de Maizière über Abhörzentralen, Sicherheitsgesetze und Europol - 06.02.2010
In dem Interview Innenminister geht auch anders (MP3) mit Ingo Kahle in der RBB Inforadio Sendung Zwölfzweiundzwanzig machte Bundesinnenminister de Maizière neben ein paar generellen Aussagen zu seinem Sicherheitspolitikverständnis auch Anmerkungen zur Weiterentwicklung der gemeinsamen Abhörzentrale aller Polizei- und Geheimdienstbehörden im Bundesverwaltungsamt, die sein Amtsvorgänger Schäuble gestartet hatte:
"Sie sprechen das sogenannte TKÜ-Zentrum an. Eine nationale Abhörzentrale nach britischem Vorbild wird es nicht geben. In welcher Weise ich die bisherigen Planungen fortsetze oder korrigiere, habe ich noch nicht endgültig festgelegt. Ich halte es aber prinzipiell für richtig, das nach anderen Regeln funktionierende Abhören des Bundesamtes für Verfassungsschutz von dem Abhören von Bundespolizei und Bundeskriminalamt auch räumlich zu trennen. Das ist eine gewisse Grundentscheidung, die ich hier mitteile. Wie genau das geht, das werde ich sehr bald entscheiden."
Als "unproblematisch" sah de Maizière mögliche "technische Verknüpfungen" zwischen BKA, Bundespolizei und Bundesgrenzschutz im Rahmen des "TKÜ-Zentrums" und die "Bündelung der theoretischen Kompetenzen und technischen Entwicklungen" an, während "Abhören zwischen Polizei und Verfassungsschutz getrennt stattfinden sollte".Was seine Positionen zur abgeschlossenen und zukünftigen Sicherheitsgesetzgebung angeht, sagte de Maizière u. a., dass er eine abwägende Haltung einnehme, der Gesetzgeber den Beweis für die Erforderlichkeit neuer Sicherheitsgetze zu erbringen habe, anstatt von ihren Kritikern abzuverlangen, Beweise für ihre Nichterforderlichkeit zu erbringen. Da die grundlegenden Sicherheitsgesetze gemacht wurden, gelte für ihn das Prinzip der Anwendung bestehender Sicherheitsgesetze statt neuer Sicherheitsgesetze, aber auch, dass keine "Rückabwicklung" bestehender Sicherheitsgesetze stattfinden würde. Interessant ist auch das Interview Kooperationsformen polizeilicher Zusammenarbeit (PDF) des Behördenspiegels mit de Maizière vom 04.02.2010, in dem es u. a. um gemeinsame Sicherheitszentren auf EU-Ebene und die Rolle von Europol geht.
Geschrieben von Kai Raven
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11:50
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Linkpartnerschaft und Linktausch - 04.02.2010
Gerade erreichte mich mal wieder eine Anfrage per E-Mail (erfreulich: OpenPGP verschlüsselt, mit meinem kleinen "Annt-Anti-Spam" Kürzel und auch noch per PrivacyBox) zwecks Eingehen einer sogenannten Linkpartnerschaft, auch als Linktausch, Link-Exchange oder laut Wikipedia Textlinktausch bekannt, der ich hier mit einer Antwort begegnen möchte, die nicht böse oder als persönlicher Angriff zu sehen ist. Im aktuellen Fall betrifft sie ja eine interessante Webpräsenz.
