"Schulprojekt" zur Gesichtserkennung in Großbritannien - Samstag, 10. Januar 2009Kommentare
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Auch wenn es nicht viel bringt, aber somit erfolgt auch eine Konditionierung der Schüler. Die nächste Generation wird sich damit schon wesentlich leichter tun und damit leben.
Richtig. Die Konditionierungseffekte habe ich ja bereits früher immer wieder angesprochen. Um nicht wieder den gleichen Sermon abzusondern, habe ich es diesmal in die "Heranführung an ihre Überwachung" gesteckt. Ich habe eh permanent das Gefühl der ständigen Wiederholung, nur das sich das ganze Zeug mit der Zeit immer mehr verfeinert, ausdifferenziert und ausweitet, während auf der anderen Seite alles mehr oder weniger beim Alten bleibt.
Nun werden ja gleichzeitig an Schulen die Themen wieder mehr in den Mittelpunkt gestellt, sogar "von oben" verordnet, sollen sich Schüler mehr bewusst werden, was alles mit ihren persönliche Daten möglich ist (siehe den Spuk in den Social Networks) und Jugendorganisationen von Parteien etc. setzen Datenschutz & Co auch auf ihre Tagesordnung. Vielleicht wirken diese ganzen Bemühungen etwas ausgleichend, zumindest bei einem kleinen Teil. Ob das so an britischen Schulen auch stattfindet oder wie kritisch und gründlich das allgemein in Schulen thematisiert wird, vermag ich nicht zu beurteilen.
Alle Achtung, die menschenfeindlichen Bestrebungen, ein ausbruchssicheres Globalgefängnis für jeden Steuerzahler und Konsumenten zu errichten, werden immer perfider. Keiner sollte in zwanzig Jahren wehleidig darüber nachsinnen, wie schön doch die Zeit war, als man sich gegenseitig noch Vertrauen schenkte. Mehrheitlich war man an eher unwichtigen Kleinigkeiten, Kultur etwa, Bildung oder sogar an Bürgerrechten interessiert. Über manche Tage konnte sich sogar Freude entfalten, weil es nicht immer nur bedrückende Nachrichten gab. Schäuble aber und sein nicht minder paranoider Vorgänger konnten ohne nennenswerten Widerstand Rechte abbauen und unter einer Politik totaler Sozialkontrolle jede Kreativität ersticken und jeden Bürger präventiv zum Gefährder stempeln. Viele Leute beunruhigte die finanzielle Ausbeutung der machtpolitisch gewollten Paranoia. Schon weniger Menschen waren bereit, aktiv über diese Vorgänge aufzuklären und zum Handeln zu ermutigen. Die Machthabenden zeigten sich arrogant desinteressiert. Wie freiheitlich der Staat sei, wurde unterdessen in den Schulen den Kleinsten gelehrt. Die Erwachsenen hatten daran bereits erhebliche Zweifel. Der nächsten Generation werden wieder Lügen erzählt. Vorsorglich, und vor allem mit der Absicht dieser Generation frühzeitig ein Gefühl ihrer Ohnmacht einzuimpfen, diesmal unter den alltäglich gewordenen Bedingungen eines kriminellen Hochsicherheitsstaates.
Es muss doch möglich sein, die Kraft des Internets zu nutzen, um mehr Leute für diese Geschehnisse zu sensibilisieren, bzw. zu erreichen, bzw. hinter eine Sache zu stellen. Ein großer Teil der deutschen bzw. europäischen Bevölkerung kann doch noch denken. Wir können doch nicht tatenlos zusehen, wie sich alles zunehmend zum Schlechten wendet, und unsere Grundrechte nach und nach eingestampft werden. Noch ist das Internet weitgehend frei, jedenfalls innerhalb der EU. Aber das Zeitfenster schließt sich langsam, schon gibt es auf EU-Ebene Zensurvorhaben, selbstverständlich im Rahmen des Kampfes gegen den Terror. Bei uns in Deutschland fängts ja jetzt auch mit dem Kampf gegen die Kinderpornografie an..
Es muss doch eine Möglichkeit geben, bedeutende Teile der Öffentlichkeit darüber aufzuklären bzw. zu interessieren, was der Vertrag von Lissabon für uns eigentlich bedeutet, nachdem unsere "freien" Medien dies ja unterlassen. Ich habe momentan noch keine Ahnung, wie sich ein derartiges Vorhaben gestalten könnte, ich kann aber nur an jeden appellieren, sich Gedanken zu machen. Eine gute Möglichkeit zur Sensibilisierung ist meiner Meinung nach der Film Zeitgeist (von Peter Joseph?). Appelliert an alle in Eurem Bekanntenkreis, sich diesen Film mal anzuschauen..kann ein guter Einstieg in diese Thematik sein...und dann müssen wir uns organisieren! Verdammt, vor einem Jahr habe ich schon gedacht, die Welt kann nicht schlechter sein, als in meinem damaligen Weltbild. Mittlerweile könnte ich beim Blick in die Zeitu..sorry Internet jeden Tag auf den Tisch kotzen. Gibt es eigentlich in diesem Zusammenhang irgendwelche Nachrichten, die ein wenig aufbauend wirken? Könnte ich gerade sehr gebrauchen! Gruss an alle, noch ist nichts verloren (hoffe ich..) |
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Aufgenommen: Jan 14, 14:01