 45-minütigen Film in Form einer 350 MB großen mp4-Datei zum Download. Also schön handlich, um ihn vielleicht auch internetabstinenten und nicht informierten Freunden, Bekannten, Verwandten, Kollegen und weiteren Zeitgenossen als CD-Geschenk näherzubringen.
Geschrieben von Kai Raven
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22:26
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Schaut TV zur Vorratsdatenspeicherung - Sonntag, 10. Dezember 2006
Bei Google Video gibt es ein interessantes TV-Interview zur Vorratsdatensspeicherung und anderen Datenschutzthemen mit padeluun als Vertreter des AK Vorratsdatenspeicherung und des FoeBuD und dem Rechtsanwalt Meinhard Starostik, der die Sammelverfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vertreten wird, wenn die Bundesregierung die VDS zum Gesetz macht.
Erst kürzlich hatte sich öffentlich und offiziell die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Mitglied des Bundestaginnenausschusses Petra Pau in ihrer lesenswerten Rede Die Sicherheits-Architektur attackiert die Gesellschafts-Architektur anlässlich der Veranstaltungsreihe "Gesamtstaatliche Sicherheit" der Sammelverfassungsbeschwerde angeschlossen:
Ich habe vor Wochen die Bundesregierung gefragt, wie viele Datenbanken mit persönlichen und Umfeld-Daten über vermeintliche Kriminelle, Terroristen, Staatsfeinde, "Gefährder" usw. bereits existieren.
Die Bundesregierung hat detailliert, wenn auch unvollständig geantwortet. Demnach gibt es schon jetzt 160 Dateienbanken mit rund 60 Millionen Datensätzen. Das sind keine Peanuts, das ist bedrohlich.
Die Rede von Petra Pau ist auf der Seite zur Veranstaltungsreihe nicht verlinkt, wohl aber in gekürzter und zusammengefasster Form die Rede von Bundesinnenminister Schäuble, in der er das Internet zur "Fernuniversität und Trainingscamp" für Terroristen erklärte.
Aber auch das gehört zur neuen Sicherheitsarchitektur. Die Substanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung wird verklappt und unterlaufen. Es geht ans Eingemachte. Deshalb habe ich mich auch einer Sammerklage gegen die Daten-Vorratsspeicherung in Karlsruhe angeschlossen. Die Pressefreiheit und weitere Grundsätze sind gefährdet. Das will ich nicht. Ich hatte schon angefangen, für den TV-Beitrag mit Bittorrent herumzuwerkeln, aber da er jetzt bei Google Video zu sehen ist, umso besser. Auch gut, da ich im Schnelldurchgang gelernt habe, mit µTorrent selbst Dateien anzubieten. Ich hoffe, der sehr gute Windows-Bittorrentclient µTorrent wird durch die Übernahme durch BitTorrent ein plattformübergreifender, schlanker, einfach zu bedienender Bittorrent-Client ohne DRM-Beschränkungen. Aber das nur am Rande. Noch drei Anmerkungen zum TV-Interview:
Geschrieben von Kai Raven
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10:23
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TV-Feeds - Samstag, 14. Oktober 2006
Über den del.icio.us Feed von OThah4sh gibt es aktuelle TV-Beiträge zu den Themen Überwachung und Kontrolle, die per Bittorrent-Download im MPEG-4 Format verfügbar sind.
Ich fordere hiermit – wenn schon der ÖRF / die GEZ ab 2007 zusätzlich für "neuartige Rundfunkempfangsgeräte" abzockt und wir bereits mit unserer GEZ-Gebühr dafür bezahlt haben – dass ab 2007 alle TV- und Radio-Beiträge für die Kunden des ÖRF dauerhaft in einem digitalen Archiv zum Abruf (fragt mal beim Computerclub Paar nach, die haben das schon vor Jahren für den CC realisiert) vorgehalten werden, dass dabei offene, plattformunabhängige Video- und Audioformate verwendet werden und die Weiterverwendung für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch frei ist. Ich weiß, ein frommer Wunsch.
Geschrieben von Kai Raven
in Anti-Überwachung, Linktipp, Radio, TV, Überwachung
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12:21
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