Besonders amüsant sind solche Anfragen, wenn sie zum Beispiel von Herstellern von Überwachungsequipment aller Art kommen, weil das hier nun mal auch Thema ist und die das zwar haben crawlen lassen, aber eben nicht inhaltlich auswerten. Aber das nur am Rande. In der Regel kicke ich solche Anfragen eh sofort in den Papierkorb, wenn sie nicht im Spamfilter verenden. Ich stehe grundsätzlich nicht auf dem Spiel "Linkst Du mich, linke ich Dich, aber auch nur dann", egal aus welchen Gründen (SEO oder nicht). Mir ist auch irgendein PageRank piepegal, den irgendeine Site hat, auf den dann ggf. in der Anfrage hingewiesen wird, genauso wie ich mich auch nicht für meinen interessiere. Oder irgendeine Position, die man wer-weiß-wo in irgendeiner Liste hat. Wenn ich über gute Sachen stolpere, dann verlinke ich das sowieso: in einem Blogbeitrag, vielleicht im Rahmen eines Wikieintrags oder irgendwo auf der Homepage. OK, das kann auch länger dauern, obwohl ein Link bereits als wichtig/interessant/informativ in meinen Bookmarks schlummert. Ist nun mal so. Man kann mir auch gerne einen Hinweis zu einem Link mit wichtigen/interessanten/informativen Inhalten stecken, auch zur eigenen Webpräsenz. Da setze ich auch einen Link und befasse mich mit dem "Angebot" (oder auch nicht), egal ob man einen Rück-Link setzt. Ich stelle an Links keine Bedingungen. Deshalb: Hinweise, Mails: Warum nicht, aber ohne diesen Linktauschunsinn. Hat bei mir eh keinen Zweck.
Geschrieben von Kai Raven
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20:25
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US-Geheimdienstchef bestätigt Shoot-to-Kill Praxis - 04.02.2010
Der Chef der US-Geheimdienste, Dennis Blair, hat im Rahmen einer Anhörung vor dem House Permanent Select Committee on Intelligence offiziell eine Praxis bestätigt, die bereits 2008 in einem Artikel der New York Times aufgegriffen wurde und die mit der versuchten Ermordung von Darkazanli durch CIA/Blackwater in Hamburg zu tun hat, mit der sich die Bundesanwaltschaft und der Innenausschuss des Bundestags beschäftigen soll(te).
Laut des Artikels Intelligence chief acknowledges U.S. may target Americans involved in terrorism der Washington Post und der Meldung US may target American extremists abroad der AFP teilte Blair auf Nachfragen des Ausschussvorsitzenden Hoekstra mit: "We take direct action against terrorists in the intelligence community. If that direct action, we think that direct action will involve killing an American, we get specific permission to do that". Laut des erwähnten Artikels der New York Times erhalten die Killer-Kommandos der CIA oder des Special Operations Kommandos die spezielle Genehmigung, auch US-Bürger ohne Rechtsbelehrung und Gerichtsverfahren im Ausland in "Shoot-to-Kill" Manier zu exekutieren, direkt vom US-Präsidenten oder dem US-Verteidigungsminister. Blair meinte dazu, man gehe unter seiner Führung jedenfalls nicht "leichtsinnig" und "rücksichtlos" bei der Tötung von US-Bürgern vor, sondern "folge einer Reihe festgelegter Richtlinien und rechtmäßiger Verfahrensweisen, die sehr sorgfältig überwacht werden". Na dann kann man ja beruhigt sein, dass die Killer-Kommandos zumindest beim Töten von US-Bürgern den Vorstellungen von "Rechtsstaatlichkeit" folgen, die auch unter Obama in der US-Administration vorherrschen. Ob der "Auftrag" direkt durch Agenten der CIA oder des SOCOM ausgeführt wird, oder der Auftrag an Angehörige der Schattenarmee der US-Geheimdienste und des US-Militärs namens "Blackwater" weitergereicht wird, wie vermutlich in Hamburg, dürfte für die Amerikaner nebensächlich sein. In Pakistan, im Irak und in Afghanistan lassen CIA und US-Militär Blackwatereinheiten ja auch Killer-Drohnen fliegen und auf Tötungsmissionen gehen. Also, wenn jemand gerade in Hamburg, München oder sonstwo mit einem Loch im Kopf oder im Rücken neben Euch zu Boden fällt – keine Sorge, das sind nur CIA/SOCOM/Blackwater Agenten, die gerade rüchsichtsvoll und sorgsam ihren Auftrag erfüllen, das "Homeland" zu schützen. Und bloß nicht anfangen in Panik wegzurennen, sonst kann es auch mal zu "Fehlschüssen" kommen wie damals in London, als man de Menezes tötete. Siehe auch: ACLU - Intelligence Official Acknowledges Policy Allowing Targeted Killings Of Americans (04.02.2010) ACLU Blog of Rights - Drones, Targeted Killings and the Fifth Amendment (04.02.2010)
Geschrieben von Kai Raven
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13:04
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Input und Output eines Fusionszentrums - 30.01.2010
Das ACLU Blog of Rights verweist in seinem Beitrag Little Privacy-Invading Snowflakes auf den Artikel Gridiron Profiling des Texas Observer, dem vom North Central Texas Fusion Center (NCTFC) im Rahmen einer Anfrage zur Freigabe von Dokumenten unbeabsichtigt ein paar Dokumente in die Hände gefallen sind, die ein paar interessante Einblicke zu internen Arbeitsweisen, den Bedrohungsmodellen und den verwendeten Tools bieten, die in den Dutzenden geheimdienstlich-polizeilicher Fusionszentren Usus sind.
Neben zwei Bedrohungsbewertungen, die u. a. aufzeigen, dass sich das wachsame Auge der Sicherheitsbeamten weiterhin auf lokale Protest- und Oppositionsgruppierungen richtet, zeigt eine Powerpoint-Präsentation des NCTFC vom März 2009 (Erstellung: 2007), wie umfangreich das Datenvolumen und die angezapften Datenquellen sind, auf die Agenten zugreifen können, wie weit die Vernetzung aller Sicherheitsbehörden über die Fusionszentren verläuft. Daneben bestätigt der Inhalt einmal mehr, dass dem Abgrasen und Auswerten offener Quellen (OSINT), zu denen natürlich neben Presse- und Medienberichten auch E-Mails, Blogs und Webseiten zählen, ein hoher Stellenwert zukommt. Das die Geheimdienste und Polizeibehörden damit zwar über Meere und Gebirge an Daten verfügen, in denen sie ersaufen und sich verirren, aber anstehende Terroranschläge und neue Bedrohungsquellen nicht immer erkennen, hat zuletzt der Anschlagsversuch in Detroit demonstriert. Natürlich lautet das Fazit des präventiven Sicherheitsstaates auch unter Obama weiterhin: Mehr Vernetzung und Verschmelzung der Dienste, noch mehr Daten, noch mehr Überwachung. Hier ein paar Ausschnitte aus der Präsentation: ![]() ![]() ![]()
Geschrieben von Kai Raven
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12:56
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Panopticlick Experimente gegen Web-Tracking - 27.01.2010
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) bietet mit Panopticlick ein nettes Spielchen (oder Experiment) mit ernstem Hintergrund für alle Internetuser an, die sich für die Anonymisierung ihrer Browser- bzw. WWW-Nutzung interessieren oder anders gesagt, wie ihr Webbrowser konfiguriert ist und deshalb welche Informationen ausspuckt, die er mit einer Teilmenge der Browser anderer Nutzer in einer gegebenen Gesamtmenge gemeinsam hat oder auch nicht. Noch einfacher: "Zeig mir, welchen Browser und wie Du ihn nutzt und ich sage Dir, wer Du bist und wo Du bist". Die meisten Internetnutzer dürfte es nicht interessieren
Den ernsten Hintergrund bildet die Identifizierung und Wiedererkennung von Webbrowsernutzern - das Optimum wäre: stets ein und desselben Nutzers, Verfolgung der Nutzung oder des Konsums von Webseiteninhalten über Webseiten und Websites hinweg und seine Geolokalisierung, an der sich Nutznießer und Auftraggeber der Werbeindustrie, manche Internet-Zugangsprovider, Dienste- und Inhalteanbieter oder auch Geheimdienste versuchen. Ähnlich wie beim Anontest vom JonDonym Anonymisierungsdienst oder bei browserspy.dk wertet Panopticlick den charakteristischen User-Agent und HTTP_ACCEPT Header aus und sofern Javascript aktiviert ist (was bereits ein Kriterium an sich ist), installierte Browser Plugins, Zeitzone, Bildschirmauflösung, Farbtiefe, Systemschriften, ob Cookies und "Supercookies" per Flash LSOs und DOM-Storage möglich sind. ![]() Einschränkend muss man sagen, dass man eigentlich umso besser in der Menge aller Browsernutzer verschwinden müsste, je mehr man den eigenen Browser genauso nutzt wie die Mehrheit oder zumindest der Durchschnitt aller Internetnutzer - wie ich annehme: mit veralteten Versionen, mit allen nur denkbaren Plugins und Erweiterungen vollgeknallt bis zum Anschlag, Javascript und Flash schön aufgedreht, Cookies immer dabei und natürlich ohne Anonymisierung Kleiner Tipp zur neuesten Firefox-Version am Rande: Die finden ja nicht nur diese überflüssigen Minimalthemes names "Personas" ganz toll, sondern auch die Geo-Lokalisierung per Google Lokalisierungsdienste, die man aber laut Anleitung einfach und generell deaktivieren kann. Wird aber auch nur eine Teilmenge der Teilmenge abschalten, wie ich die feature-geilen Internetuser kenne.
Geschrieben von Kai Raven
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15:29
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Digitale DNA und Fingerabdrücke für DARPAs Cyber Genome Programm - 27.01.2010"Ziel des Cyber Genome Programms ist es, revolutionäre Techniken für Cyber-Verteidigung und -Ermittlungen zur Sammlung, Identifizierung, Charakterisierung und Einordnung der Eigenschaften und Verbindungen von digitalen Artefakten zu entwicklen, die von Software, Daten und / oder Nutzern erfasst wurden, um die Strafverfolgungsbehörden, Spionageabwehr und Cyber-Verteidigungsteams des US-Verteidigungsministeriums zu unterstützen. Digitale Artefakte können von aktuellen Systemen (traditionelle Computer, PDAs und / oder verteilten Informationssystemen wie "Cloud Computer") erfasst werden, von kabelgebundenen und Fun-Netzwerken oder von Speichermedien. Die zu erfassenden Formate können elektronische Dokumente oder Software (um bösartige Software - Malware einzuschließen) umfassen. Das Cyber Genome Programm wird verschiedene Programmphasen und Technikfelder umspannen. Jedes der Technikfelder wird das Cyber Äquivalent zu Fingerabdrücken oder zur DNA entwicklen, um das digitale Gegenstück zu Genotypen genauso wie zu beobachteten und von ihnen abgeleiteten Phänotypen zu entwickeln, um Identität, Abstammung und den Ursprung digitaler Artefakte und Butzer zu bestimmen."
So lautet die verquaste und nebulöse Zielbeschreibung eines der neuen Programme des Strategic Technology Office der DARPA, die sie ständig ausstößt, anlässlich der Einladung zu einer ersten Informationsveranstaltung für interessierte Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die während der vierjährigen Laufzeit von den 43 Millionen US$ profitieren wollen, die für das Cyber Genome Programm von der DARPA ausgeschüttet werden.Diskussionen, Programme und Politik zu Cyber-Defense, Cyber-Crime, Cyber-Spionage, Cyber-Terrorismus und Cyber-War haben ja international und insbesondere in den USA zur Zeit Hochkonjunktur. Nach den konventionellen Kriegen der Vergangenheit und Gegenwart, den Drohungen von Kriegen und Anschlägen mit ABC-Waffen, nachdem auch der Orbit mit Spionagesatelliten und militärischen Abwehrsystemen kolonisiert wurde und die kleine oder organisierten Kriminalität im Real-Life plagt, drängen sich seit einiger Zeit die militärischen und polizeilichen Fronten im Internet und in Netzwerken in den Mittelpunkt. Je nach Ausrichtung sind es mal wieder die "Horden der gelben Gefahr", die ihre Hacker- und Spionagebrigaden ins virtuelle Feld führen oder die "ausländischen Spione des Westens", die zu "Cyber" Krieg und "Cyber" Spionage blasen. Übergreifend geeint im Krieg gegen einen nicht-staatlichen "Cyber" Terrorismus als Fortsetzung des "Krieges gegen den Terror" mit Militär- und Polizeinsatz außerhalb der Netze, der bis jetzt mehr als Schreckgespenst existiert. Und wäre es nicht schrecklich genug, gibt es auch noch das große Feld der "Cyber" Kriminellen, denen – wenn man den Pressemeldungen und -mitteilungen folgen will – tagtäglich Millionen zum Opfer fallen und die Millionen von Internetnutzern, die sich "cyber-kriminell" betätigen können oder das Potential zum "Cyber-Kriminellen" oder "Cyber-Terroristen" in sich bergen, wenn man sie und das Netz nicht der fürsorgenden und strengen Regulierung, Kontrolle, Überwachung und Strafverfolgung unterwirft. Tatsächlich gibt es vieles vom "Cyber-Bösen" – mehr oder weniger. Eben vieles, was auch außerhalb der Netze und Netzwerke existiert und sich technisch umsetzen lässt. Ist ja eine Binsenweisheit. Deshalb ist verständlich, dass man auch in Unternehmen, staatlichen Institutionen, Netzwerken und im Internet tatsächlichen Bedrohungen und Gefahren mit sinnvollen und abgewogenen Maßnahmen und Techniken begegnet. Das sich darüber alle Geister streiten und das Pendel im letzten Jahrzehnt immer mehr und einseitig in Richtung Sicherheit und Ordnung ausgeschlagen ist, dürfte klar sein. So mag auch ein Projekt wie das "Cyber Genome Programm" wie viele ähnliche Programme nur ein zweckmäßiger Ansatz zur Bekämpfung des "Cyber-Bösen" sein, wenn es nicht schon aufgrund seiner nebulösen Umschreibung nach Dingen wie Techniken zur "Online-Durchsuchung", der Deep Packet Inspection Durchleuchtung in Systemen wie Einstein, dem Durchsieben des Netzwerkverkehrs mit Überwachungsprogrammen, der Nutzeridentifizierung oder der IP-Spurverfolgung stinken würde. Zumal, wenn eine eine Behörde des US-Militärs, das sich auf dem Gebiet der "Sammlung, Identifizierung, Charakterisierung und Einordnung" biometrischer Merkmale sehr engagiert zeigt, davon anfängt, Begriffe und Techniken der DNA- und Genom-Analyse auf uns und unsere Daten zu übertragen. Siehe auch: NewScientist - A telescope that sets its sights on cyber-crime (04.02.2010) Federal Computer Week - DARPA: Calling all cyber geneticists (29.01.2010) Federal Computer Week - DARPA eyes digital fingerprints to track computer attacks (26.01.2010) Heise - Europäischer Polizeikongress: Deutschland stellt sich der Cyber-Herausforderung (02.02.2010)
Geschrieben von Kai Raven
in Data Mining / Fusion, DNA, Geheimdienst / Polizei, Internet / TeKo, Rüstung, Software, Terror
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ACTA - Du sollst nicht wissen - 26.01.2010
Der Feedreeader spülte mir heute Morgen vom Rat der Europäischen Union / Justiz und Inneres eine Reihe von Links zum ACTA herein:
![]() oder der Inhalt in allen PDF-Dateien ist zensiert: ![]() Das, was trotzdem bis jetzt zu wissen und nachzulesen ist, kann man dem ACTA Beitrag im AK-Zensur Wiki entnehmen. Siehe auch: heise - Nächste Verhandlungsrunde zum Urheberrechtsabkommen ACTA steht an (26.01.2010) Out-Law - Government refuses to publish ACTA documents (26.01.2010) Michael Geist - ACTA Guide: Part Four: What Will ACTA Mean To My Domestic Law? (28.01.2010) Michael Geist - ACTA Guide, Part Three: Transparency and ACTA Secrecy (27.01.2010) Michael Geist - ACTA Guide, Part Two: The Documents (Official and Leaked) (26.01.2010) Michael Geist - The ACTA Guide, Part One: The Talks To-Date (25.01.2010)
Geschrieben von Kai Raven
in Bürgerrecht, Infofreiheit, Internet / TeKo, Ökonomie, Politik, Zensur / Filter
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09:33
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Bundeswehr leiht sich ein paar Überwachungsdrohnen - 28.10.2009
Über die Pläne der Bundeswehr, sich mit Predator B oder Heron eine größere Drohne für ihr Drohnen-Programm zuzulegen, hatte ich in den Beiträgen Kleine und große Drohnen der Bundeswehr und Drohnen im Radioäther und in der Luft berichtet. Laut der Rheinmetall Pressemitteilung Heron-Aufklärungsdrohnen für die Bundeswehr - Verbesserter Schutz für die deutschen Truppen in Afghanistan scheint man sich vorerst auf die Heron-1 Drohne geeinigt zu haben.
Für den "Deal" haben sich die beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall – die bereits ein großes Kontingent der Drohnen im Programm der Bundeswehr stellen und Israel Aerospace Industries (IAI) zusammen mit dem BWB ein Ausleih-Modell ausgedacht. Denn statt des Kaufs einer Drohne hat das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), bei dem es wie gewohnt keine aktuellen Informationen gibt, einen Service-Vertrag mit den Konzernen unterzeichntet, der für nicht genannte Millionenbeiträge das Leasing der Drohne für die Bundeswehr vorsieht. Genaue Zahlen könnten ja mal Abgeordnete der neuen Opposition über eine Anfrage in Erfahrung bringen. Der Leasing-Vertrag läuft zunächst für ein jahr mit der Option der Verlängerung um zwei weitere Jahre. ![]() Heron-1 Drohne in den Vortragsfolien von OTL H.-G. Neuhaus: "Nutzung von Aufklärungsergebnissen im Einsatzgebiet". Abseits der konkreten Aufträge in Afghanistan und anderen Gebieten wird die Heron Drohne eine der ersten Drohnen mit mittlerer Flughöhe und langer Einsatzdauer (MALE, Medium Altitude Long Endurance) sein, die neben den EuroHawk Drohnen und den SAR-Lupe Satelliten von der Bundeswehr als wichtige Komponente des "Systems Abbildender Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes" (SAATEG) eingesetzt wird. ![]() ![]() Bilder von der Zeremonie in Palmdale, Kalifornien am 9.10.2009 anlässlich der Vorstellung der ersten Euro Hawk Drohne der EuroHawk GmbH (Northrop Grumman & EADS) – der deutschen / europäischen Version der amerikanischen Global Hawk HALE (High Altitude Ling Endurance) Drohne – für COMINT / ELINT Überwachungsmissionen der Bundeswehr und der NATO vor Vertretern der Luftwaffe, des Bundesverteidigungsministeriums und der beiden Konzerne. Quelle: Northrop Grumman. Siehe auch: Defence Professional - Rheinmetall Defence and Israel Aerospace Industries to Provide ISR Services for German Armed Forces in Afghanistan Ares Blog - Luftwaffe MALE UAV Deal NDR - Sendemanuskript Leasen statt kaufen – warum die Luftwaffe für Afghanistan nicht die eigentlich gewünschten Aufklärungsdrohnen bekommt vom 25.07.2009 DIP - Antwort der Bundesregierung zur Anfrage der FDP zum "Stand der Einführung Unbemannter Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles) in die Bundeswehr" vom 15.01.2009
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Rüstung
um
15:05
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